Regel für Österreich-Autofahrer ändert sich ab November – 25.000-Euro-Strafe dient noch heute als Mahnung

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Ab 1. November gilt in Österreich die situative Winterreifenpflicht. Ein Vorfall aus Wien zeigt die möglichen Konsequenzen bei Missachtung.

Wien – Die situative Winterreifenpflicht in Österreich ist mehr als nur eine rechtliche Vorgabe – sie ist ein essenzieller Sicherheitsaspekt, der Autofahrer vor teuren Fehlern bewahren soll. Vom 1. November bis zum 15. April müssen Fahrzeuge bei winterlichen Bedingungen mit Winterreifen ausgestattet sein. Heißt: Bei Schneefahrbahn, Schneematsch oder Eis müssen an allen Rädern wintertaugliche Reifen montiert sein.

Weil die Regelungen in vielen Ländern unterschiedlich ist, sollten sich besonders Österreich-Urlauber dies hinter die Ohren schreiben. Denn sonst kann es schnell teuer werden.

Reifen-Regel ändert sich ab November in Österreich – 25.000-Euro-Strafe dient noch heute als Mahnung

Doch nicht jeder nimmt diese Regelung ernst, wie der Fall eines Wieners zeigt, den heute.at nun wieder aufwärmt. Er soll als warnendes Beispiel dienen. Der Fahrer war mit Sommerreifen auf der Südosttangente ins Schleudern geraten und hatte einen Unfall verursacht. Sein Versuch, die Versicherung zu täuschen, indem er nachträglich Winterreifen montierte, scheiterte. Die Versicherung verweigerte die Zahlung von 25.000 Euro und kündigte den Vertrag auf Lebenszeit, verkündete der Sprecher der Allianz-Versicherung.

Tipp vom Automobilclub

Der Österreichische Automobil-, Motorrad- und Touring Club (ÖAMTC) legt Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmern ans Herz, im betroffenen Zeitraum regelmäßig den Wetterbericht zu checken. Einfache Staunässe, wie es sie in den kälteren Monaten des Jahres nicht ungewöhnlich ist, könnte schnell zu Glatteis führen. Selbst wenn zu Tage milde Temperaturen und sonniges Wetter herrschen, könne sich das zur Dämmerung schnell ändern. Dann kann selbst bei einer Fahrt die Winterreifenpflicht gelten.

Quelle: ÖAMTC

In Österreich drohen bei Verstößen gegen die Winterreifenpflicht Bußgelder ab 35 Euro. Wird durch das Fehlverhalten eine Gefährdung anderer Verkehrsteilnehmer verursacht, können die Strafen bis zu 10.000 Euro betragen, berichtet heute.at. In Deutschland gilt ebenfalls eine situative Winterreifenpflicht, jedoch ohne festen Zeitraum. Hier müssen Winterreifen bei Glatteis, Schneeglätte, Schneematsch, Eis- oder Reifglätte aufgezogen sein. Bei Nichteinhaltung drohen Bußgelder ab 60 Euro und ein Punkt in Flensburg.

ADAC-Reifentipps vor der Wintersaison

In beiden Ländern sind Ganzjahresreifen eine zulässige Alternative, sofern sie das Alpine-Symbol tragen. Dieses Symbol kennzeichnet Reifen, die für winterliche Verhältnisse geeignet sind. Der ADAC empfiehlt eine Mindestprofiltiefe von 4 Millimetern für Winterreifen, um die Sicherheit zu gewährleisten. 1,6 mm Restprofil sind vorgeschrieben.

Februar 2024: Eingeschneite Autos stehen auf der Brennerautobahn im Stau. Mit Sommerreifen wird es da schnell teuer.
Februar 2024: Eingeschneite Autos stehen auf der Brennerautobahn im Stau. Mit Sommerreifen wird es da in Österreich schnell teuer. © Markus Angerer/APA/dpa

Allerdings weisen Experten unabhängig vom vorgegebenen Zeitraum darauf hin, lieber eher auf Winterreifen umzustellen, um für den ersten Wintereinbruch gerüstet zu sein – und später wieder auf Sommerreifen zu wechseln, um auch den häufig unterschätzten Frühjahrsschnee gut zu überstehen.

Auch nicht zu vergessen: Ab 1. Dezember wird seegrün „gepickt“. Die neue Jahres-Vignette für Österreichs Autobahnen wird 2025 erstmals mehr als 100 Euro kosten.

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