Ex-1860-Vize wehrt sich gegen Ismaiks Vorwürfe – neue Details zu angeblichem Käufer enthüllt

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Seit Freitag wird viel spekuliert, warum Hasan Ismaik seine Anteile doch nicht verkauft hat. Der News-Ticker zum Investoren-Wirbel.

Update vom 21. Juli, 14:30 Uhr: Müssen die Löwen-Fans Hasan Ismaik nach dessen Rolle rückwärts sogar dankbar sein? Das zumindest vermuten die Kollegen von der Abendzeitung. Demnach hätten intensive Nachforschungen „höchstbedenkliche Erkenntnisse“ zu Tage gefördert. Matthias Thoma sei der deutschen Justiz bekannt. Im Jahr 2021 erging offenbar sogar ein rechtskräftiger Strafbefehl gegen den verhinderten Investor. Weiter wird berichtet, Thoma habe Ismaik „an die 60 Millionen Euro“ für dessen Anteile geboten.

„Ich dementiere mit aller Deutlichkeit, dass ich irgendetwas mit der Auswahl oder Prüfung des Käufers zu tun hatte.“

Update vom 21. Juli, 13:00 Uhr: Während Ex-Oberlöwe Reisinger sich nicht zum geplatzten Verkauf äußern will, hat Karl-Christian Bay in der Süddeutschen Zeitung Stellung bezogen. „Ich dementiere mit aller Deutlichkeit, dass ich irgendetwas mit der Auswahl oder Prüfung des Käufers zu tun hatte“, wird der 55-Jährige zitiert. „Weder habe ich den Käufer ermittelt, vorgeschlagen oder mich an der Auswahlentscheidung beteiligt. Noch habe ich den Compliance Check oder den Proof of fund durchgeführt.“

Karl-Christian Bay (r.) setzt sich nach dem gescheiterten Verkauf von Hasan Ismaiks Anteilen gegen dessen Vorwürfe zur Wehr.
Karl-Christian Bay (r.) setzt sich nach dem gescheiterten Verkauf von Hasan Ismaiks Anteilen gegen dessen Vorwürfe zur Wehr. © IMAGO/Frank Hoermann/SVEN SIMON

Er habe sich in der Woche nach der Pressemitteilung vom 5. Juli „unwohl“ gefühlt, als das vorgesehene Zeitfenster zur Präsentation des Ismaik-Nachfolgers nicht eingehalten wurde. „Ich entziehe mich sicherlich keiner Verantwortung, aber ich übernehme keine Verantwortung für Dinge, die ich nicht gemacht habe. Die Verantwortung liegt und verbleibt insoweit beim Verkäufer und seinen Beratern“, schießt er gegen die Vorwürfe des Jordaniers zurück.

Löwen-Präsident Gernot Mang hofft auf eine Basis in Gesprächen mit Investor Hasan Ismaik

Update vom 21. Juli, 12:30 Uhr: Gernot Mang setzte am Sonntag beim Fanfest an der Grünwalder Straße auf Pragmatismus. „Unser Mitgesellschafter ist nicht gegangen, für uns im neuen Präsidium hat sich daher nichts geändert“, sagte der neue Präsident der Löwen im Gespräch mit Münchner Merkur und tz. „Wichtig ist, dass die Blickrichtung jetzt nach vorne geht. Wir haben eine hungrige Mannschaft, die heiß ist und willig.“

Am Freitag, nachdem die Bombe geplatzt war, habe es einen ersten telefonischen Austausch gegeben. Bald soll ein persönliches Treffen folgen, um wichtige Themen zu besprechen. „Standort Giesing, Bau der Turnhalle – unser Programm steht. Und wenn die Aussagen stimmen, die Hasan Ismaik gemacht hat: Lass uns über die Sporthalle sprechen, lass uns über das Stadion sprechen – dann haben wir eine Basis“, glaubt das neue Oberhaupt der Löwen.

Ismaik beklagt mangelnde Wertschätzung auf Mitgliederversammlung von 1860 München

Erstmeldung vom 21. Juli, 12:00 Uhr:
München – Am vergangenen Freitagnachmittag platzte der Traum vieler Fans von 1860 München. Der am 5. Juli angekündigte Verkauf von Hasan Ismaiks Anteilen an eine Schweizer Familienholding war geplatzt. Der umstrittene Investor verkündete auf seinen Social-Media-Kanälen, dass er den Prozess gestoppt habe.

„Nachdem ich mich intensiv mit der aktuellen Situation beschäftigt habe, musste ich feststellen: Ein Rückzug meinerseits würde dem TSV 1860 nicht helfen – im Gegenteil“, schrieb der 47-Jährige. Ex-Präsident Robert Reisinger und sein ehemaliger Stellvertreter Karl-Christian Bay hätten die Anhänger des Traditionsklubs aus Giesing getäuscht, „um sich selbst als Retter zu inszenieren“. Dies habe mit „ehrlicher Vereinsführung“ nichts zu tun, wetterte der Geldgeber weiter.

1860-Investor beklagt fehlenden „Respekt gegenüber unerschütterlicher Unterstützung“

Am Sonntag legte Ismaik dann noch einmal nach. „Das, was geschehen ist, ist die Folge einer übereilten und unnötigen Bekanntmachung des Verkaufs. Sie hat beim Klub große Verwirrung ausgelöst und alle Beteiligten in eine unangenehme Lage gebracht“, glaubt der Investor, dem auch die Handhabe bei der Mitgliederversammlung des e.V. gegen den Strich ging. Einzelne Redner hätten sich „in einer Weise geäußert, die den Respekt gegenüber 14 Jahren unerschütterlicher Unterstützung meinerseits für 1860 vermissen lässt“.

Alle Entwicklungen bis zum 20. Juli lesen Sie hier.

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Информация на этой странице взята из источника: https://www.merkur.de/sport/tsv-1860/hat-ismaik-mit-geplatzem-deal-1860-vor-schlimmerem-bewahrt-zr-93844695.html