Rundumsanierung fürs Tegernseer Gymnasium: Maßnahme soll 2027 starten

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In historischem Gemäuer befindet sich das Gymnasium Tegernsee. Die anstehende Generalsanierung ist daher eine große Herausforderung. © Thomas Plettenberg

Das Gymnasium Tegernsee, wie wir es heute kennen, entstand Anfang der 80er-Jahre. Für die Architekten war es eine Herausforderung, eine Schule in ein historisches Klostergebäude zu integrieren. Nun steht der Landkreis wieder vor einer Mammutaufgabe: Das Gymnasium wird generalsaniert.

Tegernsee - Der Begriff „Generalsanierung“ wird in den kommenden Jahren in Zusammenhang mit dem Gymnasium Tegernsee wohl häufiger fallen: Nicht nur, dass ab 2027 die Turnhalle der Schule einer Rundumerneuerung unterzogen wird. Auch das Schulgebäude selbst wird in absehbarer Zeit komplett saniert.

Generalsanierung soll zwischen 2027 und 2033 stattfinden

Im jüngst verabschiedeten Haushalt des Landkreises sind Kosten in Höhe von rund 22,7 Millionen Euro für die gewaltige Maßnahme eingeplant. „Die Summe ist das Ergebnis einer ersten Grundlagenermittlung“, teilt eine Sprecherin des Landratsamts Miesbach auf Nachfrage mit. Auch einen groben Zeitplan gibt es bereits: Die Sanierung ist – Stand heute – für die Zeit von 2027 bis etwa 2033 angesetzt. Die Maßnahmen an der Gebäudehülle wie Dachstuhl, Fenstern und Außenwänden könnten sich gar bis 2035 oder 2036 erstrecken.

Maßnahme hängt auch von Finanzsituation des Landkreises ab

„Aufgrund der besonderen Anforderungen des Denkmalschutzes ist hier mit einer deutlich längeren Planungs- und Bauphase zu rechnen“, erläutert die Sprecherin. Einen wesentlichen Einfluss auf den Zeitplan könne auch die künftige Entwicklung der Finanzsituation des Landkreises haben, betont sie. Der Kreistag hatte erst kürzlich fürs laufende Jahr einen Haushaltsplan mit Defizit verabschiedet.

Um eine Generalsanierung der Schule, die sich im Ost- und Südflügel des herzoglichen Schlosses befindet, kommt der Landkreis aber wohl nicht umhin. Die Liste der anstehenden Einzelmaßnahmen ist lang und lässt erahnen, wie zeitintensiv die Arbeiten sein werden.

Auch energetische Sanierung des Gymnasiums ist geplant

Nach Angaben der Landratsamtssprecherin sind unter anderem eine Modernisierung der gebäudetechnischen Infrastruktur einschließlich einer vollständigen Erneuerung der Heizungsanlage, der elektrischen Ausstattung sowie der Beleuchtung und Lüftungsanlagen geplant, die Renovierung der Böden, Abhängedecken und Innenwände sowie eine energetische Sanierung, „soweit dies im Einklang mit den Vorgaben des Denkmalschutzes möglich ist“. Als weitere Maßnahmen nennt die Kreisbehörde die Erneuerung von Lehrsälen, Fachräumen und der Schulbibliothek, die Sanierung des historischen Dachstuhls und Neudeckung der Dachfläche sowie die Renovierung der Fenster und der Fassade der Innenhofverglasung.

„Dringliche Maßnahmen“ wurden bereits in der Vergangenheit umgesetzt

Es ist die erste grundlegende Sanierung seit dem Umbau des Gebäudeteils zum Gymnasium Ende der 70er-/Anfang der 80er-Jahre. Bislang gab‘s lediglich kleinere Teilsanierungen. „Dringliche Maßnahmen, die potenziell Gefährdungen des Schulbetriebs hätten verursachen oder zu Hygieneproblemen hätten führen können, wurden in den letzten Jahren als Vorabmaßnahmen umgesetzt“, teilt das Landratsamt mit. Dazu gehörten unter anderem der Einbau einer Brandmeldeanlage, „umfassende Brandschutzsanierungen“ und die Renovierung der WC-Anlagen.

Direktorin sieht Sanierung gelassen entgegen

Nun also geht‘s ans große Ganze. Für Schüler und Lehrer am Gymnasium dürfte die Zeit der Generalsanierung eine Herausforderung werden. „Die eigentlichen Bauarbeiten sollen voraussichtlich im laufenden Betrieb durchgeführt werden, möglicherweise mit Teilauslagerungen“, erklärt die Sprecherin. Schulleiterin Claudia Hefele, die das Amt der Direktorin erst zum Beginn dieses Schuljahres angetreten hatte, sieht der Sanierung dennoch gelassen entgegen. „Das Schuljahr hat ja seine festen Termine, das können wir gut planen“, sagt Hefele. Sie gehe davon aus, dass sich die anstehenden Bauarbeiten gut auf den schulischen Rhythmus abstimmen lassen. „Das geht sicherlich Hand in Hand.“

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