Wegen Sanierung: Seeforum in Rottach-Egern monumental verpackt

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Gut verpackt und mit einem massiven Gerüst präsentiert sich derzeit das Seeforum in Rottach-Egern. Die Folie dient dem Wetterschutz. © Thomas Plettenberg

Wie ein Kunstwerk des Verpackungskünstlers Christo präsentiert sich derzeit das Seeforum in Rottach-Egern. Das Dach wurde für den Einbau einer neuen Lüftungstechnik geöffnet. Eine riesige Folie dient als Wetterschutz.

Rottach-Egern - Aktuell erinnert das Rottacher Seeforum an das Werk eines Verpackungskünstlers. „Als ob Christo unter uns weilen würde“, meinte Bürgermeister Christian Köck (CSU) im Gemeinderat. Tatsächlich handelt es sich um einen Wetterschutz für die Baustelle. Das Dach des Seeforums muss für den Einbau einer neuen Lüftungsanlage angehoben werden.

Massives Gerüst behindert Fußgänger und Radfahrer

„Das Gerüst ist schon sehr massiv“, weiß Köck. Das bringt angesichts der Lage direkt im Zentrum des Ortes Erschwernisse für Fußgänger und Radfahrer mit sich. Doch nach der jüngst erfolgten Öffnung des Dachs wäre das Gebäude ohne schützende Planen der Witterung ausgesetzt. Der Wetterschutz sei aber nur für kurze Zeit nötig, machte der Bürgermeister deutlich. Die Bauarbeiten schritten insgesamt gut voran.

Wetterschutz bleibt wohl bis Ende Juli

Gerade werde der neue Dachstuhl errichtet, berichtete Geschäftsleiter Gerhard Hofmann. Demnächst würden die Lüftungsgeräte installiert. Er gehe davon aus, dass der Wetterschutz Ende Juli entfernt werden könne, womit sich die monumentalen Ausmaße des Gerüsts wieder reduzieren.

Gemeinde investiert 1,6 Millionen Euro in Sanierung

Begonnen haben die Bauarbeiten im Mai. Um die Lüftung in dem Veranstaltungsgebäude auf Vordermann zu bringen, investiert die Gemeinde in eine 1,6 Millionen Euro teure Sanierung. Bis September sollen die Arbeiten abgeschlossen sein. „Ein wirklich ehrgeiziger Zeitplan“, merkte Köck an.

Die Maßnahme war überfällig. Der frühere Kur- und Kongresssaal ist zwar 2011 von Grund auf saniert worden, doch aus Kostengründen verzichtete man auf eine neue Lüftung, sodass die Technik noch aus dem Jahr 1983 stammt.

Kommunale Kurbetriebe verursachen 950.000 Euro Verlust

Bei der Gemeinderatssitzung ging es auch um den Jahresabschluss 2023 der kommunalen Kurbetriebe, zu denen das Seeforum und das Warmbad gehören. Laut Bericht des Kämmerers Martin Butz schließt die Bilanz mit 9,3 Millionen Euro. Der Jahresverlust beträgt 950.000 Euro und wird aus dem Haushalt der Gemeinde beglichen. Der Gemeinderat stimmte dem einmütig zu.

„Wir investieren viel Geld, eine knappe Million“, merkte CSU-Gemeinderätin Alexandra Wurmser an. Diese Summe sei aber mit Blick auf den Tourismus gut eingesetzt.

jm

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