„Eiszeit“ wird fortgesetzt: Wolfratshauser Kulturausschuss beschließt Neuauflage

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Etablierter Publikumsmagnet: die künstliche Eisfläche an der alten Floßlände. © Archiv/ph

Über 10.000 Menschen nutzten im Winter 2024 die künstliche Eisfläche an der alten Floßlände. Das Defizit der um knapp eine Woche verlängerten „Eiszeit“ fiel trotz hoher Stromkosten geringer aus.

Wolfratshausen – „Diese Eiszeit war spektakulär“, zeigte sich Kulturmanager Andreas Kutter begeistert. Aufgrund der günstigen Wetterbedingungen und der Erweiterung des Schlittschuhvergnügens verzeichnete er den höchsten Besucherandrang seit der Premiere im Winter 2017/18.

Zudem hatten die umliegenden Städte Penzberg und Starnberg aus Kostengründen auf ihre „Eiszeiten“ verzichtet, sodass neben Einheimischen auch viele auswärtige Besucher nach Wolfratshausen kamen. Exakt 10.029 Menschen – darunter 6.543 Kinder – entrichteten ihr Entgelt, um mit Schlittschuhen über die künstliche Eisfläche an der alten Floßlände zu kurven oder sich für das mit über 220 Teilnehmern stets ausverkaufte Eisstockschießen anzumelden. Den Eisdisco-Abend feierten 300 Jugendliche.

Das kulinarische Angebot nahmen auch Zuschauer und Passanten gut an. Das Team des Bergkramerhofs erzielte so einen höheren Umsatz aus dem Glühwein-, Pommes- und Bratwurstverkauf. Zudem standen erstmals hochwertigere Toilettenhäuschen aus Holz zur Verfügung. Sie lösten die etwas unbeliebteren Dixi-Klos ab. Dass es trotz der längeren Laufzeit gelang, den Stromverbrauch zu reduzieren, sorgte im Kulturausschuss für Verwunderung.

Wolfratshauser „Eiszeit“: Weniger Strom verbraucht als die Jahre davor

Statt 41.000 kamen in diesem Jahr „nur“ rund 38.700 Kilowattstunden zusammen. Da sich aber die Strompreise erhöht haben, stiegen die Energiekosten dennoch geringfügig von 10.100 auf knapp 11.500 Euro an. Insgesamt gab die Stadt rund 103.500 Euro für die „Eiszeit“ aus und nahm durch Eintritts- und Spendengelder fast 76.000 Euro ein, sodass das Defizit bei 27.500 Defizit liegt. Zum Vergleich: Im Vorjahr summierte sich das Minus auf fast 60.000 Euro.

„Angesichts dieser Zahlen kann ich in diesem Jahr leichteren Herzens für eine Neuauflage stimmen“, bekannte Annette Heinloth (Grüne). Die Dritte Bürgermeisterin, die den Kulturausschuss in Vertretung von Klaus Heilinglechner leitete, prangerte einst den hohen Energieaufwand der „Eiszeit“ an.

Fraktionskollegin Jennifer Layton, Manfred Menke (SPD), Zweiter Bürgermeister Günther Eibl (CSU) und Helmuth Holzheu (Bürgervereinigung) plädierten unisono für die Fortsetzung. „Die letztjährige Entscheidung für eine Verlängerung war goldrichtig“, lobte Holzheu.

Neue „Eiszeit“ in Wolfratshausen von 28. November 2025 bis 11. Januar 2026 geplant

Der Kulturausschuss beauftragte Bürgermeister Heilinglechner, eine weitere „Eiszeit“ zu organisieren und dafür die entsprechenden Haushaltsmittel zu berücksichtigen. Sie beginnt am 28. November dieses Jahres und endet am 11. Januar 2026.

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