Landwirt Bockmaier plant in Grasbrunn eine Agri-PV-Anlage entlang der Möschenfelder Straße. Drunter baut er Kartoffeln und Getreide an.
Grasbrunn – Landwirt Georg Bockmaier ist unter anderem bekannt für seine Blühwiesen für Insekten, auch Bürgermeister Klaus Korneder (SPD) ist regelmäßig im Rahmen seiner Aktion „Ein Ferientag mit dem Bürgermeister“ mit Kindern bei ihm. Nun plant Bockmeier entlang der Möschenfelder Straße eine Agri-PV-Anlage, unter der er weiterhin Getreide und Kartoffeln anbauen möchte.
Acker vermietet an das Pöckinger Unternehmen „feld.energy gmbh
Bockmaier hat dafür seinen Acker vermietet an das Pöckinger Unternehmen „feld.energy gmbh“. Dieses plant ab Herbst vier Reihen Agri-Photovoltaik-Anlagen zu errichten. Drei der vier Reihen sollen jeweils 305 Meter lang werden, eine Reihe 60 Meter lang. Geplant sind 1610 Module mit jeweils 620 Watt, jedes Modul ist 2,40 auf 1,10 Meter groß. Damit können laut Carolin Renner von feld.energy rund 1 Megawatt (Peak) an Strom erzeugt werden, was nach einer Faustformel für gut 260 Haushalte ausreichen würde.
Module werden in 4,90 Meter Höhe bei einem Winkel von maximal 60 Grad aufgehängt
Die PV-Anlage soll sowohl der dezentralen Stromerzeugung dienen, als auch weiterhin die Nutzung der landwirtschaftlichen Flächen ermöglichen. Die Module werden dazu in einer Höhe von 4,90 Meter bei einem Winkel von maximal 60 Grad aufgehängt. Durch die vier Reihen wird eine Fläche von 2379 Quadratmeter überdeckt, eine Versickerung von Niederschlagswasser kann durch die Schräglage der Module weiterhin stattfinden.
Weiterhin Getreide- und Kartoffelanbau möglich
„Da die Module fast senkrecht stehen, werde ich dort weiterhin Getreide und Kartoffeln anbauen, mit meinen Maschinen komme ich problemlos durch“, sagt Landwirt Bockmaier. Durch den Schattenwurf werden die unter den PV-Modulen angebaute Ackerfrüchte vor Austrocknung durch Sonneneinstrahlung geschützt, wodurch sich ein funktionaler Zusammenhang ergibt. Auf dem Grundstück mit der Hofstelle befindet sich aktuell keine weitere Agri-PVAnlage, auf dem Dach der Hofstelle hat Bockmeier bereits PV-Module verbaut.
Ladepark für E-Fahrzeuge
Laut Renner von feld.enery wird der erzeugte Strom fast komplett ins öffentliche Netz eingespeist. „Neben meine Halle wird auch der notwendige Wechselrichter sowie ein Stromspeicher mit einer Nickel-Mangan-Cobalt Zelltechnologie gebaut. Wenn möglich, wollen wir da auch einen Ladepark für E-Fahrzeuge errichten“, sagt Bockmaier.
Inbetriebnahme soll im Frühjahr 2026 sein
Da der Bau- und Umweltausschuss den Antrag einstimmig genehmigte, will feld.energy so rasch wie möglich mit dem Bau beginnen. Carolin Renner rechnet mit einem Zeitraum von drei bis sechs Monaten bis zum ersten Spatenstich, Fertigstellung und Inbetriebnahme soll dann im Frühjahr 2026 sein.