Butter ist in vielen Haushalten und auf Frühstückstischen ein Muss. Bei zwei Artikeln sollten Konsumenten allerdings derzeit besonders vorsichtig sein.
Kassel – In der Weihnachtszeit geht doch nichts über selbst gebackene Plätzchen. Ob mit Schokolade, Vanille oder leckerer Marmelade, eines darf beim Backen bei vielen nicht fehlen: Butter. Doch beim Gebrauch und Verzehr des beliebten Milchprodukts ist derzeit Vorsicht geboten. Ein Hersteller informiert über einen Butter-Rückruf in Filialen von Penny, Edeka und Kaufland in mehreren Bundesländern.
Butter-Rückruf bei Edeka, Kaufland und Penny: Welche Produkte betroffen sind
Wie es in einer Mitteilung der Würzburger Milchwerke heißt, werden mehrere Butter-Produkte aus Gründen des vorbeugenden Verbraucherschutzes zurückgerufen. Betroffen ist die Deutsche Markenbutter in der 250 Gramm-Packung. Verkauft wird die Butter als „Penny Deutsche Markenbutter mild“ sowie „Frankenland Deutsche Markenbutter mildgesäuert“.
Im Falle des Produkts des Rewe-Discounters, das ausschließlich in bayrischen Penny-Filialen verkauft wird, sind die Mindesthaltbarkeitsdaten 18.01.2025, 19.01.2025 und 20.01.2025 vom Rückruf betroffen. Für die „Frankenland Deutsche Markenbutter“ der Würzburger Milchwerke, die bei Edeka und Kaufland im Sortiment ist, gilt der Rückruf für Ware mit dem MHD 18.01.2025 und 19.01.2025. Der Verkauf wurde einer Mitteilung des Herstellers zufolge umgehend gestoppt.
| Produkt | Penny Deutsche Markenbutter mild |
| Hersteller | Würzburger Milchwerke GmbH |
| Packungsgröße | 250 Gramm |
| Identitätskennzeichen | DE BY 40426 EG |
| MHD | 18.01.25, 19.01.25, 20.01.25 |
| Betroffene Bundesländer | Bayern |
Metallische Fremdkörper gefährlicher Grund für Butter-Rückruf
Als Grund für den Butter-Rückruf nannte der Produzent „ein mögliches Risiko durch metallische Fremdkörper“. Wie die Würzburger Milchwerke weiter schreiben, können Fremdteile „nach dem Verzehr zu inneren Verletzungen sowie Verletzungen im Mund- und Rachenraum führen.“ Über die Risiken informiert auch das medizinische Fachportal MSD Manual. Demnach können Fremdkörper, die etwa die Speiseröhre, den Magen oder Darm durchbohren, „ernste Folgen haben.“ Erst kürzlich waren auch in einem Rewe-Snack mögliche Fremdkörper festgestellt worden.
„Bei einem Loch (Perforation) können Nahrung, Verdauungssäfte oder Darminhalte wie Stuhl in den Bauch gelangen“, heißt es weiter. „Dies stellt dann einen medizinischen Notfall dar, weil solch eine Leckage eine Peritonitis (Entzündung der Bauchhöhle) verursachen kann.“ Eine Peritonitis kann lebensbedrohlich sein. Besteht bei Konsumenten der Verdacht innerer Verletzungen, sollte unverzüglich ein Arzt konsultiert werden, rät deshalb der Hersteller.
Butter in mehreren Bundesländern von Rückruf betroffen: Kunden erhalten ihr Geld zurück
Sollten Sie eines der betroffenen Produkte daheim haben, sollte dieses unter keinen Umständen verzehrt, sondern umgehend entsorgt oder in den Einkaufsladen zurückgebracht werden, informiert der Hersteller weiters über das Portal lebensmittelwarnung.de. „Der Kaufpreis wird selbstverständlich erstattet“, sichert die Würzburger Milchwerke GmbH zu. Fragen beantwortet die Kundenhotline des Herstellers unter der Nummer (0) 6543 503 677.
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Während die „Penny Deutsche Markenbutter mild“ lediglich in Bayern erhältlich sei, gilt der Rückruf im Falle der „Frankenland Deutsche Markenbutter mildgesäuert“ neben Bayern auch für die Bundesländer Baden-Württemberg, Sachsen und Thüringen.
| Produkt | Frankenland Deutsche Markenbutter mildgesäuert |
| Hersteller | Würzburger Milchwerke GmbH |
| Packungsgröße | 250 Gramm |
| MHD | 18.01.2025, 19.01.2025 |
| Betroffene Bundesländer | Bayern, Baden-Württemberg, Sachsen, Thüringen |
Rückrufe wegen Ware, die möglicherweise Fremdkörper enthält, sind keine Seltenheit. Vor kurzem wurden deshalb mehrere Aufstriche von Rewe, Edeka und Netto bundesweit zurückgerufen. Selbiges betraf jüngst auch einen Brotaufstrich von Aldi. (jm)