Fast Hälfte der US-Hausbesitzer möchte 2026 wegen extremer Wetterbedingungen und Klima-Bedenken umziehen

Immer mehr US-Eigentümer rechnen mit finanziellen Belastungen durch Klimarisiken und steigende Wohnkosten. Wie aus dem "Homeownership Trends Report 2026" des Hausversicherungs-Spezialisten Kin hervorgeht, befürchten 93 Prozent der Befragten, dass Extremwetter ihre Häuser in den nächsten drei Jahren beschädigen wird. 49 Prozent von ihnen erwägen deshalb einen Umzug noch im Jahr 2026.

Die meisten Hausbesitzer in den USA planen keinen Fernumzug

Unter den Hausbesitzern, die über einen Wohnortwechsel nachdenken, spielt ein Fernumzug eine eher geringe Rolle: Nur 25 Prozent können sich vorstellen, in einen anderen Bundesstaat zu ziehen. 

Ein größerer Teil möchte in der gewohnten Umgebung bleiben: 35 Prozent erwägen einen Umzug in eine andere Stadt oder Gemeinde innerhalb desselben Bundesstaates, während 41 Prozent sogar nur innerhalb ihrer aktuellen Stadt oder Gemeinde umziehen würden.

Viele Hausbesitzer möchten wegen extremer Wetterrisiken nicht in bestimmte US-Bundesstaaten ziehen.

  • Besonders gemieden werden: Florida (58 Prozent), Kalifonien (52 Prozent), danach Hawaii (24 Prozent), Louisiana (22 Prozent), Texas (21 Prozent) und Alaska (21 Prozent).
  • Selten gemieden werden: Vermont (2 Prozent), sowie New Hampshire, Delaware, Connecticut, Pennsylvania, Oregon, Utah und South Dakota (jeweils 3 Prozent).

Steigende Immobilienpreise und Kosten für Reparaturen in den USA befürchtet

Gleichzeitig gehen 80 Prozent der Hauseigentümer davon aus, dass sowohl die Immobilienpreise als auch die Ausgaben für Reparaturen im Jahr 2026 weiter steigen werden. 74 Prozent würden einen Neukauf nur bei Hypothekenzinsen von maximal fünf Prozent in Betracht ziehen. 

Ökonom Lawrence Yun erwartet jedoch lediglich "einen moderaten Rückgang, der die Erschwinglichkeit verbessert". Seiner Schätzung nach werden sich die Zinsen auf sechs Prozent belaufen.

Extremwetter und seine Auswirkungen: Diese Ereignisse prägten die US-Bürger im Jahr 2025 besonders

2025 waren laut dem US-Wetter-Sender "Fox Weather" mehrere Regionen der USA Schauplätze besonders prägender Wetterkatastrophen:

  • In Südkalifornien wüteten im Januar historische Waldbrände, die über 16.000 Häuser und Betriebe zerstörten.
  • Im Februar kam es von Virginia über Kentucky bis Tennessee zu katastrophalen Überschwemmungen mit Toten und einem Deichbruch.
  • Im Frühjahr trafen schwere Unwetter und Tornados große Teile der Südstaaten und des Mittleren Westens, darunter Arkansas, Missouri, Indiana, Mississippi, Georgia und vor allem Tennessee, mit Dutzenden Todesopfern und enormen Schäden.
  • Am 4. Juli wurde das Texas Hill Country von einer der tödlichsten Süßwasserfluten der US-Geschichte getroffen, bei der über 100 Menschen starben.
  • An Heiligabend sorgten in der Region Los Angeles historische Regenfälle mit Sturzfluten und Erdrutschen sowie kurz darauf starke Winterstürme im Nordosten der USA für weitere, eindrückliche Extremwetterereignisse.