MdL Peter Wachler will südliche Staudenbahn nicht vorschnell abhaken und fordert faire Neubewertung

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MdL Peter Wachler hält weiter an einer Reaktivierung der südlichen Staudenbahn fest. © Abgeordnetenbüro Peter Wachler, MdL

Wie das Landratsamt Unterallgäu am Dienstag mittteilte, hat das Staatsministerium für Wohnen, Bau und Verkehr der Reaktivierung der südlichen Staudenbahn eine deutliche Absage erteilt. MdL Peter Wachler sieht das anders.

Unterallgäu – Wie CSU-Landtagsabgeordneter Peter Wachler erklärt, habe das Staatsministerium für Wohnen, Bau und Verkehr bislang keine Absage an die südliche Staudenbahn erteilt. „Es handelt sich vielmehr um eine erste Einschätzung auf Basis des aktuellen Potenzialgutachtens. Für mich ist es zu früh, daraus endgültige Schlüsse zu ziehen. Wir brauchen jetzt eine offene und faire Neubewertung, die alle relevanten Faktoren einbezieht“, äußert sich Wachler.

MdL Peter Wachler will Reaktivierung der südlichen Staudenbahn nicht aufgeben

„Besonders wichtig ist mir, dass die Schülerzahlen aus allen betroffenen Gemeinden vollständig berücksichtigt werden. Der Schülerverkehr macht in unserer Region einen erheblichen Teil des Fahrgastpotenzials aus. Sollte dies nicht umfassend eingeflossen sein, wäre das Gutachten unvollständig und damit nicht belastbar“, stellt der Abgeordnete klar.

Entscheidungen dieser Tragweite könnten nur dann auf Akzeptanz stoßen, wenn die Bewertungsgrundlagen transparent offengelegt würden. Nur durch eine sachgerechte Prüfung aller Daten und Kriterien könne Vertrauen entstehen. „Deshalb stehe ich hierzu auch in engem Austausch mit Herrn Staatsminister Christian Bernreiter, MdL“, gibt Wachler weiter an.

Reaktivierung der südlichen Staudenbahn: Einschätzung des Ministeriums steht laut Wachler noch aus

„Für mich ist klar: Die Staudenbahn muss als Gesamtstrecke von Gessertshausen bis Türkheim gedacht werden. Der Norden ist auf einem guten Weg – gerade deshalb darf der Süden nicht vorschnell aufgegeben werden. Die Bürgerinnen und Bürger erwarten zu Recht, dass wir dieses Zukunftsprojekt mit Weitsicht verfolgen. Mein besonderer Dank gilt den vielen Bürgerinnen und Bürgern, den Kommunen und Vereinen, die sich seit Jahrzehnten für die Staudenbahn einsetzen. Ohne dieses Engagement gäbe es die aktuelle Diskussion nicht. Diesem Einsatz sind wir es schuldig, alle Chancen fair und umfassend zu prüfen“, ist sich der CSU-Politiker sicher.

Landrat Alex Eder habe nun „erst mal das Ergebnis des Gutachtens mitgeteilt“. Die Einschätzung des Ministeriums stehe jedoch noch aus. „Aber für mich ist es noch zu früh, die Staudenbahn Süd aufzugeben. Ein einfaches ‚Dann ist es halt so‘ wird weder dem Willen der Menschen in der Region gerecht noch dem enormen Herzblut, das über Jahrzehnte hinweg in dieses Projekt geflossen ist“, findet Wachler klare Worte.

MdL Wachler hält an Reaktivierung der südlichen Staudenbahn fest

„Ich glaube weiterhin fest an eine mögliche Reaktivierung – nicht zuletzt, weil Umwelt- und Klimaschutzaspekte künftig in allen Fragen der Verkehrsinfrastruktur eine noch größere Rolle spielen werden. Diese Faktoren wurden bisher in der standardisierten Bewertung nur unzureichend einbezogen. Deshalb fordere ich: Wir brauchen eine transparente und faire Neubewertung, in der alle Kriterien – von der Schülerbeförderung bis hin zu den Umweltaspekten – berücksichtigt werden“, so Wachler.

„Die Staudenbahn darf nicht in einer kleinen Pressemitteilung abmoderiert werden. Sie ist und bleibt ein Zukunftsprojekt für die gesamte Staudenregion. Ich versichere Ihnen, dass ich auf alle Fälle für die Reaktivierung der Staudenbahn weiterkämpfen werde“, bezieht Wachler Stellung.

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