In Bauwagen wurden schon so manche Interessante Gespräche geführt. Das weiß auch Landtagsabgeordneter Peter Wachler (CSU), der aktuell die Jugend dort besucht, wo sich junge Leute gerne aufhalten: in Bauwagen.
Unterallgäu – Er sei derzeit intensiv im Gespräch mit jungen Menschen, „die sich in Vereinen, Politik oder auf andere Weise engagieren“, erklärt Wachler. Die Idee für eine Bauwagentour habe Richard Trommer, ein junger Stadtratskandidat aus Bad Wörishofen, gehabt. „Er meinte, es sei spannend, Jugendliche direkt in ihrem Wohlfühl-Kosmos zu besuchen und dort das Gespräch zu suchen. Das hat mich sofort überzeugt, weil man in diesen Treffpunkten die Jugendlichen so erlebt, wie sie sind – authentisch, offen und in ihrem eigenen Umfeld“, so Wachler.
Ein zusätzlicher Anstoß sei durch das Jubiläum „35 Jahre Bauwagen Rammingen“ gekommen. „Dort wurde mir bewusst, welche Tradition und Bedeutung solche Treffpunkte über die Jahre entwickeln können. In Rammingen ist aus dieser Jugendkultur sogar eine richtige ‚Kaderschmiede‘ für die Kommunalpolitik entstanden – mit Manuel Rauscher als Zweitem und Christian Reiber als Drittem Bürgermeister“, weiß der Landtagsabgeordnete. Auch Bürgermeister Anton Schwele habe den Bauwagen stets unterstützt.
„Solche Beispiele zeigen, wie wertvoll diese Orte sind. Ich werde selbstverständlich auch weitere Bauwagen in meinem Stimmkreis besuchen, etwa in Markt Wald oder Immelstetten. Und ich lade alle anderen ein, mich ebenfalls einzuladen“, so Wachler.
Positive Resonanz
Die Resonanz auf seine Bauwagentour sei seitens der Jugendlichen durchweg positiv gewesen: „Mich hat beeindruckt, wie werteorientiert und engagiert die jungen Leute sind. Sie sind interessiert, reflektiert und bringen viele Gedanken ein, die für uns in der Politik wichtig sind. Diese Rückmeldungen bestärken mich darin, weiter vor Ort zu sein und die Jugendlichen ernst zu nehmen.“
Für ihn sei entscheidend, zu verstehen, was junge Menschen bewegt: Schule, Ausbildung, Führerscheinkosten oder auch der Wunsch nach sicheren Räumen. „Ich kann nicht erwarten, dass Jugendliche Interesse an meiner Arbeit im Landtag haben, wenn ich mich nicht für ihren Alltag interessiere. Deshalb ist es wichtig, dass wir Politiker öfter unsere Komfortzone verlassen und zu den jungen Menschen hingehen.“ Wichtig sei Ehrlichkeit: „Erklären, was politisch machbar ist und was nicht. Junge Menschen können mit Klartext umgehen, aber sie wollen keine leeren Versprechungen“.
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