Wer im Zentrum von Koblenz parkt, muss als Anwohner künftig tiefer in die Tasche greifen. Die Gebühren richten sich nun nach den Maßen des Fahrzeugs.
Koblenz – In der rheinland-pfälzischen Stadt Koblenz steigen ab dem 1. März die Parkgebühren für Anwohner. Abhängig ist die Erhöhung von der Größe der Autos, wie die Stadt mitteilte. Die Entscheidung folgt dem Beispiel von Paris, wo die Parkgebühren für schwere Geländewagen zuletzt ebenfalls angehoben wurden – doch es gibt auch Unterschiede zur französischen Regelung.
Koblenz hebt Parkgebühren für Anwohner an: So viel kostet es künftig in der Innenstadt zu parken
Ab März 2024 richtet sich die in Koblenz erhobene Parkgebühr für Anwohner und Anwohnerinnen nach der genutzten Straßenfläche. Demnach liegt der Jahresgrundbetrag bei 23,40 Euro. Dieser muss dann mit der Länge und Breite des Fahrzeugs in Metern multipliziert werden. Als Grundlage gilt laut der Stadtverwaltung Koblenz der Fahrzeugschein, ohne Berücksichtigung von Anbauten wie Spoilern, Außenspiegeln oder Fahrradträgern, wie es in einer Mitteilung Anfang Februar hieß. Bislang waren für Anwohner und Anwohnerinnen pro Jahr lediglich 30,70 Euro angefallen.
So koste Anwohnerparken für einen Smart „fortwo“ für ein Jahr künftig 104,87 Euro und damit weniger als neun Euro pro Monat. „Für einen VW Tiguan fallen unterdessen 196,23 Euro pro Jahr an“, rechnet die Stadt in ihrer Mitteilung vor. Grundsätzlich gibt es ab 1. März eine Mindestgebühr in Höhe von 100 Euro. Bei der Ausgestaltung habe die Stadtverwaltung Koblenz unter anderem eine Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts in Leipzig gegen die Stadt Freiburg aus dem Juni 2023 berücksichtigt. Deshalb lege man in Koblenz nunmehr die tatsächlichen Abmessungen der Fahrzeuge für die Berechnung zugrunde, hieß es.
Paris erhöht Parkgebühren für Besucher, Koblenz für Anwohner
In Paris kostet eine Stunde Parken im Zentrum für schwere SUV und andere gewichtige Karossen von September an für eine Stunde 18 Euro, für sechs Stunden gar 225 Euro. Bei einem Bürgerentscheid Anfang Februar billigte eine Mehrheit der Teilnehmenden den Plan der Stadt zur Verdreifachung der Parktarife für schwere Autos. Bürgermeisterin Anne Hidalgo holte sich somit Rückendeckung für einen weiteren Schritt der Verkehrswende, die sie seit Jahren auch gegen Widerstände vorantreibt. Doch wie wäre eine solche Befragung wohl in Deutschland ausgefallen?
Die Deutschen haben generell ein besonderes Verhältnis zu ihren Autos, was sich auch in der emotional geführten Debatte über ein Autobahn-Tempolimit zeigt. Eine Maßnahme, die in anderen Ländern üblich ist und Energie spart, sowie die Umwelt schützt. Doch die Parole „Freie Fahrt für Freie Bürger“ des ADAC aus den 70ern hat noch heute Bestand: Viele Menschen hierzulande sehen schnelles Autofahren als Symbol individueller Freiheit.
Gleiches gilt offenbar auch für die Autowahl. Man solle „Menschen nicht über die Parkgebühren vorschreiben, welches Auto sie fahren dürfen“, kommentierte André Berghegger vom Städte- und Gemeindebund. Jedenfalls gibt es in Koblenz einen entscheidenden Unterschied zu Frankreich: Hier erhöhte die Stadt die Gebühren für Anwohner, nicht für Besucher.
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