2021 beendete Angela Merkel ihre politische Karriere. Jetzt wird um ein neues Top-Amt spekuliert. Was halten Sie von einem Comeback? Reden Sie mit!
Berlin – Wird Ex-Kanzlerin Angela Merkel schon bald wieder in der Politik zu sehen sein? Die ehemalige Kanzlerin, die Deutschland 16 Jahre lang regierte, hatte ihrer politischen Laufbahn 2021 ein Ende gesetzt. Doch nun machen Spekulationen die Runde: Demnach könnte sie bald wieder politisch aktiv werden. Und zwar nicht mit irgendeinem Posten, sondern gleich mit dem höchsten Amt in Deutschland, dem Posten der Bundespräsidentin. Doch will sie das überhaupt? Die Altkanzlerin hat bereits auf die Gerüchte reagiert.
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Merkel-Comeback als Bundestagspräsidentin? Bericht sorgt für brisante Spekulationen
Grundlage der Spekulationen ist dabei ein Bericht der Bild-Zeitung, die sich auf Gerüchte in CDU-Kreisen stützt. Diese brisanten Gerüchte besagen demnach, dass Ex-Kanzlerin Merkel mit einer Kandidatur als Bundestagspräsidentin ihr politisches Comeback machen könnte. An dem Szenario gemäß der Spekulationen spielen auch die Grünen eine entscheidende Rolle.
Kreise um Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) fürchten sich offenbar um folgende Entwicklung: Da Merkel bei Grünen-Wählern weiterhin hohe Beliebtheit genießt, könnte die Partei sie als Kandidatin vorschlagen. Wegweisend könnte hier wohl Baden-Württembergs Spitzenkandidat Cem Özdemir sein. Das würde Merz in eine schwierige Lage rücken. Einerseits könnte er nur schwer einer Kandidatin aus den eigenen Reihen widersprechen. Andererseits wäre dies aber gegen seinen Willen.
Denn immerhin verbindet die beiden Christdemokraten nicht gerade ein gutes Verhältnis: Die gemeinsame politische Karriere von Merkel und Merz war von Rivalität geprägt. Der entscheidende Höhepunkt kam im Jahr 2002 nach der knappen Bundestagswahl, bei der Edmund Stoiber (CSU) dem SPD-Kandidaten und damaligen Bundeskanzler Gerhard Schröder unterlag. Merkel entmachtete Merz, der seinen Fraktionsvorsitz räumen musste.
Gerüchte um Merkel-Comeback: Altkanzlerin dementiert Spekulationen
Altbundeskanzlerin Angela Merkel hat indes die Spekulationen über eine Kandidatur mit einem blitzschnellen Dementi zurückgewiesen. „Das ist abwegig“, antwortete eine Sprecherin aus dem Büro der ehemaligen Bundeskanzlerin auf eine Anfrage des Tagesspiegel. Auch die Grünen äußerten sich inzwischen. „Da ist nichts dran“, sagte Fraktionschefin Britta Haßelmann der Rheinischen Post. Weiter hieß es: „Zur Bundespräsidentenwahl ist bei uns zum jetzigen Zeitpunkt weder etwas besprochen noch entschieden.“
Laut dem Bericht der Bild will der CDU-Kreis um Merz jedenfalls jetzt schon präventiv handeln, obwohl die Wahl erst für Februar 2027 angesetzt ist. Demnach wird überlegt, schon in den kommenden Wochen einen Kandidaten zu nominieren. Zwei Personen liegen dabei besonders im Fokus: Bildungsministerin Karin Prien und der Bundestagspräsidentin Julia Klöckner. Bei der Letzteren ist das Problem jedoch ihre Nähe zu Merz. Klöckner würde daher wohl nur schwer die Unterstützung der SPD und Grünen bekommen.
Die Altkanzlerin Merkel absolviert währenddessen tatsächlich viele öffentliche Termine. In der CDU-Führung und besonders bei Kanzler Merz dürfte das für Unruhe sorgen. Die jüngste brisante Nachricht: Merkel will am CDU-Bundesparteitag ab 20. Februar teilnehmen. Zuletzt war sie 2019 dabei gewesen. Dass sie nun nach mehreren Jahren erneut dort auftritt, ist auf jeden Fall ein kräftiges Zeichen.
Jetzt ist Ihre Meinung gefragt als Leserin und Leser gefragt: Lassen Sie unten in unserer Kommentarspalte gerne Ihre Meinung zu den Spekulationen und jüngsten Entwicklungen um Altkanzlerin Merkel da. Wird und sollte die Ex-Kanzlerin ihr politisches Comeback feiern? Oder weiterhin im politischen Ruhestand bleiben? (Quellen: Bild, dpa, Tagesspiegel, Rheinische Post) (bb)