Eine überaus große Trauergemeinde hat in der Altomünsterer Pfarrkirche St. Alto Abschied genommen von Roland Schweiger, der im Alter von 63 Jahren plötzlich verstorben ist. Neben Familie, Freunden und Weggefährten erwiesen zahlreiche Vereinsabordnungen dem langjährigen Gemeinderat und Bauunternehmer die letzte Ehre.
Roland Schweiger hinterlässt seine Ehefrau Mirjam, die drei Kinder Max, Stefan und Jule sowie einen Enkel, auf den er sich besonders gefreut hatte. Ihnen sowie der Mutter des Verstorbenen galt das aufrichtige Beileid der Bevölkerung.
Die Trauerrednerin Claudia Berchthold eröffnete die Gedenkfeier mit den Worten: „Lasst uns gemeinsam Roland Schweiger noch einmal erleben, um dann von ihm Abschied zu nehmen.“ Sie zeichnete den Lebensweg Schweigers nach, der nach der Bundeswehrzeit zunächst Maurer lernte, seinen Meister machte und einige Jahre das Sportgeschäft Bayerl weiterführte, bevor er beim Silobau Strobl in Unterzeitlbach einstieg. Wenige Jahre später übernahm er den Betrieb vollständig und führte ihn als Roland-Schweiger-Bau.
Claudia Berchthold würdigte ihn als „menschlichen Chef“, der nie geschimpft und sich stets für seine Mitarbeiter eingesetzt habe. Besonders wichtig sei ihm aber immer die Familie gewesen, die er unterstützte und für die er immer da war. „Er konnte einfach auch auf die Menschen zugehen, hatte Charme und immer eine offene Tür, wenn jemand Hilfe brauchte“, betonte die Rednerin.
Auch das Engagement Schweigers in den örtlichen Vereinen wurde hervorgehoben. Bürgermeister Michael Reiter, der erste von vier Trauerrednern, erklärte: „Er war ein Mensch, der uns so viel bedeutet hat und dessen beispielhaftes Wirken eine schmerzliche große Lücke hinterlässt.“ Seit 2002 gehörte Schweiger dem Gemeinderat an und war vor allem im Bauausschuss eine tragende Säule. Auch in anderen Ausschüssen habe er Achtung und Anerkennung genossen. Mit seiner lockeren Art sei er zudem immer zu jedem Spaß bereit gewesen.
„ Ein Held ist gefallen, er ist nicht mehr.“ Frank Menauer, Vorsitzender des Lionclubs Dachau, erinnerte daran, dass sie erst kürzlich gemeinsam eine Krebsaktion für Kinder gestartet hätten. Er würdigte Schweigers vollen Einsatz für das große Ganze. Statt Blumen wurde um Spenden für die „Löwenkinder“ gebeten.
Klaus Geppert, Vorsitzender des Schützenvereins Alpenrose, betonte: „Er war immer im Stillen da, ohne großes Aufhebens und er wusste, dass der Sport und die Gemeinschaft die Leute zusammen hält.“ Schweiger habe nicht nur mit Rat und Tat unterstützt, sondern auch Maschinen zur Verfügung gestellt und über das Notwendige hinausgedacht, etwa beim Bau der Sporthalle oder beim Unterhalt der Dorfkapelle.
Peter Sturm vom Skiclub Altomünster, dem Schweiger 45 Jahre lang angehörte, erklärte: „Die Spuren, die du hinterlassen hast, hat unsere Gemeinschaft geprägt.“ Besonders erfreut zeigte er sich darüber, dass mit Schweigers Sohn Max früh ein Nachfolger als Vorstand gefunden wurde.
Martina Englmann, Vorsitzende der CSU Altomünster, sagte: „Auf dich konnten wir uns immer verlassen, ob in der Fraktion oder im Gemeinderat, und du warst dir nie zu schade auch mal Plakate zu kleben.“ Sie hob hervor, dass Stillstand für Schweiger keine Option gewesen sei und er sein Wissen und Können stets für die Menschen und die CSU eingebracht habe.
Die Trauergäste gedachten Roland Schweiger mit Musik, die er besonders mochte, bevor die Urne im engsten Familienkreis am Friedhof beigesetzt wurde.