US-Außenminister Rubio: Trump könnte Venezuela militärisch besetzen

US-Präsident Donald Trump hat den venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro festnehmen lassen. Der entführte Machthaber wurde am Samstagabend in ein New Yorker Gefängnis gebracht und sieht sich dort mit Anklagen wegen Drogenhandels und Zusammenarbeit mit als terroristisch eingestuften Banden konfrontiert. Maduro bestreitet die Vorwürfe. Trump erklärte, die USA würden Venezuela „vorübergehend führen“, bis eine Übergangsregierung etabliert sei.

Rubio spricht über Optionen

Außenminister Marco Rubio betonte am Sonntag, dass Trump alle Optionen offenhalte, auch eine militärische Besetzung Venezuelas. „Der Präsident hat das Recht, gegen akute Bedrohungen für die Vereinigten Staaten vorzugehen“, sagte Rubio in der Sendung „Face the Nation“. Trump selbst hatte erklärt, er sei „nicht davor zurückzuschrecken“, US-Truppen nach Venezuela zu entsenden.

Rubio erklärte weiter, dass derzeit eine Öl-Blockade gegen Venezuela bestehe, die den Druck auf das Regime erhöhen solle. Die Blockade ermögliche es den USA, sanktionierte Öltransporte zu beschlagnahmen und so die Einnahmequellen des Regimes zu unterbinden. „Das Geld aus dem Öl kommt nicht bei den Menschen an, sondern wird von der Elite gestohlen“, sagte Rubio laut „CBS“.

US-Marine überwacht Region

Die US-Marine ist bereits in der Region aktiv und hat mehr als 30 Schiffe beschlagnahmt, darunter auch solche, die für den Drogenhandel genutzt wurden. Rubio erklärte, dass diese Maßnahmen fortgesetzt würden, um das Regime weiter zu schwächen. Er bezeichnete Venezuelas Ölindustrie als „rückständig“ und betonte, dass die Kontrolle über den Ölhandel entscheidend sei, um Veränderungen im Land herbeizuführen. 

USA beschlagnahmen Tanker
USA beschlagnahmen Tanker X/Attorney General Pamela Bondi

Keine schnellen Wahlen

Rubio wies Forderungen nach sofortigen Neuwahlen in Venezuela zurück. „Es ist absurd zu erwarten, dass 24 Stunden nach der Festnahme von Nicolás Maduro eine Wahl angesetzt wird“, sagte er und erinnerte daran, dass ein Übergang Zeit brauche. Nur so könne man das Land grundlegend verändern.

Rubio betonte zudem, dass die USA nicht nur das Regime bekämpften, sondern auch die Probleme, die von Venezuela ausgingen. Dazu zählten Drogenhandel, kriminelle Banden und die Zusammenarbeit mit dem Iran und der Hisbollah. Rubio sagte, dass Venezuela eine direkte Bedrohung für die nationale Sicherheit der USA darstelle.

Ziel ist Kontrolle über Venezuela

Trump wolle verhindern, dass Venezuela weiterhin als Basis für internationale Bedrohungen diene. Rubio erklärte laut „CBS“: „Im 21. Jahrhundert wird es unter der Trump-Regierung kein Land wie Venezuela geben, das als Drehscheibe für Iran, Hisbollah und andere gefährliche Akteure fungiert.“