"CDU kann sich nur so weit bewegen, wie es die Leine der SPD zulässt"

Der offene Schlagabtausch zwischen Markus Lanz und Philipp Amthor zum Thema Wahlversprechen sorgt für kontroverse Diskussionen. Der FOCUS-online-Artikel zeigt, wie sich die Debatte an mangelnden Reformen, gebrochenen Zusagen und der Rolle von Talkshows auflädt. Besonders stark vertreten sind Kommentare, die das politische Personal für Kompetenzmängel, fehlende Reformen und inhaltliche Leere kritisieren. Andere Stimmen richten ihre Kritik auf Medienformate selbst oder debattieren die generelle Glaubwürdigkeit von Wahlversprechen und Parteien. Insgesamt dominieren Frustration über die politische Kommunikation sowie Misstrauen gegenüber deren Vermittlung in den Medien.

Kritik an Politik und Politiker

Mit 60 Prozent ist dieses Lager klar führend. Viele Leser zeigen sich enttäuscht von Politikern und werfen ihnen Realitätsferne, mangelnde Reformbereitschaft und gebrochene Wahlversprechen vor, wie im Streit zwischen Lanz und Amthor thematisiert. Besonders Amthor gilt als Beispiel für wortgewandte, aber inhaltlich leere Politik und verkörpert aus Sicht zahlreicher Kommentatoren die größere Krise politischer Glaubwürdigkeit. Immer wieder steht auch die Forderung nach mehr Verantwortlichkeit im Mittelpunkt, kombiniert mit klarer Kritik an der CDU und dem politischen System insgesamt. Die Diskussionen spiegeln Misstrauen und eine wachsende Distanz zur Politik wider.

"Diese ganzen Polit-Talks sind überflüssig und dienen nur noch zur Selbstdarstellung. Diese sinnlosen Streitereien, Vorwürfe und Anschuldigungen bringen das Land keinen Millimeter weiter. Wirkliche Ergebnisse, Erkenntnisse oder gar realistische Lösungspläne darf der Zuschauer nicht erwarten."  Zum Originalkommentar

"Ich meine, Amthor ist ein hervorragendes Beispiel als wirbelloses Lebewesen, stellvertretend für die aktuellen CDU/CSU-Politiker. Merz, Wegner, Wüst, Günter uvm. zeigen, was CDU ist, und die vorherige Garde hat Deutschland zu dem gemacht, was es heute ist, ein sinkender Stern."  Zum Originalkommentar

"Der junge Herr Amthor, ein Hoffnungsträger für die CDU-Politik? Mitnichten! Hochgespült aus einem Kreis, man muss es sagen, politisch äußerst schwachen Partei-Konkurrenten. Wenn ich Amthor beschreiben müsste, wäre ich schnell fertig. U.a.: - rhetorisch sehr begabt - weiß heute schon, wie er als Rentner aussieht - trägt scheinbar gerne die Anzüge von Heiko Maas - wirkt im Plenarsaal wie ein Jack-Russell-Welpe in der Hundeschule. Als ernsthaften Politiker sehe ich ihn nicht, jederzeit ersetzbar."  Zum Originalkommentar

Kritik an Parteien und Parteipolitik

14 Prozent der Leser widmen sich der Verantwortung der etablierten Parteien für die aktuellen Herausforderungen in Deutschland. Dabei steht die CDU, aber auch andere Parteien wie SPD, FDP und die Grünen im Zentrum der Kritik. Nutzer werfen ihnen Versagen, Lügen sowie inkonsequente Politik vor und verbinden dies mit wachsendem Bedeutungsverlust und Vertrauensschwund. Die Debatte reflektiert das Unbehagen über Koalitionen und deren Einfluss auf die politische Handlungsfähigkeit. Die Diskussionen machen deutlich, wie sehr sich ein Teil der Leserschaft nach echten Alternativen und klareren Verantwortlichkeiten sehnt.

"Die CDU ist machtlos und kann sich nur so weit bewegen, wie es die Leine der SPD zulässt. Ende."  Zum Originalkommentar

Kritik an Wahlversprechen und Reformpolitik

Zehn Prozent thematisieren die mangelnde Einhaltung von Wahlversprechen und beklagen den aus Artikel und Sendung ersichtlichen Reformstau. Leser hinterfragen, wie realistisch Wahlprogramme angesichts wechselnder Koalitionen sind und sehen in nicht eingelösten Versprechen einen Vertrauensbruch. Dabei beziehen sie sich direkt auf die Debatte zwischen Lanz und Amthor um die Frage, welche Versprechen tatsächlich gehalten wurden. Die Einschätzungen schwanken zwischen grundsätzlicher Kritik und Verständnis für Kompromisse in Koalitionsregierungen.

"Im Wahlkampf muss eine Partei deutlich sagen dürfen, wofür sie steht und was sie bei einer Alleinregierung genau machen würde. Wenn es das nicht mehr gibt, dann muss ich keinen Wahlkampf mehr betreiben. Wenn der Bürger dann aber anders entscheidet und es zu einer Koalition kommt, dann ist es auch klar, dass es Kompromisse geben muss. Eine Partei kann nicht einfach ihr Wahlprogramm durchsetzen. Das wollte der Wähler so nicht. Es war von Anfang an klar, dass eine Stimme an die AfD zu einer linken Politik führt. Man kann der Union und Merz vorwerfen, nicht stark genug ihre Politik durchzusetzen. Aber dass alle Wahlversprechen bei gerade einmal 28% durchzusetzen sind, ist auch illusorisch."  Zum Originalkommentar

"Vielleicht sollte sich Merz den Fragen von Journalisten im TV stellen! Wann beginnt der "Herbst der Reformen"? Und noch viel wichtiger: Was und wie soll reformiert werden?"  Zum Originalkommentar

"Nein, Herr Amthor, billig ist es, so gut wie alle Versprechen, die vor der Wahl gegeben wurden, massivst zu brechen, und dann auch noch zu behaupten, man würde seine Versprechen halten."  Zum Originalkommentar

Kritik an Medien und Talkshows

Mit sechs Prozent Anteil richten sich Leser gegen die Medien und speziell Polit-Talkshows als Vermittler von Politik. Sie bemängeln, dass Sendungen wie jene mit Lanz und Amthor mehr Selbstdarstellung und Streit bieten als Sachlösungen. Wiederkehrende Kritik betrifft die Auswahl der Gäste und den Stil der Moderation. Viele fragen, welchen Mehrwert solche Formate tatsächlich für das politische Verständnis der Zuschauer haben.

"War das ein Politik-Talk oder die Heute-Show?"  Zum Originalkommentar

"Die Gesprächspartner bei Lanz werden immer uninteressanter oder sind immer wieder die gleichen. Lanz wird scheinbar inzwischen aufgrund seiner Aufdringlichkeit gemieden. Die oberste Gerichtsinstanz des ZDF "Lanz" befindet sich in einer Krise."  Zum Originalkommentar

Kritik an gesellschaftlichen Entwicklungen

Fünf Prozent nehmen Bezug auf gesellschaftliche Entwicklungen und die Rolle der Politik darin. Sie sprechen Themen wie Arbeitslosigkeit, Eigenverantwortung, soziale Leistungen und Veränderungen im gesellschaftlichen Miteinander an. Es wird eine kritische Auseinandersetzung mit dem Verhältnis von individueller und staatlicher Verantwortung sichtbar. Dabei beziehen sich die Kommentare auf die im Artikel aufgezeigten politischen und gesellschaftlichen Spannungen.

"Leider will eine Mehrheit der Deutschen keinen klaren Kapitalismus, basierend auf Wettbewerb, Eigenverantwortung und Leistungsbereitschaft, bei konsequentem Gemeinsinn im Kontext mit nationalem Stolz auf das eigene Land."  Zum Originalkommentar

"Man kann von Herrn Amthor und Kollegen halten, was man will. Fakt ist aber auch, dass die Deutschen sich seit 20 Jahren und mehr für den Nannystaat entschieden haben, wohlwissend, dass der Staat nicht für 83 Millionen Individuen mitdenken kann. Ja keine Reformen! Ja keine Zumutungen! Wer Geld versprochen hat, wurde gewählt. Mehr Rente? Ja, bitte! Mehr Kindergeld? Ja, bitte! Mehr Mindestlohn? Ja, bitte! … Und jetzt, mit den Erfahrungen, dass es der Staat nicht kann? AfD und Linke machen mit ihren utopischen und unbezahlbaren Forderungen Spitzenplätze bei den Umfragen, während Parteien, die etwas mehr Selbstverantwortung wollen, bei 3% stehen. Wir wollen doch gar nicht, dass es der Wirtschaft wieder besser geht. Es lebt sich doch viel einfacher ohne Arbeit. Wenn nur das Geld nicht wäre!"  Zum Originalkommentar

Skepsis gegenüber politischer Kommunikation

Manche Leser (vier Prozent) äußern Misstrauen gegenüber der politischen Kommunikation und den Medienformaten. Leser kritisieren im Detail ausweichende Antworten und rhetorische Spielchen – wie sie bei Amthor, aber auch im Verhalten von Lanz im Artikel vorkommen. Die Diskussionen kreisen um fehlende Transparenz sowie den Verdacht, dass politische und mediale Dialoge zunehmend von Inszenierung geprägt sind.

"Natürlich ist das billig. Aber warum soll er sich auch mehr anstrengen, wenn es ihm sein Gegenüber so einfach macht?"  Zum Originalkommentar

"Amthor wich dieser Nachfrage aus. Er wollte nicht im Detail sagen, welche Zusagen seiner Meinung nach erfüllt sind. Stattdessen ging er zum Gegenangriff über. Der CDU-Politiker warf Lanz unfair gestellte Fragen vor und sagte: "Herr Lanz, das ist doch jetzt billig!""  Zum Originalkommentar

Sonstige Kommentare

Die restlichen Kommentare (ein Prozent) lassen sich keiner klaren Strömung zuordnen, sondern greift verschiedene Themen oder Randaspekte auf. Diese Kommentare zeigen allgemeines Unbehagen oder angesammelte Themenvielfalt, sie bringen aber keine eigene Richtung in die Debatte ein.

"Markus, warum Unbeteiligte ohne Amtsverantwortung und einen Adepten einer Ex-Kanzlerin, die die "Lebensumstände" zu verantworten hat? Warum nicht mal Merkel zur "Verantwortung", die das zu verantworten hat; oder hat Markus kalte Füße, ist zu feige?"  Zum Originalkommentar

Debatte um Vertrauen und Transparenz – viele Leser zweifeln an Glaubwürdigkeit und Transparenz der politischen Kommunikation. Haben Sie Vertrauen in Politiker und deren Aussagen – oder wünschen Sie sich eine völlig neue Debattenkultur? Diskutieren Sie mit und teilen Sie Ihre Sichtweise unten in den Kommentaren.

Hinweis: Die in diesem Artikel zitierten Kommentare geben ausschließlich die Meinungen unserer Leser wieder und wurden inhaltlich nicht verändert. Die Analyse, Auswertung und thematische Gruppierung der Kommentare erfolgt automatisiert mithilfe Künstlicher Intelligenz.
Lanz treibt Amthor in die Enge, der schleudert zurück: "Das ist doch jetzt billig!"
Jetzt mitreden