„Alles ist möglich“: Drei Freunde gründen erfolgreich ein Start-up

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Drei Tölzer Freunde sind zu erfolgreichen Unternehmern in Wien geworden: (v.li.) Felix Fischer, Chris Fligertshofer und  Vincent Nieraad. © privat

Drei Schulfreunde aus Bad Tölz und Gaißach haben ein Start-Up-Unternehmen in Wien gegründet. Mittlerweile haben sie ihre zweite App entwickelt. „Pushed“ soll Content Creators und Firmen auf einfache Weise zusammenführen.

Bad Tölz - Chris Filgertshofer (25), Vincent Nieraad (25) und Felix Fischer (26) kennen sich seit ihrer Schulzeit am Gabriel-von-Seidl-Gymnasium. Filgertshofer und Fischer kommen aus Bad Tölz, Nieraad aus Gaißach. In Wien haben sich die drei Freunde nach und nach wiedergefunden und gemeinsam ein Start-up-Unternehmen aufgebaut. Kürzlich haben sie die App „Pushed“ auf den Markt gebracht. Eine Plattform, die Content Creators – sie erstellen und präsentieren digitale Inhalte in den Sozialen Medien – einen einfachen Zugang zu Markenpartnerschaften bietet. 

Mit KI schnell Partnerschaften finden

„Beispielsweise hat jemand im Internet einen Blog über Kochen und Rezepte. Derjenige kann dann über Pushed eine provisionsbasierte Markenpartnerschaft mit einer Firma, die Kochboxen verschicken, eingehen“, erklärt Chris Filgertshofer das Konzept. Mit einer eigenentwickelten KI-Lösung sollen passende Partnerschaften schnell und einfach gefunden werden. Eine Art Dating-App, nur für Werbepartnerschaften also? „Ja, es geht vor allem darum, ein passendes Match zwischen dem Content Creator und dem Unternehmen zu finden.“ 

Große Firmen sind schon an Bord

Die App „Pushed“ ist seit Juli auf dem Markt und fuhr sofort Erfolge ein: In den ersten vier Wochen nach dem Start zählt die App schon über 1000 aktive Creators. Und auch große Marken wie Finanzguru oder Payback sind bereits an Bord.

Erfahrungen als Unternehmer und Technologie-Entwickler sammelte das Trio bereits mit ihrer ersten App „Rewards“ mit circa zwei Millionen Nutzern. Hier stand für die Nutzer das Testen von Spielen im Fokus. „In dem Prozess mit unserer ersten App haben wir viel gelernt, auch Fehler gemacht und wertvolle Erfahrungen gesammelt“, sagt Jungunternehmer Filgertshofer. „Schließlich haben wir gemerkt, dass wir mit dieser App nicht mehr weiter wachsen konnten. Wir waren als kleine Firma einfach zu klein, um damit weiterzukommen.“ Daher haben sich die drei Tölzer Freunde zum Verkauf entschlossen. „Im gleichen Zug haben wir uns entschieden, jetzt eine solide Basis für etwas deutlich Größeres zu bauen. Ihr Ziel: „Immer größer, immer weiter. Wir wollen wirklich in großer Geschwindigkeit das Maximum rausholen“, sagt Filgertshofer motiviert.

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Aktuell beschäftigen die drei Freunde 16 Festangestellte und weitere freie Mitarbeiter. Ihr Firmensitz ist im Wiener Stadtzentrum. „Wir sind aber alle drei zu unterschiedlichen Zeiten nach Wien gezogen. Ich war nach dem Abi erst in Berlin, bevor ich nach Österreich gezogen bin. Felix hat hier studiert und wir haben dann gemerkt, dass wir beide in der Start-up-Welt unterwegs sind und hatten richtig Lust gemeinsam etwas zu entwickeln.“ Bei der Entwicklung ihrer ersten App sei dann noch ihr Gaißacher Freund Vincent Nieraad dazugekommen. „Er ist erst später nach Wien gezogen, weil er damals noch in München Informatik studiert hat“, sagt Filgertshofer und ergänzt: „Wir haben also eine Freundschaft mit Wurzeln in Bad Tölz, die in Wien durch unsere gemeinsame Arbeit richtig auflebt.“

Die Freunde sind auch privat zusammen

Sowohl privat als auch beruflich würden die Freunde viel Zeit gemeinsam verbringen. „Wobei die Übergänge sehr fließend sind. Auch wenn wir privat zusammen sind, reden wir fast nur über den Job.“ Ohnehin sei bei dem Aufbau einer so großen Firma wenig Freizeit drin. An die 70 Wochenstunden arbeitet Filgertshofer. An den Wochenenden nimmt er sich meist nur vormittags frei. Während Vincent Nieraad sich um alles Technologiebasierte kümmert, ist Felix Fischer vor allem für den Kontakt mit Werbekunden zuständig. „Und ich bin das Bindeglied und kümmere mich um Marketing und das operative Geschäft“, sagt der 25-Jährige. „Wir sind also drei ganz verschiedene Charaktere. Durch unser gemeinsames Aufwachsen in Tölz haben wir ein Grundvertrauen zueinander.“

Besondere Freude am Start-up machen Filgertshofer die Aussichten und Möglichkeiten: „Wenn man alles gibt, ist auch alles möglich. Und man kann mit harter Arbeit seine Träume zur Wirklichkeit machen, das treibt mich enorm an.“

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