Militärexpertin enthüllt: So überlistet Putin Trump mit einer alten Sowjet-Taktik

Die Verhandlungen zur Beendigung des Krieges in der Ukraine stecken fest. Das Weiße Haus hat dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj laut "Daily Mail" ein Ultimatum gestellt: Bis Weihnachten soll ein Friedensabkommen unterzeichnet werden. 

In einem Interview forderte er Selenskyj auf, "mitzuspielen", da Russland "die Oberhand" habe. Doch dem "Telegraph" zufolge wird Wladimir Putin Trumps Plan nicht akzeptieren – gerade weil Russland derzeit im Vorteil ist. 

Kreml sieht sich im Vorteil

Laut der Militärexpertin Rebekah Koffler glaubt Putin, dass Russland über genügend Ressourcen verfügt, um einen langwierigen Krieg zu führen. Mit rund 1,32 Millionen aktiven Soldaten, einer geplanten Erhöhung ihrer Stärke auf 1,5 Millionen Mann und einer expandierenden Rüstungsindustrie sieht sich Moskau in einer starken Position.

Gleichzeitig leidet die Ukraine unter einem Mangel an Personal und Material. Zudem misstraut Putin Trump, da dieser mehrfach seine Positionen geändert hat. Der "Telegraph" betont, dass Putin die US-Politik langfristig betrachtet und davon ausgeht, dass nach Trump wieder eine härtere Linie gegenüber Russland verfolgt wird.

Russlands Präsident Wladimir Putin.
Russlands Präsident Wladimir Putin. picture alliance / TASS | Alexander Shcherbak

Putins Strategie: Spaltung und Manipulation 

Putin setzt auf eine Kombination aus (teilweise vorgespielter) militärischer Stärke und psychologischer Manipulation. Laut Rebekah Koffler nutzt er gezielt "reflexive Kontrolle", eine sowjetische Taktik, um die Wahrnehmung seiner Gegner zu beeinflussen. 

Durch absichtlich vage Aussagen wie "Trumps Plan könnte die Grundlage für zukünftige Vereinbarungen bilden" lässt er Trump glauben, Fortschritte zu erzielen. Gleichzeitig intensiviert Russland seine Angriffe auf die Ukraine und stärkt seine militärische Position.

US-Beziehungen mit Europa sollen geschwächt werden

Zudem versucht Putin, die Beziehungen zwischen den USA und Europa zu schwächen, indem er Selenskyj und die Europäer als Schuldige darstellt. Die neue Europa-feindliche US-Sicherheitsstrategie zeigt den Erfolg auch dieser Taktik.

Putins Ziel bleibt laut "Telegraph" klar: Er will die Ukraine und den Westen zermürben, bis sie seine Bedingungen akzeptieren. Bis dahin wird er weiterhin auf Zeit spielen und seine Gegner manipulieren.