Paket von Griet (40) geht verloren und taucht plötzlich auf einer Auktionsseite der Regierung auf

Griet Aesaert (40) ist verärgert. Die Designerin aus der belgischen Hafenstadt Gent hatte ein personalisiertes Portemonnaie mit dem nationalen Postunternehmen bpost an eine Kundin versendet. Dort kam es jedoch nie an. Stattdessen entdeckte die 40-Jährige ihr Werk auf einer Auktionswebsite des Bundesministeriums für öffentliche Dienste. Darüber berichtet die belgische Tageszeitung "Het Laatste Nieuws".

Griet schickt Beschreibung der Sendung – dennoch landet es auf Auktionswebsite

Bevor sie das Paket auf der Website entdeckte, versuchte sie es wiederzufinden. Dazu schickte sie nach eigenen Angaben Fotos und eine detaillierte Beschreibung der Sendung an bpost – ohne Erfolg. 

"Es scheint kein lückenloses System zu geben, um verlorene Pakete wieder mit ihrem Besitzer zu verbinden. Wenn sich ein Etikett löst oder falsch gelesen wird, verschwindet ein solches Paket einfach aus dem System.", so Griet gegenüber "Het Laatste Nieuws". Die Sendung werde schließlich mit reinem Gewinn verkauft, findet sie. 

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Laut einem Sprecher könnten Pakete nur in seltenen Fällen nicht zugestellt werden. (Symbolbild) Imago/Werner Lerooy

"Alle Fundsachen werden registriert und überprüft" – Griets Paket landet bei "Finshop"

Laut dem Sprecher Mathieu Goedefroy von bpost könnten Pakete nur in seltenen Fällen nicht zugestellt werden. Zudem sollten Unternehmen auf eine Sendung mit Garantie zurückgreifen – Griet entschied sich jedoch dagegen. "Alle Fundsachen werden registriert und überprüft", so der Sprecher weiter. Nach sechs Wochen müssen die Pakete an die Bundesbehörden übergeben. 

Griet könnte nun aber Glück haben. Sie hat Kontakt zu "Finshop" aufgenommen und bekommt ihren Artikel möglicherweise zurück, schreibt "Het Laatste Nieuws". 

"Finshop" in Belgien: Autos, Handys, Schmuck und Co.

Der Förderale öffentliche Dienst Finanzen beschreibt "Finshop" auf ihrer Website wie folgt: "Der FÖD Finanzen darf zahlreiche Güter verkaufen. Dazu gehören Güter, die vom Zoll oder der Polizei beschlagnahmt wurden, Güter aus erbenlosen Erbschaften oder Güter von den föderalen öffentlichen Diensten, die nicht mehr gebraucht werden. Die beweglichen Güter verkaufen wir über Fin Shop." 

Dort gibt es unter anderem:

  • Autos
  • Handys
  • Schmuck
  • Bekleidung
  • Elektrogeräte
  • Computerzubehör
  • Büromöbel