Wann die nächste Mondfinsternis in Deutschland zu sehen ist

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Insgesamt 142 Mondfinsternisse gibt es in diesem Jahrhundert zu bestaunen. Wann die nächste Mondfinsternis in Deutschland am Himmel zu sehen ist.

München – Wenn der Erdschatten über die Mondscheibe wandert, entsteht ein beeindruckendes astronomisches Phänomen, das Menschen seit jeher fasziniert. Im laufenden Jahrhundert werden insgesamt 142 Mondfinsternisse zu beobachten sein – davon 85 totale und 57 partielle Verfinsterungen. Und egal, wie viel Zeit seit der letzten „Mofi“ vergangen ist – die nächste Mondfinsternis kommt bestimmt.

Der Kernschatten der Erde schiebt sich nach und nach über den Mond und lässt den Vollmond immer mehr wie eine Mondsichel aussehen.
Der Kernschatten der Erde schiebt sich nach und nach über den Mond und lässt den Vollmond immer mehr wie eine Mondsichel aussehen. © Sven Hoppe/dpa

Eine Mondfinsternis entsteht, wenn die Erde sich genau zwischen Sonne und Vollmond positioniert. Dieses Himmelsereignis ist besonders eindrucksvoll zu verfolgen, da es mit bloßem Auge beobachtet werden kann. Die Mechanik dahinter ist einfach zu verstehen: Die Strahlen der Sonne treffen auf die Erde, die ihren Schatten in den Weltraum projiziert. Durchquert der Vollmond diesen Schatten, verdunkelt er sich vorübergehend.

Nächste Mondfinsternis in Deutschland steht bevor

Je nach Position des Mondes im Erdschatten entstehen verschiedene Arten von Finsternissen: Bei einer totalen Mondfinsternis taucht der Mond vollständig in den Kernschatten der Erde ein. Bei einer partiellen Mondfinsternis wird nur ein Teil der Mondscheibe vom Erdschatten bedeckt. Eine Halbschattenfinsternis ist kaum zu sehen, denn der Mond durchquert lediglich den äußeren Halbschatten der Erde.

Da Mondfinsternisse ausschließlich bei Vollmond auftreten können, finden sie häufig – aber nicht immer – zu nachtschlafender Zeit statt. Im Gegensatz zu einer Sonnenfinsternis ist die Beobachtung einer Mondfinsternis ohne spezielle Schutzvorkehrungen möglich. Hat der Erdschatten die Mondscheibe weit genug „angeknabbert“, kann man das auch mit bloßem Auge erkennen. Für eine detailliertere Beobachtung der Mondfinsternis helfen ein einfaches Fernglas oder ein Teleskop. Auch ein Mondfilter kann sinnvoll sein, um die Helligkeit des Vollmonds im Teleskop zu mindern.

Liste mit Terminen: Alle Mondfinsternisse in Deutschland bis 2030

Doch wann ist die nächste Mondfinsternis in Deutschland zu sehen? Da die Bahnen von Sonne, Erde und Mond bekannt sind, können Mondfinsternisse schon viele Jahre im Voraus berechnet werden. Die Tabelle zeigt, wann die nächste Mondfinsternis am Himmel über Deutschland zu sehen ist:

Datum/Uhrzeit der maximalen Verfinsterung Anmerkung
7. September 2025 um 18.12 Uhr totale Mondfinsternis, in Deutschland geht der Mond total verfinstert auf
28. August 2026 um 04.14 Uhr partielle Mondfinsternis, in Deutschland wird der Mond kurz vor Monduntergang zu einem sehr großen Teil verdeckt
20. Februar 2027 um 23.14 Uhr partielle Halbschatten-Finsternis – nur der Halbschatten legt sich über den Mond
12. Januar 2028 um 04.14 Uhr partielle Mondfinsternis, der Mond wird nur minimal vom Erdschatten verdunkelt
6. Juli 2028 um 18.20 Uhr partielle Mondfinsternis, in Deutschland geschieht die Verdunklung, bevor der Mond aufgeht
31. Dezember 2028 um 16.53 Uhr totale Mondfinsternis, in Deutschland beginnt die Totalität kurz nachdem der Mond aufgegangen ist
26. Juni 2029 um 03.23 Uhr totale Mondfinsternis, in Deutschland geht der Mond während der Totalität unter
20. Dezember 2029 um 22.43 Uhr totale Mondfinsternis, in Deutschland perfekt zu sehen
15. Juni 2030 um 18.34 Uhr partielle Mondfinsternis, in Deutschland wird der Mond etwa zur Hälfte verdeckt
Quelle: timeanddate.com

Totale Mondfinsternis sorgt für einen „Blutmond“ am Himmel

Bei einer totalen Mondfinsternis kommt es zu einem besonders eindrucksvollen Phänomen: dem „Blutmond“. Der Vollmond erstrahlt plötzlich rot, wenn er komplett vom Erdschatten bedeckt ist. Der Hintergrund ist folgender: Die atmosphärischen Schichten der Erde lassen hauptsächlich langwelliges rotes Licht passieren, während andere Wellenlängen stärker gestreut werden. Das durchdringende rötliche Licht verleiht dem Mond während der Totalität eine charakteristische rostbraune bis kupferrote Färbung – daher die Bezeichnungen „Blutmond“ oder „Rostmond“. (tab)

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