Sonnensegler: Vorstandsmitglied zieht sich nach Zoff enttäuscht zurück

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Tobias Lexhaller bei einem Auftritt für die Sonnensegler. © DM

Zoff bei den Sonnenseglern: Tobias Lexhaller, in den vergangenen Monaten praktisch das Gesicht der Bürger-Energiegenossenschaft, hat deren Vorstand verlassen.

Puchheim – Er zeigt sich sehr enttäuscht. „Ich wollte so nicht mehr weiterarbeiten. Es ging um das Führungsverständnis und um die Frage, wie man miteinander umgeht.“ Das sagte Lexhaller auf Tagblatt-Anfrage.

Lexhaller hatte zuvor intern klar gemacht, dass für ihn eine weitere Zusammenarbeit mit einem der beiden nun verbleibenden Vorstandsmitgliedern nicht mehr möglich sei. Der Aufsichtsrat entschied sich dann aber gegen Lexhaller und für den Verbleib von Falk-Wilhelm Schulz. „Ich habe verloren, offenbar habe ich mit getäuscht“, sagt Lexhaller nun. Er verweist darauf, dass man in jüngerer Zeit bereits zwei andere engagierte Mitarbeiter verloren habe.

Ehrenamtlich

Lexhaller, der in den vergangenen Monaten in zahlreichen Versammlungen aufgetreten war und Gemeinde- oder Stadträte besucht hatte, ist maximal enttäuscht. Das vergangene Jahr – alles ehrenamtlich – sei das Intensivste gewesen, das er je erlebt habe. „Es war eine spannende Reise und ich war in vollem Lauf.“ Damit ist es nun vorbei.

Sonnensegler machen weiter

Die Sonnensegler aber wollen weiter an ihrem Ziel arbeiten, den Ausbau erneuerbarer Energien im Kreis voranzutreiben. Vorstandsmitglied Falk-Wilhelm Schulz betont, dass das Ausscheiden des ehemaligen Vorstandskollegen „natürlich ein Verlust“ sei. Die Entwicklung beruhe auf einer klaren Entscheidung des Aufsichtsrats.

Bei so vielen Ehrenamtlichen gebe es immer wieder Fluktuation, das sei normal. „Natürlich hätten wir es uns anders gewünscht. Aber bei uns menschelt es auch.“ Schulz betont, dass alle Termine wahrgenommen werden und der Kampf für die Energiewende unvermindert weitergehen werde. „Wir sind viele.“

Die Sonnensegler haben mittlerweile 400 Mitglieder und betreiben ein Büro mit drei Angestellten in Puchheim. Projekte wie Solaranlagen und Windräder sollen konkret umgesetzt werden und dann irgendwann finanzielle Rückflüsse erzielen.

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