Feuer-Tragödie im Schweizer Skiort Crans-Montana: Was wir wissen und was nicht

Was wir wissen

Im Schweizer Nobel-Skirort Crans-Montana sind bei einem Feuer während einer Silvesterparty Dutzende Menschen getötet worden. Rund 100 seien zum Großteil schwer verletzt worden. Die genaue Anzahl ist noch unklar. Der Rettungseinsatz läuft noch. Die Tragödie ereignete sich gegen 1.30 Uhr in der Bar "Le Constellation" im Kanton Wallis. Zuvor soll es eine Explosion gegeben haben.

"Le Constellation" ist laut Berichten von schweizerischen Medien ein Nachtclub sowie tagsüber ein Café. Die Loungebar galt demnach als "Hotspot" in der Region und schien beliebt. Laut einer Bewertungsplattform wird der Bar nur eine sehr schlechte Bewertung beim Thema Sicherheit gegeben, berichtet "20min.ch". Die Bar gehört wohl einem Gastronomen-Ehepaar aus Korsika. 

140 Einsatzkräfte, 10 Rettungshubschrauber und 40 Rettungswagen waren vor Ort im Einsatz. Schwerverletzte wurden im Minutentakt in Krankenhäuser ausgeflogen. Aufgrund der Vielzahl der Verletzten sind die Kapazitäten im Kanton Wallis ausgelastet, so ist die Intensivstation vom Krankenhaus Wallis voll. Unter den Opfern sollen viele ausländische Touristen sein.

Die Polizei hatte am Neujahrsmorgen bei einer ersten Pressekonferenz lediglich von mehreren Toten und Verletzten gesprochen. Informationen, wonach das Feuer durch den Einsatz von Pyrotechnik während eines Konzerts ausgelöst wurde, haben sich bisher nicht bestätigt. Die Behörden gehen derzeit von einer Verpuffung aus. Einen Terroranschlag schließt die Polizei derzeit aus. 

Angesichts der Ernsthaftigkeit der Lage hat der Staatsrat die Klausel über die "besondere Lage" aktiviert, Anwohner dürfen nur in Begleitung an den Katastrophenort. Dieser ist nach wie vor weiträumig abgesperrt. Über der Unglücksstelle gibt es derzeit ein Überflugverbot.

Was wir nicht wissen

Unklar ist noch, wie genau es zu Explosion kam und ob jemand diese herbeigeführt hat. Derzeit gehen die Behörden von einem Unglück aus. Ein Vorsatz kann nach derzeitigen Erkenntnissen noch nicht vollständig ausgeschlossen werden. Unklar ist ebenso die genaue Anzahl der Todesopfer und der Verletzten sowie deren genaue Identität. Auch ob Deutsche von dem Feuer betroffen waren, ist offen. Wie lange die Rettungsarbeiten noch dauern, ist auch unklar.