Erweiterung der Carl-Orff-Schule: Dießens Gemeinderat sagt „Nein“ zum Solitärbau!

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Die Dießener Carl-Orff-Schule braucht mehr Platz für Schüler, Lehrer und die Ganztagsbetreuung. Jetzt wurde eine Vorentwurfsplanung in Auftrag gegeben. © Roettig

Die Erweiterung der Carl-Orff-Schule (COS) mit steigenden Schülerzahlen sowie der Erfüllung des Rechtsanspruchs auf Ganztagsbetreuung beschäftigt seit einigen Sitzungen den Marktgemeinderat. Unabhängig vom künftigen Platzbedarf gab es jetzt ein entscheidenden Beschluss: Die Ratsmitglieder verwarfen den von einem früheren Planungsbüro vorgestellten Entwurf eines vom jetzigen Komplex unabhängigen Solitärgebäudes mit einer 19:4-Mehrheit.

Dießen - Mit Sanierung, Brandschutzertüchtigung, Verzicht auf eine neue Mensa und Anbau des Bestands im südwestlichen Bereich des Schulgeländes würde man rund drei Millionen Euro einsparen, erklärte Bürgermeisterin Sandra Perzul sichtlich erleichtert. Außerdem benötige man keine Änderung des Bebauungsplans.

Jetzt muss der künftige Flächenbedarf der Schule mit aktuell 15 Grundschul- und 14 Mittelschulklassen ermittelt werden. Die Schätzungen des früheren Planungsbüros ergaben 1.913 Quadratmeter, die von der jetzigen Planerin Andrea Sommersberger auf mindestens 510 Quadratmeter „objektiviert“ wurden. Die Bandbreite ergibt sich daraus, dass je Schüler der Ganztagsbe­treuung ein Bedarf „von einem Quadratmeter per se anerkannt wird, bei geeigneter Begründung sogar von zwei Quadratmetern“. Da die COS eine Inklusionsschule ist, sei der zusätzliche Flächenbedarf begründet.

Hinzu komme, dass der Grund- und Mittelschule aufgrund der Schülerzahlen im Unterrichtsbereich mindestens 490 bis maximal 1.269 Quadratmeter Nutzfläche fehlen, im „Arbeitsbereich des pädagogischen Personals“ zwischen 19 und 122 Quadratmetern. Sommersberger empfahl dem Gremium, mit 80 bis 90 Prozent der maximalen Fläche in die Planung des Vorentwurfs zu gehen.

Thomas Höring regte in Hinblick auf die zu erwartenden Kosten für die Schulerweiterung an, die Gemeinden Utting und Schondorf in die Pflicht zu nehmen, aus denen Jugendliche die COS-Mittelschule besuchen. Außerdem plädierte der Freie-Wähler-Gemeinderat für die Übertragung der kompletten Bauarbeiten an ein Kommunalunternehmen, das in der Regel günstiger als die Kommune bauen könne. Laut Bürgermeisterin Perzul stünden dafür die Ammersee-Werke zur Verfügung, die sowohl im Hoch- wie auf im Tiefbau tätig seien.

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