Die Bergwacht Kochel ist mit ihrem Umzug ins neue Domizil fertig. Einziehen soll noch die Wasserwacht, aber die macht erstmal ihre Bootshütte fertig. Denn dieses Wochenende startet für die Helfer der Seedienst.
Kochel – Die nagelneue Rettungsstation in Kochel ist nun mit Leben gefüllt. Nach dem Spatenstich im März 2024 und dem Hebauf im darauffolgenden September ist nun ein weitere Meilenstein erreicht: Die Bergwacht Kochel ist seit Ende April vollständig ins neue Domizil umgezogen. Drei der fünf Tore werden sich nun regelmäßig für die Einsätze der ehrenamtlichen Lebensretter öffnen.
Die Bergwacht Kochel hat die neue Rettungsstation bezogen - Für Wasserwacht beginnt Dienst am Kochelsee
„Das aller wichtigste ist getan“, sagt Richard Huber, erster stellvertretender Bereitschaftsleiter. Die Rundschau war vor Ort und hat sich ein Bild von der eingerichteten Station gemacht. Über der Garage hat die Bergwacht sich eine Küche, Büroräume, ein Lager, WCs und Schulungsräume eingerichtet.
In der Mitte der oberen Etage liegt ein großer Gemeinschaftsraum, den sich Berg- und Wasserwacht teilen. Hier fehlt allerdings noch die Einrichtung. Für die Inneneinrichtung wurde ein weiterer Förderantrag an das EU-Förderprogramm „Leader“ für die 100.000 Euro-Investition gestellt – 50.000 Euro sollen gefördert werden, erklärt Huber.
Einsatzleitraum ist neu
In der unteren Etage finden nicht nur die vier Einsatzfahrzeuge der Bergwacht Platz, auch Einsatzmaterial und Schränke für die Helfer wurden eingebaut. Neu ist auch der Einsatzleitraum, über den die benachbarte alte Wache nicht verfügte. „Das ist der Quantensprung“, macht Huber deutlich. Die Einsätze können nun in Ruhe und abseits vom Trubel koordiniert werden. Die neue Ordnung macht die Abläufe beim Aufbruch zu Einsätzen „wesentlich übersichtlicher“, freut sich auch Bereitschaftsleiter Toni Geiger. „Das macht richtig Spaß.“ Für die Station und die Unterstützung spricht Geiger explizit einen Dank gegenüber der Gemeinde und den vielen Helfern aus.
Für die Inneneinrichtung, Ausrüstung und die Befestigung der Außenanlage benötigt die Bergwacht derzeit noch rund 50.000 Euro. Dabei ist die Rettungsorganisation auf Spenden angewiesen. Die freiwilligen Helfer waren heuer bereits auf rund 30 Einsätzen. Da ist gutes Equipment wichtig. 2024 zählte die Bergwacht in Kochel genau 100 Einsätze. „Wir sind ehrenamtlich unterwegs“, erinnert Geiger dabei.
Spenden: Unterstützung für ehrenamtliche Lebensretter
Wer die Berg- und Wasserwacht unterstützen will, kann an folgende Konten spenden:
• Für die Bergwacht Kochel: VR-Bank Werdenfels, IBAN DE49 7039 0000 0103 7140 04, BIC GENODEF1GAP. Infos online unter www.bergwacht-kochel.de.
• Für die Wasserwacht Kochel: Sparkasse Bad Tölz-Wolfratshausen, IBAN DE13 7005 4306 0000 0012 22, BIC BYLADEM1WOR, Verwendungszweck: Spende für die OG Kochel. Infos online unter www.wasserwacht.bayern/wasserwacht-in-der-naehe/wasserwacht-og-kochel.
Anderer Fokus bei Wasserwacht
Die anderen zwei Tore der neuen Rettungsstation und die darüberliegenden Räume gehören der Kochler Wasserwacht, die dieses Wochenende mit dem Wachdienst am Kochelsee beginnt. Daher lag der Fokus vorerst nicht auf der Einrichtung und dem Umzug in die Station, sondern auf der neuen Bootshütte, die für die beginnende Saison fertig gestellt werden musste. Einzig die Schnelleinsatzgruppe Wasserrettung (SEG-WR) startet von der Rettungsstation aus. Auch Schulungen können dort bereits stattfinden.
Ganz fertig ist die Bootshütte allerdings noch nicht: Im September 2024 erst wurde die alte und deutlich kleinere Wachhütte in Eigenarbeit abgerissen. Im November wurde dann Hebauf gefeiert. Vor allem die Slip-Anlage für das Wachboot fehlt noch. Auch ein Rolltor muss angebracht werden. Ansonsten fehlen nur noch ein paar Kleinigkeiten, berichtet Martina Heimisch, Veranstaltungsbeauftragte der Kochler Wasserwacht bei einem Besuch der Rundschau an der Bootshütte.
Wasserwacht beim Ufermarkt
Vom 29. Mai bis 1. Juni ist die Wasserwacht mit einem Aktionsstand beim Ufermarkt in Kochel vertreten. Infos online unter geja-event.de/termine/ufermarkt-an-der-seepromenade-direkt-am-wunderschoenen-kochelsee-2025/.
Eigener Sanitätsraum
Neu ist ein eigener Sanitätsraum in der Wachstation. Auch ein Aufenthaltsraum mit Blick über den gesamten See ist eingebaut worden. Zuvor mussten die Freiwilligen auch bei Regen draußen auf dem Steg Wache halten. Sogar eine eigene Toilette hat die Bootshütte, auch das gab es zuvor nicht. Rund 60 Jugendliche und 35 aktive Freiwillige für den Seedienst zählt die Kochler Wasserwacht.
Auf Spenden angewiesen
Vorsitzender Hubert Heimisch gibt Auskunft über die Investitionen: Für die Bootshütte muss die Wasserwacht weitere 30.000 Euro aufbringen, für die Rettungsstation weitere 70.000 Euro. Auch die Wasserwacht ist hierbei auf Spenden angewiesen. Bis jetzt war die Spendenbereitschaft aber „sehr sehr gut“ freut sich Heimisch über die große Unterstützung.
Vom 29. Mai bis 1. Juni ist die Wasserwacht mit einem Aktionsstand beim Ufermarkt in Kochel vertreten. Infos online unter geja-event.de/termine/ufermarkt-an-der-seepromenade-direkt-am-wunderschoenen-kochelsee-2025/.
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