Neues Feuerwehrgebäude gewinnt an Kontur: Baustellenbesichtigung in Markt Wald-Anhofen

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Das neue Feuerwehrgebäude in Anhofen. © Treude

Wenn es um ihre Feuerwehr geht, dann finden sich viele Bürgerinnen und Bürger aus Markt Wald, Anhofen und Oberneufnach sogar sonntagmorgens um 10 Uhr auf der Baustelle des neuen Feuerwehrgebäudes in Anhofen ein. Seit Juli 2024 wird dort gebaut und im April/Mai des nächsten Jahres soll endlich Schluss sein mit einem mehr als ein halbes Jahrhundert währenden Behelf.

Markt Wald – So lange nämlich musste den Markt Walder Floriansjüngern ein altes, aufgelassenes und ziemlich heruntergekommenes Bauernhaus als Feuerwehrhaus genügen. Gemeinsam mit ihren Kameraden aus Oberneufnach und Anhofen werden sie im kommenden Frühjahr das neue Gebäude beziehen. In der Praxis läuft die dann mögliche Fusionierung der drei Wehren einschließlich der Feuerwehrjugend bereits. Die Zusammenarbeit funktioniere, so der Markt Walder Bürgermeister Christian Demmler, gut.

Gemeinsam mit Planer Georg Böck vom gleichnamigen Ett­ringer Baumanagement-Büro hatte er auf die Baustelle an der Anhofener Bahnhofstraße eingeladen, um den Fortschritt der Bauarbeiten zu erläutern. Beide freuten sich über das ausgesprochen große Interesse, noch dazu zu früher Stunde an einem herrlich sonnigen Spätsommermorgen. Augenscheinlich hatten sich nicht nur die betroffenen Floriansjünger, sondern ein breiter Querschnitt der Bevölkerung auf der Baustelle eingefunden.

Das Gebäude hält, soweit man es bereits erkennen kann, alles worauf sich die Verantwortlichen schon bei Beginn der Planungen festgelegt hatten: Man brauche kein Luxus- sondern ein schlichtes Gebäude mit zweckmäßiger und zeitgemäßer Ausstattung.

Das wird schon außerhalb deutlich: Der Übungsturm – manch einer wird in ihm den Schlauchturm früherer Zeiten vermuten – erhebt sich einige Meter abgesetzt vom markanten, klar strukturierten Feuerwehrgebäude in die Höhe. Hier soll etwa das Bergen aus großen Höhen geübt werden. Andernorts muss dafür der Schlauchturm herhalten. Für die Schlauchpflege wird im neuen Feuerwehrhaus eine spezielle Schlauchreinigungsanlage eingebaut, die einen Schlauchturm entbehrlich macht.

Auch im noch meist kahlen Innern des Gebäudes erkannten die Besucher unschwer die zweckmäßige Auf- und Einteilung der Räume. Im Alarmfall eilen die Feuerwehrleute mit ihren Privatfahrzeugen von Südwesten heran, parken vor dem Gebäude, nehmen auf dem Weg durch das Feuerwehrhaus ihre Ausrüstung auf und sitzen auf einem der vier Feuerwehrfahrzeuge auf – und los geht’s zum Einsatzort! Nach dem Einsatz erfolgt das Ganze in nahezu umgekehrter Reihenfolge. Alles ist perfekt durchdacht und auf den Einsatz hin optimiert.

Neben Fahrzeughalle, Schlauchreinigungs- und Stiefelwaschanlage, Umkleide-, Sanitärräumen und Lagerräumen etwa für Atemschutzgeräte hat man bei der Konzeption auch an Schulungs-, Besprechungs- und Gemeinschaftsräume, eine Küche und nicht zuletzt eine – später erweiterbare – Photovoltaikanlage mit Speicher für den Eigenverbrauch gedacht.

Voll im Plan

Leider habe man bei den Bauarbeiten zeitlich „leicht überzogen“, erklärte Böck den Besuchern. Das sei übrigens nicht den Arbeiten zur Ertüchtigung des lehmigen Untergrundes geschuldet, die man von Anfang an einkalkuliert habe. Grundsätzlich aber sei man noch im Plan, der Einzug ist nun für April/Mai 2026 vorgesehen.

Bis dahin liegt noch viel Arbeit an. Ab Anfang Oktober werden die Böden abgedichtet, Wärmedämmung und Fußbodenheizung verlegt und anschließend kommt der Estrich rein. Weiter geht es mit dem Innenausbau. Die Arbeiten wurden und werden überwiegend von Firmen aus der Region ausgeführt. Wichtig auch: Man lässt nicht nur bauen, sondern legt auch selbst kräftig Hand an. Böck und Demmler hoben die tatkräftige Eigenleistung der Feuerwehrleute hervor, die bei der bevorstehenden Inneneinrichtung noch weiter intensiviert werde.

Auch mit der Förderung des rund 5,5 Millionen Euro teuren, komplexen Bauwerks sieht es gut aus. „Die ist save“, stellte Demmler fest, man habe mit allen Arbeiten im Bewilligungszeitraum begonnen.

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Информация на этой странице взята из источника: https://www.merkur.de/bayern/schwaben/mindelheim-kurier/neues-feuerwehrgebaeude-baustellenbesichtigung-in-markt-wald-93961994.html