Auf dem Campus Weihenstephan finden heuer erstmals die Freisinger Gartentage statt. Bei Organisator Robert Sulzberger macht sich Vorfreude, aber auch Wetterbangen breit.
Freising – Der Name ist genauso neu wie der Standort und die Leitung: Am kommenden Wochenende, 10. und 11. Mai, finden auf dem Campus Weihenstephan in Freising erstmals die „Gartentage Freising-Weihenstephan“ statt. Kurz vor dem Start verrät Organisator Robert Sulzberger im Interview, was die Gäste erwartet, wie es ihm mit Blick auf den Wetterbericht geht, und warum er eine Aussage gegenüber dem FT kurz bereut hat.
Herr Sulzberger, in drei Tagen geht‘s los. Wo müssen Sie noch letzte Hand anlegen?
Im Grunde läuft alles gut. Freilich kommt’s jetzt drauf an, dass alle neuen Rädchen ineinandergreifen – dass alle Lieferungen klappen, dass jeder im neu zusammengestellten Team weiß, was zu tun ist, und entsprechend eingestimmt wird.
Die Aussteller-Akquise ist sicher längst abgeschlossen. Haben Sie die 100 erreicht, die Sie sich zum Ziel gesetzt hatten?
Ja! Zuerst hab ich damit gehadert, dass ich öffentlich diese doch – unter den heutigen Bedingungen – recht anspruchsvolle Zahl genannt habe. Aber wir haben es geschafft, und zwar, ohne unsere Ansprüche an die Qualität und eine Mindestnähe zu unseren Kernthemen aufzugeben. Davon sind über 30 echte Gärtner.
Abgesehen vom neuen Standort, dem neuen Namen und den neuen Betreibern: Auf welche Neuheiten können sich die Besucherinnen und Besucher noch freuen?
Neu ist zum Beispiel das von den Hochschulen getragene Informationsprogramm, das unter anderem in die Weihenstephaner Gärten führt. Die Arbeitsgruppe Pflanzenschutz der Hochschule Weihenstephan-Triesdorf bietet Beratungsstunden beim „Pflanzendoktor“. Neu sind auch gezielte Angebote für Kinder an den Nachmittagen, zum Beispiel die Herstellung von Kräutersalzen oder eine gesicherte Kletteraktion von einem Baumpflege-Team.
Welches Programm erwartet die Gäste?
Zur Eröffnung am Samstag ab 10 Uhr erwarten wir Vertreter der beiden Hochschulen, Oberbürgermeister Tobias Eschenbacher und das Freisinger Alphorntrio. Die Moderation übernimmt die Fernsehgärtnerin Sabrina Nitsche, bekannt aus der Sendung „Querbeet“. Zu den musikalischen Highlights zählen die Weltmusik-Truppe Pitu Pati um die BR-Musikmoderatorin Traudi Siferlinger sowie der Saxofonist Uli Wunner mit dem Gitarristen John Brunton, die jazzige und brasilianische Melodien mitbringen. Auch die March Brothers aus Nürnberg sind zu Gast mit mal sentimentalen, mal rockigen Evergreens. Die Sonntagsmatinée bestreitet die A-Cappella-Formation Maulhelden.
Es klingt, als wäre alles gut vorbereitet. Nur eine Sache können Sie nicht beeinflussen: das Wetter. Zittern Sie deshalb?
Wie alle ja spätestens beim Uferlos mitgekriegt haben, ist das Wetter ein entscheidender Faktor für wirtschaftlichen Erfolg oder Misserfolg. Aber zittern wäre übertrieben. Nachdem mich sehr viele darauf ansprechen, habe ich es mir eigentlich abgewöhnt, wie das Kaninchen auf die Wettervorhersage-Schlange zu starren. Es kommt, wie es kommt. Aber angesichts dieser Frage habe ich Anfang der Woche doch einen Blick auf die Prognosen geworfen, die ja inzwischen in den absehbaren Zeitbereich kommen. Und was soll ich sagen: Momentan sieht es sehr gut aus. Trocken, aber auch nicht Badewetter. Das wären ideale Voraussetzungen für einen Gartentage-Besuch.