Etwas versteckt am Rand der Weilheimer Au liegt ein Grundstück der Stadt Weilheim, das aktuell von Pfadfindern genutzt wird. Doch soll das Baurecht dort nicht verloren gehen, muss die Stadt etwas tun.
Rund 1300 Quadratmeter groß ist ein städtisches Grundstück, das etwas versteckt hinter dem kleinen Bolzplatz nördlich der Straße „In der Au“ in Weilheim liegt, unweit des Bahnübergangs Geistbühelstraße. Dieses Grundstück und die darauf stehenden Gebäude – laut Stadt sind das ein kleines, an die 100 Jahre altes Wohnhaus, ein Nebengebäude sowie kleine Schuppen und Unterstände – sind aktuell den Weilheimer Pfadfindern überlassen. Allerdings befinden sich die Gebäude laut Stadtbauamt „in einem schlechten baulichen Zustand“. Und deshalb müsse sich die Stadt Weilheim überlegen, was in Zukunft mit diesem Grundstück geschehen solle.
Weilheims Bürgermeister betont: „Die Pfadfinder können da bleiben“
Der Hintergrund dazu wurde jüngst im Bauausschuss des Stadtrates erklärt: Werde die Stadt nicht tätig, so würde „zum Beispiel bei einem nötigen Abriss das Baurecht verloren gehen“. Denn im dort geltenden, rund 30 Jahre alten Bebauungsplan seien die Bestandgebäude als „abzubrechend“ dargestellt. Für das Grundstück selbst sei eine Nutzung als „Private Grünfläche mit besonderer städtebaulicher und landschaftsplanerischer Bedeutung – naturnahe Parkanlage“ festgesetzt. „Das aktuelle Erscheinungsbild des Grundstückes spiegelt diese Nutzung nicht wieder“, so das Stadtbauamt.
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Laut Stadtverwaltung wäre nun denkbar, „in Anlehnung an die bisherige Nutzung des Areals durch die Weilheimer Pfadfinder dort eine ,Fläche für Gemeingebrauch‘ mit Nutzungsmöglichkeiten als Kindertagesstätte oder Jugend-/Vereinsarbeit zu planen und durch Ausweisung einer entsprechenden Baufläche im Bereich der Bestandgebäude eine solche Nutzung zu sichern“. Genau diesem Vorgehen stimmte der Bauausschuss in seiner jüngsten Sitzung einhellig zu. Die zugelassene Bebauung solle höchstens 140 Quadratmeter Grundfläche haben und maximal zweistöckig sein.
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Bürgermeister Markus Loth (BfW) betonte, dieser Schritt habe keine Auswirkungen auf die aktuelle Nutzung: „Die Pfadfinder können da bleiben und den Garten weiter nutzen.“ Wie es langfristig weitergehe, „das wird die Zukunft zeigen“, ergänzte Stadtbaumeisterin Katrin Fischer. Außer einer Nutzung durch die Pfadfinder wäre dann beispielsweise auch ein Waldkindergarten auf dem Areal möglich.