„Starkes Angebot für alle Peitinger“: CSU stellt Gemeinderatsliste für Kommunalwahl auf

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Motiviert und bereit für den Wahlkampf zeigten sich die 24 Kandidaten der CSU für den Gemeinderat. In der Mitte mit Herz Bürgermeister Peter Ostenrieder. © Christophm Peters

24 Gemeinderatskandidaten schickt die Peitinger CSU für die Kommunalwahl 2026 ins Rennen. Ortsvorsitzender Stephan Walter sprach auf der Aufstellungsversammlung von einem „starken Angebot für alle Peitinger“.

Peiting – In die Zechenschenke hatte die CSU am Donnerstagabend zur Aufstellungsversammlung geladen. Und beim Blick auf den Kreis, der sich da zusammengefunden hatte, konnte sich Norbert Merk einen Seitenhieb nicht verkneifen. Anders als es bei anderen Gruppierungen der Fall gewesen sei, könne man alle 24 Kandidaten für die Gemeinderatsliste heute persönlich begrüßen, stellte der Ehren-Ortsvorsitzende zufrieden fest.

Für Merk eine wichtiger Fingerzeig, schließlich komme es im Wahlkampf auf jeden einzelnen an, machte er klar und hielt mit den Ambitionen nicht hinterm Berg. „Wir wollen das Feuer weitertragen und nicht die Asche.“

Seit der letzten Wahl 2020 wehe im Rathaus ein anderer Wind, sagte er mit Blick auf Bürgermeister Peter Ostenrieder. Was inhaltlich seitdem passiert sei, könne sich sehen lassen. Diese Arbeit wolle man im nächsten Gemeinderat fortsetzen. „Dafür braucht es eine schlagkräftige Truppe.“

Dass man diese gefunden habe, daran ließen weder er noch die anderen Redner an diesem Abend Zweifel aufkommen. Von einem „wahnsinnig guten Team“ sprach Fraktionschef Michael Deibler, der auf Platz 2 ebenso wieder kandidiert wie Merk (Platz 4), der dem Gremium bereits seit 2011 angehört. Auch der Ortsvorsitzende Stephan Walter, 2021 als Nachrücker in den Rat gerutscht, sparte nicht mit lobenden Worten. Man sei mit einer Mischung aus Selbständigen, Unternehmern, Beamten, Angestellten und Rentnern breit aufgestellt und in vielen Altersgruppen ausgewogen besetzt, sagte Walter, der auf Platz 5 diesmal auf den direkten Sprung ins Gremium hofft. Gleiches gilt für David Kammerer, der seit 2024 für die Christsozialen im Gemeinderat sitzt. Nicht mehr dabei sein wird Florian Deibler, der seinen Wohnsitz künftig in Hohenpeißenberg hat.

Eher mau schaut es mit nur fünf Frauen beim weiblichen Anteil auf der Liste aus. Bei der vergangenen Wahl waren es noch acht Kandidatinnen gewesen, von denen mit Claudia Immisch und Stefanie Wörnzhofer immerhin zwei den Sprung ins Gremium schafften. Während Immisch aus beruflichen Gründen nicht mehr antritt, findet sich Wörnzhofers Name überraschend auf Platz 24 wieder auf der Liste, nachdem sie wegen ihres Umzugs nach Oberhausen vorzeitig aus dem Gemeinderat ausgeschieden war. „Die Vereinbarung war, wenn die CSU mir hilft, eine Wohnung in Peiting zu finden, lasse ich mich wieder aufstellen. Das hat geklappt“, verriet sie.

„Blut geleckt“ hat nach eigenem Bekunden Tanja Rokitte, die 2020 zum ersten Mal für die CSU kandidierte und diesmal auf dem aussichtsreichen Listenplatz 3 antreten wird. Die Einzelhandelskauffrau engagiert sich für die Frauenunion und ist Beisitzerin im CSU-Ortsverein. Mit 30 Jahren deutlich der jüngste unter den ersten sieben Kandidaten, die in Blockwahl gewählt wurden, ist JU-Chef Dominik Kochanek.

Angeführt wird das Aufgebot der Christsozialen erwartungsgemäß von Bürgermeister Peter Ostenrieder. Mit einem Durchschnittsalter der Kandidaten von 48 Jahren sei man sehr nah dran an dem der Gemeinde, das bei 46 Jahren liege, rechnete er vor. Man habe damit die „jüngste Liste in Peiting“. Für die Grünen und die SPD stimmt der Vergleich schon einmal, freilich könnten ÖDP, BVP und die Unabhängigen Peitinger die Marke noch unterbieten.

So oder so: An seiner Motivation für die kommenden Wochen ließ der amtierende Rathauschef keinen Zweifel. „Ich freue mich narrisch auf den Wahlkampf.“ Sein Köcher mit Pfeilen und Ideen für Peiting sei voll.

Gutes Zeugnis für Ostenrieder

Die Gelegenheit zur Vorstellung nutzten viele Kandidaten, um Ostenrieder ein gutes Zeugnis für seine bisherige Arbeit auszustellen. Die „gute Kommunalpolitik“ vor Ort habe auch ihn bestärkt, sich aufstellen zu lassen, bekundete etwa Werner Hoyer. „Eine schlechte habe ich in Peißenberg schonmal mitgemacht“, so der Leiter der Gebietsverkehrswacht, der bis 2020 dem dortigen Gemeinderat angehörte.

Nach zweieinhalb Stunden und mehreren Sammelabstimmungen, bei denen das Los über die Platzierung einzelner Kandidaten entscheiden musste, war das Wahlprocedere der Peitinger CSU schließlich geschafft. Wer am Ende tatsächlich zu den Gewinnern zählt, wird sich am 8. März zeigen.

Die CSU-Kandidaten

1. Peter Ostenrieder (53), Bürgermeister
2. Michael Deibler (62), Nutzfahrzeugvertrieb
3. Tanja Rokitte (49), Kauffrau im Einzelhandel
4. Norbert Merk (63), Kreiskämmerer a. D.
5. Stephan Walter (56), sozialtherapeutischer Mitarbeiter
6. David Kammerer (56), selbständiger Veranstaltungstechniker
7. Dominik Kochanek (30), Industriemeister Metall
8. Mert Akkoyun (29), Polizeibeamter
9. Ulrike Vogel (47), Bankkauffrau
10. Yvonne Oechsle (29), medizinische Fachangestellte
11. Reinhold Rosenauer (49), Sozialversicherungsbetriebswirt
12. Thomas Miller (51), Vermessungstechniker
13. Erich Steiner (57), Spritzgusstechnologe
14. Steffi Dietl (47), Betriebsratsvorsitzende Krankenhaus GmbH
15. Mathias Frankl (41), Kraftfahrer
16. Werner Hoyer (62), Polizeibeamter a. D.
17. Frank Schauff (60), Apotheker
18. Alexander Strecker (33), Koch
19. Michael Preibsch (67), Physiotherapeut
20. Kim Borr (45), Soldat
21. Stefan Hecker (35), technischer Betriebswirt
22. Dirk Sauer (57), Leiter Qualitätszielführung
23. Max Scherz (38), Koch
24. Stefanie Wörnzhofer (39), Empfangsmitarbeiterin
Ersatz: Josef Ziegler (44), Diplom-Verwaltungswirt
(Altersangaben zum Zeitpunkt der Wahl 2026)