HR-Expertin erklärt: Diesen KI-Fehler sollten Sie bei Gehaltsverhandlungen niemals machen

In vielen Branchen hält Künstliche Intelligenz immer weiter Einzug am Arbeitsplatz. Und auch in Gehaltsverhandlungen stützen sich inzwischen viele Arbeitnehmer auf KI-Informationen. Warum das nicht immer sinnvoll ist, erklärt HR-Expertin Jessica Pillow in einem Artikel von "CNBC".

Laut eines "Payscale"-Berichts gaben 71 Prozent der HR-Verantwortlichen an, dass Mitarbeiter KI-Tools wie ChatGPT oder Gemini zur Vorbereitung auf Gehaltsgespräche nutzen. Theoretisch können die Tools eine Hilfe sein - in der Praxis setzen sie jedoch viele Beschäftigte laut Pillow falsch ein.

KI für Gehaltsverhandlungen: Diesen Fehler machen viele

Denn Arbeitnehmer betrachten die Informationen häufig als "absolute Wahrheit", auch wenn der Prompt (die eigens formulierte Frage an die KI) häufig zu ungenau gestellt ist. Gehälter sind bekanntermaßen abhängig von Faktoren wie Abschluss, Berufserfahrung, Unternehmen, Zeit in diesem Unternehmen oder Standort. Ohne die Berücksichtigung dieser Faktoren liefern KI-Ergebnisse oft unrealistische oder verzerrte Gehaltsspannen.

"Wenn die Frage nicht sehr spezifisch ist, erhalten Sie eine Antwort, die vielleicht nicht in der Realität verankert ist", sagt Jessica Pillow. "Es ist nicht die endgültige Antwort. Man muss noch seine Hausaufgaben machen."

Gehaltsverhandlungen
KI kann eine enorme Hilfe bei der Vorbereitung auf Gehaltsverhandlungen sein. (Symbolbild) Imago

Dennoch können Künstliche Intelligenzen wie ChatGPT eine Hilfe für Arbeitnehmer darstellen, besonders bei schüchternen Charakteren: "Sie können sich so vorbereiten, dass Sie nicht nervös sind und nachdenklich und informiert erscheinen". Entscheidend seien nur die richtigen Fragen.

Mit KI üben: Wie man im Gespräch mit dem Chef selbstbewusster auftritt

Jessica Pillow setzt nicht als einzige HR-Expertin auf den Einsatz von KI. Auch Melissa Stone erklärte gegenüber der "New York Post", dass sie ChatGPT für Gehaltsverhandlungen empfehle.

Sie schlägt vor, ChatGPT zu nutzen, um potenzielle Einwände des Vorgesetzten zu antizipieren. "Fragen Sie: 'Warum könnte mein Chef eine Gehaltserhöhung ablehnen?'". Das Tool generiere sofort mögliche Gründe, und man könne sich auf diese Antworten vorbereiten.

Melissas Top-Tipps für eine Gehaltserhöhung:

  • Eigenen Marktwert kennen
  • Arbeitswert dokumentieren
  • Timing planen
  • Sich mit KI auf Gegenargumente vorbereiten
  • Klug verhandeln
  • Positive Einstellung bewahren