„Wie Clan-Strukturen“: CSU-Chef Söder wettert gegen AfD

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Die AfD wird für die Anstellung von Familienangehörigen innerhalb der Partei kritisiert. Nun äußert sich auch Markus Söder. Der CSU-Chef wird deutlich.

Passau – Die AfD steht im Kreuzfeuer der Kritik. Auslöser hierfür ist, dass manche Abgeordnete Angehörige von anderen Abgeordneten der „Alternative für Deutschland“ als Mitarbeiter beschäftigen. Medial sorgt das für reichlich Aufsehen. Hierzu bezieht nun auch Markus Söder Stellung.

CSU-Chef Markus Söder wettert gegen die AfD. © Armin Weigel/Harald Tittel/dpa/Montage

Der CSU-Chef, der sich schon in jüngerer Vergangenheit klar zur Partei geäußert hatte, nimmt auch jetzt kein Blatt vor den Mund. Und macht deutlich, wie es nun weitergehen sollte.

„Wie Clan-Strukturen“: CSU-Chef Markus Söder knöpft sich die AfD vor

„Die Beschäftigungsverhältnisse bei AfD-Abgeordneten muten mittlerweile wie Clan-Strukturen an“, ließ Söder am Mittwoch, 17. Februar, gegenüber der Mediengruppe Bayern wissen. Die entsprechenden Aussagen vom CSU-Chef in Bezug auf die Anstellung von Familienangehörigen innerhalb der AfD liegen dabei der dpa vor.

Für Söder stehe fest, dass sich die AfD immer weiter „nach rechts außen“ radikalisiere, statt sich zur Mitte zu bewegen. Der Rat vom Ministerpräsidenten Bayerns: Die Partei müsse weiterhin vom Verfassungsschutz beobachtet werden. Außerdem, so betonte Söder, „kein hysterisch-moralisches Verbot zu fordern, denn das könnte der AfD einen Märtyrerstatus geben“.

De facto ist durch das Abgeordnetengesetz bereits festgelegt, dass Parlamentarier keine eigenen Verwandten, Partner oder Ex-Partner auf Kosten der Steuerzahler anstellen dürfen. Die Beschäftigung solcher Personen in anderen Abgeordnetenbüros ist nicht geregelt.

„Schmuddelkinder der AfD“: Markus Söder positioniert sich klar gegenüber der AfD

Söder hatte seine klare Positionierung gegenüber der AfD erst im Dezember 2025 deutlich gemacht. Damals sagte der CSU-Chef im Rahmen der ARD-Sendung „Caren Miosga“: „Eine formale Zusammenarbeit geht nicht, und wir werden natürlich auch keinen Antrag der AfD unterstützen“. Söder sprach sogar von den „Schmuddelkindern von der AfD“. Es gehe nicht, dass die Partei heimlich Mehrheiten besorge.

Zudem gestand Söder einen Fehler ein. Der CSU-Chef bezog sich damit auf die Migrationsentschließung aus der Zeit des Bundestagswahlkampfes Anfang 2025, als die Union einen Antrag mit AfD-Stimmen durchsetzte. „Die damalige Entscheidung war eine Entscheidung des Kanzlerkandidaten, die haben wir dann auch alle mitgetragen“, sagte Söder mit Blick auf die damalige Rolle des damaligen Kanzlerkandidaten Friedrich Merz. (Quellen: Mediengruppe Bayern, dpa, „Caren Miosga“) (han)

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