Neuer Polizei-Vize-Chef in Tölz: „Menschen mit Respekt begegnen“

  1. Startseite
  2. Lokales
  3. Bad Tölz
  4. Bad Tölz

Kommentare

Thomas Wackerle ist der neue stellvertretende Inspektionsleiter bei der Polizei Bad Tölz. © Arndt Pröhl

Thomas Wackerle aus Mittenwald tritt die Nachfolge von Andreas Rohrhofer in der Tölzer Polizeiinspektion an. Seine Hauptaufgabe sieht er darin, für die Bürger da zu sein.

Bad Tölz – Thomas Wackerle hat in den vergangenen Jahren viele Stationen durchlaufen. Das ist üblich, wenn man sich im Polizeidienst für die dritte Qualifikationsebene entscheidet. Gehobener Dienst hieß das früher. „Es waren viele schöne Eindrücke dabei. Und man lernt sehr viele, größtenteils nette Menschen kennen“, sagt Wackerle rückblickend. Seine derzeitige Position soll nun aber eine dauerhaftere sein. Seit 1. Februar ist er fest als stellvertretender Leiter der Tölzer Polizeiinspektion bestellt. Damit folgt er Andreas Rohrhofer nach, der im Herbst zur Kripo nach Weilheim wechselte (wir berichteten).

Gut in neuem Job angekommen

Seine ersten Erfahrungen hat Wackerle in Bad Tölz schon gesammelt. Seit Anfang Oktober ist er bereits in der Inspektion auf der Flinthöhe, bislang allerdings nur „übergangsweise“. Den Einstieg empfand er als sehr positiv. „Ich bin gut angekommen und auch sehr gut aufgenommen worden.“ Der Empfang sei „sehr herzlich“ gewesen, sagt der 42-Jährige. „Es gibt hier ein super Betriebsklima und guten Teamgeist.“ Er habe bislang aber eigentlich nie Probleme gehabt, sich in neue Positionen einzufinden. „Es ist wichtig, dass man den Menschen Respekt entgegenbringt.“

Hoffnung auf neue Impulse

Der Tölzer Polizeichef Johannes Kufner ist froh, dass die Stellvertretung nun wieder besetzt ist. „Ich bin erleichtert, dass wir den richtigen Mann an der richtigen Stelle haben“, sagt er. Wackerle sei „ein besonnener Kollege“, der sich „schon auf vielen Führungspositionen ausprobieren konnte“. Er erhoffe sich einige neue Impulse für die Inspektion. „Es ist wichtig, auch mal mit einem frischen, unverstellten Blick auf alles zu schauen“, sagt Kufner.

Wackerle stammt eigentlich aus Mittenwald, wohnt aber schon seit Längerem mit seiner Lebensgefährtin in Ohlstadt. In seiner Freizeit engagiert er sich für den Tennisclub Mittenwald. „Ich bin seit 25 Jahren als Jugendtrainer aktiv“, erzählt er. Daneben geht er gerne wandern und spielt Eishockey – „aber nur hobbymäßig“, sagt er und lacht.

Präsenz für den Bürger ist A und O

Die Liste der Einsatzgebiete nach Ausbildung und Studium ist lang. Nach Stationen in der Polizeiinspektion in Garmisch-Partenkirchen und im Präsidium in Rosenheim gehörte Wackerle der örtlichen G7-Planungsgruppe an. Weiter ging es zur Kripo nach Weilheim, wo er sich um Eigentums- und Vermögensdelikte kümmerte. Im November 2024 fing er als stellvertretender Inspektionsleiter in Wolfratshausen an, wechselte dann auf dieselbe Position nach Penzberg. In Murnau absolvierte er ein halbes Jahr in verantwortlicher Stellung bei den zentralen Einsatzdiensten und ein weiteres halbes Jahr als stellvertretender Inspektionsleiter in Murnau.

Sein neuer Job beinhaltet natürlich viele administrative Aufgaben. „Manchmal“, sagt er, „muss man sich aber auch noch die Zeit nehmen, um rauszufahren.“ Strafverfolgung sei natürlich wichtig, aber präsent und „für den Bürger da zu sein, Service für den Bürger zu leisten“ – das sieht er als wichtigste Aufgaben der Polizei. „Deshalb“, sagt Wackerle, „ziehe ich für mich persönlich die Schutzpolizei der Kripo vor.“