Spekulationen über Merz-Nachfolge: Bas äußert sich – inklusive SPD-Schelte

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Eine aktuelle Interviewfrage an Bärbel Bas reicht weit in die Zukunft – und die Antwort der SPD-Arbeitsministerin fällt knapp aus.

Berlin – Die SPD-Co-Vorsitzende Bärbel Bas sieht sich nicht als potenzielle Kanzlerkandidatin der Sozialdemokraten. Im Gespräch mit dem Magazin Stern äußerte die Bundesarbeitsministerin auf die Frage, wer Kanzlerkandidat der SPD werde: „Das ist ein bisschen früh. Ich nicht.“ Die nächste Bundestagswahl ist regulär für 2029 angesetzt. Seit Juni des vergangenen Jahres führt Bas gemeinsam mit Finanzminister Lars Klingbeil die Partei.

Friedrich Merz (CDU) und Bärbel Bas (SPD) unterhalten sich im Bundeskanzleramt (Dezember 2025).
Will Kanzler Friedrich Merz nicht in seinem Amt ablösen: Bärbel Bas (Dezember 2025) © dts Nachrichtenagentur/Imago

Bärbel Bas kritisiert ihre Partei SPD: Kernwählerschaft aus den Augen verloren

Gleichzeitig forderte Bas ein schärferes Profil ihrer Partei. „Die SPD muss klarer werden und eindeutiger Position beziehen. Sichere Arbeitsplätze, wirtschaftlicher Aufschwung und ein effizienter Sozialstaat haben oberste Priorität“, erklärte die SPD-Vorsitzende.

„Das Diffuse ist der Grund, warum Menschen mir sagen, sie wüssten gerade gar nicht mehr, wofür die SPD steht. Das wollen wir wieder ändern.“ Viele Anhänger der SPD seien enttäuscht, da der Eindruck entstanden sei, die Partei kümmere sich um viele kleine Gruppen, aber nicht mehr um das große Ganze und ihre Kernwählerschaft.

Bericht lobt Bas (SPD): „Wortgewaltigste Gegenspielerin“ von Merz (CDU)

Seit ihrem Wechsel in das Bundesministerium für Arbeit und Soziales im Mai 2025 gilt Bas als die „wortgewaltigste Gegenspielerin“ von Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) innerhalb der schwarz-roten Koalition. Sie profiliert sich insbesondere im Streit um das Rentenpaket und das Bürgergeld, wobei sie als Verteidigerin sozialdemokratischer Kernwerte auftritt, wie Der Standard vergangenes Jahr in einem Bericht meinte.

Nächste Bundestagswahl: Hat SPD-Chefin Bärbel Bas „Kanzlerpotenzial“?

Manche Beobachter heben ihre „pragmatische Art“ und ihren Hintergrund als Nicht-Akademikerin hervor, was sie in den Augen vieler zu einer „echten“ Sozialdemokratin mit hoher Glaubwürdigkeit mache.

Hat Bärbel Bas also „Kanzlerpotenzial“? Ihre klare Sprache (etwa ihre Kritik an Merz-Aussagen als „Bullshit“) kam bei Teilen der Wählerschaft gut an – führte jedoch auch zu deutlichen Konflikten mit dem Koalitionspartner. (Quellen: Stern, Der Standard, Focus. Hersfelder Zeitung) (frs)

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