Eve Simmons berichtet über die finanziellen und emotionalen Folgen ihrer gescheiterten Ehe. Mit 30 Jahren heiratete sie ihren Partner, mit dem sie fast zehn Jahre zusammen war. Doch nur sechs Monate später erklärte ihr Mann, dass er nicht mehr verheiratet sein wolle – zumindest nicht mit ihr. In der britischen Zeitung „I Paper“ schildert sie ihre Geschichte.
Frau verliert 13.860 Euro nach Trennung – jetzt warnt sie vor fatalen Fehlern
Simmons verlor 12.000 Pfund (etwa 13.860 Euro), die ihre Mutter für sie gespart hatte. Das Geld war in den gemeinsamen Hauskauf geflossen und konnte nach der Trennung nicht zurückgefordert werden.
Zudem war sie aufgrund ihres Einkommens nicht in der Lage, allein eine neue Hypothek zu beantragen. In ihrem Artikel rät sie heute dringend zu einem Ehevertrag, um finanzielle Verluste im Falle einer Scheidung zu vermeiden. „Selbst kleine Ersparnisse können durch einen Ehevertrag geschützt werden“, erklärt sie.
50.000 Pfund für eine Hochzeit, die nur sechs Monate hielt
Ein weiterer Fehler war ihre finanzielle Abhängigkeit vom Ehemann, der die Familienfinanzen verwaltete. Dadurch konnte er behaupten, das Geld sei für Renovierungen ausgegeben worden, ohne dass sie dies beweisen konnte. „Hätte ich mich früher mit unseren Finanzen beschäftigt, wäre die Trennung weniger beängstigend gewesen“, schreibt Eve Simmons.
Auch die Kommunikation über Kinderwünsche stellte ein Problem dar, da ihr Mann insgeheim Angst vor einer Familiengründung hatte, obwohl sie gemeinsam Pläne gemacht hatten. Abschließend rät die Frau, bei Hochzeiten nicht zu viel Geld auszugeben. Ihre eigene Feier kostete 50.000 Pfund (etwa 57.750 Euro) – und das für eine Ehe von nur sechs Monaten. „Dieses Geld hätte ich für ein eigenes Zuhause oder für meinen Sohn sparen können“, schreibt sie.
Scheidung ohne Trennungsjahr in Deutschland: Ausnahme nur bei unzumutbarer Härte
Nach § 1565 Abs. 2 BGB ist eine Scheidung ohne das gesetzlich vorgeschriebene Trennungsjahr möglich, wenn die Fortsetzung der Ehe für einen Partner eine „unzumutbare Härte“ darstellt. Die Gründe müssen beim anderen Partner liegen und vor Gericht objektiv nachgewiesen werden. Typische Beispiele sind fortlaufende Alkohol- oder Drogensucht, wiederholte häusliche Gewalt oder langanhaltender Ehebruch. Emotionale Argumente oder einmalige Vorfälle reichen hingegen nicht aus.
In Ausnahmefällen kann eine Ehe auch auf andere Weise beendet werden. Dazu zählen die Aufhebung der Ehe bei arglistiger Täuschung oder Doppelehen sowie internationale Scheidungen, wenn einer der Partner eine ausländische Staatsangehörigkeit besitzt. Zudem wird der Beginn des Trennungsjahres vor Gericht meist nicht überprüft, sofern beide Partner die Trennung bestätigen.