Deutschland friert ein: Wetterdienst warnt vor Sturmtief Elli

Rund um Hamburg droht das Verkehrschaos – halber Meter Schnee

6.41 Uhr: Der Schneefall zieht von Westen in der Nacht auf eine Linie von Hamburg über Berlin bis Dresden. Schon in der Nacht ist mit unwetterartigem Schneefall in den Mittelgebirgen zu rechnen. Dazu kommt der Wind. Am Freitagmorgen schneit es sich dann ein, von Hamburg bis Berlin.

Es fallen bis zu 30 Zentimeter Neuschnee. Gleichzeitig stürmt es im Norden. Es kommt zu Schneeverwehungen. Die Schneemengen könnten sich bis zu einem halben Meter auftürmen. Rund um Hamburg droht ein Verkehrschaos, auch auf den Autobahnen. Es ist möglich, dass es auf der Straße einschneit. Der Starkschneefall lässt am Freitagabend langsam nach, ebenso der Wind.

Sowohl die Lüneburger Heide als auch das westliche Mecklenburg sind besonders stark betroffen.

Wegen Sturmtief Elli – auf Föhr und Amrum fällt die Schule aus

6.39 Uhr: Wegen des Winterwetters fällt auf den nordfriesischen Inseln Amrum und Föhr heute die Schule aus. Aufgrund der aktuellen Wetterlage sei der Linienbusverkehr auf Föhr und Amrum eingestellt, teilte das Amt Föhr-Amrum mit. Da die besonderen Witterungsverhältnisse keinen gesicherten Schulweg für die Schülerinnen und Schüler zulassen, fällt der Unterricht daher an der Eilun Feer Skuul (EFS) in Wyk ganztägig aus. 

An der Rüm-Hart-Schule in Wyk, an der Grundschule Föhr-Land und an der Öömrang Skuul auf Amrum findet der Unterricht ebenfalls nicht statt. An diesen Schulen wird jedoch eine Notbetreuung geboten.

Ob die Kinder und Jugendlichen am Freitag wieder zur Schule müssen, steht noch nicht fest. Sobald Entscheidungen getroffen worden seien, werde das Amt Föhr-Amrum darüber berichten, heißt es.

Wegen des Winterwetters fällt auf Föhr und Amrum heute die Schule aus. (Archivbild)
Wegen des Winterwetters fällt auf Föhr und Amrum heute die Schule aus. (Archivbild) Carsten Rehder/dpa

Startschuss für Sturmtief Elli – erstes Blitzeis droht

6.24 Uhr: Aus Westen schickt Sturmtief Elli nicht nur Schneefall in den Süden, sondern auch milde Luft und Regen. Da sich aber am Boden örtlich noch Kaltluft halten kann, droht bereits am Donnerstagnachmittag das erste Blitzeis bzw. Glatteis. Besonders in Tälern, Senken und Muldenlagen kann es zu spiegelglatten Straßen kommen.

In der zweiten Nachthälfte wird das Glatteis noch einmal zunehmen. Während im Westen der Wind die Luft gut durchmischt, kann es im Süden und vor allem im Südosten extrem glatt werden, weil sich hier die Kaltluft deutlich länger hält. Im Berufsverkehr am Freitagmorgen ist mit starken Behinderungen zu rechnen.  

20 Zentimeter Neuschnee im Osten – Eisregen im Westen

"Im Streifen von der Nordsee bis in den Osten hinein können verbreitet um die zehn oder regional bis zu zwanzig Zentimeter Neuschnee zusammenkommen", sagte Adrian Leyser Sturm vom DWD. Dabei kann der kräftige Wind die lockere Schneedecke verwehen und zu größeren Behinderungen auf Straßen und Wegen führen. Ähnliche Schneemengen seien in den Mittelgebirgen möglich. 

Milder ist es dagegen im Süden und Westen. Dort bringt ein stürmischer Wind vorübergehend milde Atlantikluft, sodass die Niederschläge mitunter bis in höhere Lagen in Regen übergehen und zu Tauwetter führen. Der DWD warnt dort vor gefrierendem Regen und Glatteis. Die Höchsttemperaturen liegen am Freitag zwischen minus 6 Grad an der Oder und bis plus 8 Grad am Oberrhein.

Ab dem Abend gibt es am 8. Januar heftigere Schneefälle und Eisreigen.
Ab dem Abend gibt es am 8. Januar heftigere Schneefälle und Eisreigen. @twc

Viel Schnee und glatte Straßen sorgen für Unfälle in der Pfalz – 5 Verletzte

Donnerstag, 8. Januar, 6.13 Uhr: Bei drei witterungsbedingten Unfällen im Kreis Bernkastel-Wittlich in Rheinland-Pfalz sind fünf Menschen leicht verletzt worden. Grund für die Unfälle waren starker Schneefall und Glätte, wie die Polizei mitteilte. 

Auf einer Kreisstraße bei Gornhausen kamen demnach zwei Autos unabhängig voneinander wegen des starken Schneefalls an derselben Stelle von der Fahrbahn ab. Die Autos der 22 und 38 Jahre alten Fahrer stießen den Angaben zufolge zusammen und konnten danach nicht mehr weiterfahren.

Außerdem wollte ein 29-jähriger Mann mit seinem Fahrzeug in einer Haltebucht auf einer Bundesstraße bei Kommen anhalten. Er rutschte dabei in einen geparkten Lkw. Dabei verletzten sich der Fahrer und seine 21 und 22 Jahre alten Begleiter. Auch dieses Auto musste laut Polizei nach dem Unfall stehen bleiben.

Ins Krankenhaus musste laut Polizei keiner der fünf Männer. Die Beamten schätzten den Sachschaden bei den Unfällen auf etwa 35.000 Euro.

Sturmtief Elli bringt noch mehr Schnee und Glätte – Inselbewohner sollen sich eindecken

22.25 Uhr: Weite Teile Deutschlands liegen unter Schnee, und der Winter zeigt wohl auch in den nächsten Tagen, was er kann: Deutschland steht eine turbulente Wetterlage bevor. Nach vielfach weiteren Niederschlägen am Donnerstag stehen die Nacht zum Freitag und der Freitag tagsüber im Fokus. Dann zieht ein Sturmtief auf direktem Weg nach Mitteleuropa. Der Wetterdienst warnt erneut vor Schnee und Glatteis.

"Sturmtief Elli übernimmt die Regie in einem echten Wetterkrimi", kündigt Adrian Leyser Sturm vom DWD in Offenbach an.

Auf der Oder an der deutsch-polnischen Grenze trieben bei Frankfurt (Oder) zur Wochenmitte runde Eisschollen. Beim Biathlon-Weltcup im thüringischen Oberhof werden wegen des erwarteten unbeständigen Wetters Wettkämpfe vorgezogen. Am Flughafen Frankfurt hat der zuständige Dienstleiter nach Betreiberangaben genug Enteisungsmittel für die Flugzeuge auf Lager. Auf Fehmarn empfahl der Bürgermeister den Insulanern, sich mit Lebensmitteln für mindestens drei Tage einzudecken, damit man die Wohnung während der schwierigen Wetterlage nicht verlassen müsse.

Wo und wann genau es besonders gefährlich wird, erklärt Wetter-Experte Jan Schenk oben im Video.

Polizei warnt vor Glätte und Wildteren auf Straßen
Ein Rehbock (l) und ein Reh stehen an einer Straße im Oderbruch. Die Polizei warnt vor Glätte und Wildteren auf Straßen. Patrick Pleul/dpa
Zwei Schulkinder gehen über Eisplatten und gefrorenen Schnee auf ihrem Schulweg am Schloss Benrath vorbei.
Zwei Schulkinder gehen über Eisplatten und gefrorenen Schnee auf ihrem Schulweg am Schloss Benrath vorbei. Wolf von Dewitz/dpa

Eisplatten sorgen für Unfälle auf A7

21.54 Uhr: Eisplatten haben auf der Autobahn 7 nahe Hildesheim mehrere Unfälle ausgelöst. Wie die Polizei mitteilte, fielen die Eisplatten während der Fahrt von Lastwagen und trafen dahinter fahrende Fahrzeuge. Dadurch wurden Autos und ein Wohnmobil beschädigt. Verletzt wurde glücklicherweise niemand.

Die Fahrer der Lastwagen müssten sich auf ein Bußgeld und einen Punkt im Fahreignungsregister in Flensburg einstellen, so die Polizei. Demnach kamen sie ihrer Pflicht zur Räumung der Fahrzeugaufbauten von Schnee und Eis nicht nach. Die Beamten kündigten verstärkte Kontrollen mit Blick auf Eisplatten auf Fahrzeugaufbauten an. 

Wegen des Winterwetters und glatter Straßen kam es vielerorts in Niedersachsen zu Unfällen.

Verschneite Straßen im Rheingau-Taunus-Kreis. Ein Fahrradfahrer fährt auf der Fahrbahn im Schneetreiben.
Verschneite Straßen im Rheingau-Taunus-Kreis. Ein Fahrradfahrer fährt auf der Fahrbahn im Schneetreiben. Jörg Halisch/dpa

Bahn reduziert Fernverkehr im Norden wegen des Winterwetters

18.31 Uhr: Die Deutsche Bahn reduziert von Donnerstagnachmittag an wegen des Winterwetters vorsorglich den Fernverkehr im Norden und Nordosten Deutschlands. Sie erwartet in den nächsten Tagen "spürbare Beeinträchtigungen des Bahnverkehrs", wie es in der Mitteilung heißt. Der Grund: Der Deutsche Wetterdienst prognostiziert für den Norden bei Dauerfrost heftigen Wind mit Schneefällen und Schneeverwehungen. 

Von den Einschränkungen sind demnach unter anderem die Fernverkehrsverbindungen nach Norddeich-Mole, Kiel, Westerland/Sylt, Rostock, Binz/Rügen und Kopenhagen betroffen. 

Zudem werde auf den Schnellfahrstrecken Berlin-Wolfsburg, Hannover-Würzburg und Köln-Rhein/Main die Höchstgeschwindigkeit der ICE auf 200 Kilometer pro Stunde begrenzt, teilte die DB weiter mit. Das sei notwendig, um Schäden an den Zügen und der Strecke zu vermeiden. Die Fahrtzeit verlängere sich um bis zu 30 Minuten. 

Mecklenburg-Vorpommern: Landesamt warnt wegen Streikaufruf vor glatten Straßen

18.28 Uhr: Wegen möglichen Personalausfalls infolge eines Streikaufrufs warnt das Landesamt für Straßenbau und Verkehr vor glatten Straßen am Donnerstag. "Durch den Streikaufruf kann es zu personellen Engpässen im Winterdienst kommen", teilte die Behörde mit.

Ein Fahrradfahrer und Autos fahren durch den Schnee. In Nordrhein-Westfalen kündigt sich neuer Schnee an. Von Westen nach Osten sollen heute nach Prognose des Deutschen Wetterdienstes (DWD) Schneefälle über das Land hinweg ziehen. Dabei könne es bis zum Abend verbreitet Neuschnee mit ein bis fünf Zentimetern, in manchen Lagen auch bis zu zehn Zentimetern geben. Es bleibt kalt und frostig bei Temperaturen bis zu minus 5 Grad.
Ein Fahrradfahrer und Autos fahren durch den Schnee. In Nordrhein-Westfalen kündigt sich neuer Schnee an. Federico Gambarini/dpa

Schnee sorgt in NRW für Unfälle und Staus

17.15 Uhr: Schnee und Glatteis sorgen seit dem Nachmittag in Teilen Nordrhein-Westfalens für Verkehrsbeeinträchtigungen. Mancherorts ereigneten sich in kurzer Zeit Dutzende Unfälle, etwa im Raum Düsseldorf und im Bereich Wesel. Überwiegend blieb es jedoch bei Blechschäden. Auf vielen Autobahnen gab es lange Staus.

Im Kreis Wesel kam es laut Polizei innerhalb weniger Stunden zu rund 50 wetterbedingten Unfällen. Im Stadtgebiet von Düsseldorf und auf den umliegenden Autobahnen krachte es innerhalb einer Stunde 30 Mal. "Auf den Autobahnen haben wir derzeit viele Staus, weil wegen des Wetters alle langsam fahren", sagte ein Polizeisprecher in Düsseldorf.

Räumdienst kommt nicht hinterher

"Vor allem in Richtung Bergisches Land sind die Autobahn-Fahrbahnen schneebedeckt", sagte eine Sprecherin der Kölner Polizei. In Leverkusen habe die Polizei vorsichtshalber mehrere Straßen abgesperrt, weil der Räumdienst nicht hinterherkomme.

Der Deutsche Wetterdienst (DWD) erwartet bis in die Nacht hinein noch Schnee in NRW. Am Donnerstag soll es wieder milder werden. Allerdings könnten Niederschläge dann weiterhin zu Glätte führen.

Schnee und Glätte: Wo in Niedersachsen die Schule ausfällt

16.53 Uhr: Wegen des anhaltenden Winterwetters mit viel Neuschnee und glatten Straßen fällt an manchen Orten in Niedersachsen in den kommenden Tagen der reguläre Schulunterricht an allen allgemeinbildenden und berufsbildenden Schulen aus. Stattdessen wird meist auf Distanzunterricht umgestellt. Einige Kreisverwaltungen verweisen darauf, dass trotz eines pausenlosen Einsatzes der Räumdienste die Schulbeförderung mit Bussen nicht sichergestellt werden könne – daher falle der Präsenzunterricht aus.

Ein Überblick, welche Kreise und kreisfreien Städte Ausfälle an allgemeinbildenden und berufsbildenden Schulen angekündigt haben.

Schulausfälle am Donnerstag, 8. Januar

  • Landkreis Aurich
  • Landkreis Wittmund
  • Landkreis Leer
  • Stadt Emden
  • Stadt Wilhelmshaven

Schulausfälle am Freitag, 9. Januar

  • Landkreis Aurich
  • Landkreis Wittmund
  • Landkreis Leer
  • Landkreis Lüchow-Dannenberg
  • Stadt Emden
  • Stadt Wilhelmshaven

Schneechaos im Westen: DWD warnt vor Glätte

15.58 Uhr: Der Deutsche Wetterdienst (DWD) warnt in vielen Regionen vor Schneeverwehungen. Für Teile Nordrhein-Westfalens, sowie im nördlichen und südlichen Niedersachsens besteht eine Warnung vor Schneeverwehungen und starkem Schneefall. Dort kann es auch besonders glatt werden. 

Autos und LKW sind auf der Autobahn 28 bei Brinkum bei Schneefall und schlechter Sicht unterwegs.
Autos und LKW sind auf der Autobahn 28 bei Brinkum bei Schneefall und schlechter Sicht unterwegs. Lars Penning/dpa

480 Kilometer Stau in NRW

15.45 Uhr: In Nordrhein-Westfalen staut es sich derzeit auf vielen Straßen. Gegen 15 Uhr standen laut WDR auf 480 Kilometern die Fahrzeuge. Damit verdoppelte sich die Länge in nur einer Stunde. Auf vielen Autobahnen gibt es Stau und stockenden Verkehr. Betroffen sind vor allem das Ruhrgebiet, das Rheinland und das Bergische Land. 

Ein Auto fährt durch den Schnee. In Nordrhein-Westfalen kündigt sich neuer Schnee an.
Ein Auto fährt durch den Schnee. In Nordrhein-Westfalen kündigt sich neuer Schnee an. Federico Gambarini/dpa

DWD warnt vor Glätte - heftigste Schneefälle seit 15 Jahren in Hamburg

07.37 Uhr: Autofahrer und Fußgänger müssen in weiten Teilen Deutschlands weiter mit glatten Straßen rechnen. Nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes besteht fast im gesamten Land Glättegefahr, an der Nordseeküste sowie im Harz kann es auch zu Schneeverwehungen kommen.

In der Südosthälfte gibt es den Experten zufolge gebietsweise strengen Frost zwischen minus 10 und minus 15 Grad. Auf dem Brocken im Harz und auf den Nordseeinseln sind Sturmböen möglich. Tagsüber soll es im Westen und Nordwesten erneut schneien. Bis zum Abend soll sich der Schneefall in Richtung Osten bis auf eine Linie von Fehmarn bis zum Schwarzwald ausbreiten. Meist fallen laut DWD 1 bis 5 Zentimeter Neuschnee, gebietsweise könnten es auch bis zu 10 Zentimeter werden.

In Hamburg hat die Verkehrsbehörde angesichts der heftigsten Schneefälle seit 15 Jahren und dem ständigen Wechsel von Tau- und Frostzeiten bereits das Verbot von Streusalz auf Gehwegen bis zum 21. Januar aufgehoben.

Wohnungslosenhilfe: Lebensgefahr für Obdachlose durch Kälte

03.44 Uhr: Angesichts der eisigen Temperaturen warnt die Bundesarbeitsgemeinschaft Wohnungslosenhilfe vor Lücken bei der Versorgung von Menschen ohne eigene Wohnung. "Kälte stellt für obdachlose Menschen eine lebensbedrohliche Gefahr dar, da sie ohne Zugang zu warmen Schutzräumen den extremen Temperaturen schutzlos ausgeliefert sind", sagte Marie-Sol Gersch von der Arbeitsgemeinschaft der Deutschen Presse-Agentur. 

Der Mangel an sicheren Schlafplätzen, ein eingeschränkter Zugang zu Hilfeangeboten und gesellschaftliche Ausgrenzung verschärften die Lebensbedingungen und das Risiko einer Unterkühlung in der kalten Jahreszeit. "Obgleich es verschiedene Hilfsangebote gibt, sind diese nicht in allen Kommunen bedarfsdeckend – nicht selten fehlt es beispielsweise an ausreichenden Plätzen in Notunterkünften", beklagte Gersch.

Kälte hält Südwesten weiter im Griff - auch Glätte möglich

Mittwoch, 07. Januar, 01.21 Uhr: Nach eisigen Temperaturen der letzten Tage erwartet der Deutsche Wetterdienst (DWD) am Mittwoch trübe Verhältnisse und weiterhin winterlich kaltes Wetter. Südöstlich der Alb und vor allem entlang der Donau hält sich teils länger Hochnebel. Abseits davon zeigt sich zwar häufiger die Sonne, am Nachmittag aber ziehen vom Westen her neue Wolkenfelder auf. Die Temperaturen bleiben frostig: Im Rheintal und im Norden werden bis zu minus 8 Grad erreicht, in der Südosthälfte selten mehr als minus 5 Grad. Der Wind weht schwach bis mäßig aus südlicher Richtung.

In der Nacht zum Donnerstag verdichten sich die Wolken rasch und breiten sich ostwärts aus. In der Folge setzt verbreitet leichter Schneefall ein, der für glatte Straßen und Wege sorgen kann. Laut DWD werden insbesondere im Schwarzwald um zehn Zentimeter Schnee erwartet. Die Tiefstwerte reichen von minus 4 Grad im Rheintal bis minus 8 Grad, im Süden sind örtlich sogar nochmals strenger Frost bis minus 12 Grad möglich. Auf dem Feldberg frischt der Wind deutlich auf, dort sind zunehmend stürmische Böen aus Südwest zu erwarten.

Selbst Spanier frieren bei Minusgraden

12.31 Uhr: Das harsche Winterwetter macht den Menschen in Europa weiter zu schaffen. In den Niederlanden war der Zugverkehr durch das Wetter und eine technische Störung fast völlig lahmgelegt. Bis 10.00 Uhr werde im ganzen Land kein Zug der niederländischen Bahn fahren, teilte diese mit. Kurz danach lief der Zugverkehr langsam wieder an. 

Das Winterwetter sorgt zudem auf den Straßen und am Amsterdamer Großflughafen Schiphol weiter für Probleme. Rund 350 Flüge seien bereits annulliert worden. 

In Spanien, das im Sommer regelmäßig mit Hitzerekorden Schlagzeilen macht, bibbern die Menschen nun in vielen Regionen bei Minusgraden in ihren oft nicht so gut wärmeisolierten Wohnungen. In Madrid und auch in höheren Lagen der Ferieninsel Mallorca gab es Frost und es lag Schnee. Manche Straßen in den Pyrenäen und in anderen Gebirgsregionen des Landes waren nur mit Schneeketten zu befahren. 

Dort könnte es auch in der Nacht auf Dienstag bis zu minus 10 Grad kalt werden. Die Wetterbehörde Aemet gab wegen Schnee, Kälte und teilweise stürmischen Winden Warnungen für weite Bereiche des Landes heraus. Wer es etwas wärmer möchte, muss auf die Kanaren reisen. Dort wird es tagsüber angenehme 17 Grad warm.

Ein Mann geht mit seinem Hund spazieren.
Auch in Spanien ist es bitterkalt Carlos Luján/EUROPA PRESS/dpa

Zehntausende Einwohner Prags ohne Heizung und heißes Wasser

12.27 Uhr: Auch in Tschechien herrscht weiter klirrende Kälte. Im Böhmerwald nahe der Grenze zu Bayern wurden am Morgen Temperaturen um minus 25 Grad gemessen. Nirgendwo im Land sollte das Quecksilber in den nächsten Tagen über den Gefrierpunkt steigen, wie aus der Vorhersage des staatlichen Wetterdienstes hervorging. In Prag waren Zehntausende Einwohner wegen einer defekten Fernwärme-Leitung vorübergehend ohne Heizung und warmes Wasser. 

Freuen können sich die Wintersportler: Aufgrund der Schneefälle herrschen auf vielen Pisten in den Mittelgebirgen Tschechiens ideale Bedingungen zum Skifahren. In Polen lag die niedrigste Temperatur in der Nacht derweil bei minus 20,1 Grad.

In Ungarn sorgten ausgiebige Schneefälle für Verkehrsbehinderungen. Im Großraum Budapest, in der nordöstlichen Region Borsod und in den südlichen Bezirken Baranya und Zala fielen Dutzende lokale Busse aus. Einige Züge zum Budapester Westbahnhof beendeten ihre Fahrt wegen eingefrorener Weichen bereits in einem Vorstadtbahnhof. Weitere Schneefälle werden für die zweite Tageshälfte und die Nacht zum Mittwoch erwartet.

Auch den Balkan hat der Winter fest im Griff. Im rumänischen Kreis Alba blieben fast 8.000 Haushalte den vierten Tag in Folge ohne Strom. In der ostbosnischen Stadt Gorazde brach die Wasserversorgung zusammen, nachdem der Fluss Drina über seine Ufer getreten war und die Pumpen des örtlichen Wasserwerks überflutet hatte. In Kroatien und in Slowenien sprachen die Behörden Warnungen wegen zu erwartender heftiger Schneefälle aus.

Flugverkehr am Flughafen Nantes in Frankreich eingestellt

12.25 Uhr: Auch Frankreich hat weiterhin mit Schnee und Eis zu kämpfen. In vielen Departements fuhren keine Schulbusse, nachdem es teils kräftige Schneefälle gegeben hatte. Auch der Zugverkehr war in manchen Regionen gestört. 

Am Flughafen in Nantes im Westen des Landes wurde der Flugverkehr eingestellt, während es an den Pariser Flughäfen weiterhin Ausfälle gab. Auf den Straßen und Autobahnen rund um Paris, wo sich am Montagnachmittag der Verkehr noch auf rund 1.000 Kilometern Länge gestaut hatte, entspannte sich die Lage zwar. Dennoch wurden nach einer ersten Bilanz fünf Tote bei wetterbedingten Unfällen gemeldet.

Junge Menschen vergnügen sich bei einer Schneeballschlacht.
Schnee in den Niederlanden: Junge Menschen vergnügen sich bei einer Schneeballschlacht. Robin Van Lonkhuijsen/ANP/dpa

Winterdienst streikt in Schleswig-Holstein

11.36 Uhr: Wegen eines Warnstreiks beim Landesbetrieb Straßenbau und Verkehr Schleswig-Holstein (LBV.SH) gibt es am Dienstag in Schleswig-Holstein nur einen teils stark eingeschränkten Winterdienst. Der Landesbetrieb ist für rund 1.430 Kilometer Bundesstraße, 3500 Kilometer Landesstraßen und 2700 Kilometer Kreisstraßen zuständig. Letztere sind die Kreisstraßen der Landkreise, mit denen eine Vereinbarung über den Straßenbetriebsdienst geschlossen wurde. Für den Winterdienst auf den anderen Kreisstraßen sind die jeweiligen Kreise verantwortlich, für Gemeindestraßen die Gemeinden selbst. Auf den Autobahnen im Land sorgt die Autobahn GmbH des Bundes dafür, dass die Straßen von Schnee und Eis befreit werden.

Wegen eines Streikaufrufs in den 22 Straßenmeistereien des Landes kann es zu einem teils stark eingeschränkten Winterdienst auf den Landes- und Bundesstraßen sowie auf Kreisstraßen kommen.(Archivbild)
Wegen eines Streikaufrufs in den 22 Straßenmeistereien des Landes kann es zu einem teils stark eingeschränkten Winterdienst auf den Landes- und Bundesstraßen sowie auf Kreisstraßen kommen.(Archivbild) Christian Charisius/dpa

Schnee sorgt für 1000 Kilometer Stau im Großraum Paris

11.03 Uhr: Das Winterwetter hat bereits am Montag im Großraum Paris mehr als 1000 Kilometer Stau verursacht. Die Marke wurde laut dem Verkehrsdienst Sytadin am späten Nachmittag überschritten. Im Schnitt sind die Staus in der Region zu dieser Tageszeit insgesamt nur etwa 250 Kilometer lang. Im Verlauf des Abends nahm die Stau-Länge wieder ab. 

In der Region rund um Paris mit ihren eher milden Wintern haben Autos meist keine Winterreifen. Für Autofahrerinnen und Autofahrer in der Region gab es wegen der widrigen Wetterbedingungen ein strengeres Tempolimit: Sie durften nach einer Anordnung der Pariser Polizeipräfektur höchstens 80 Kilometer pro Stunde fahren. Schneefall und Eis hatten auch den Nordwesten Frankreichs - die Normandie und Bretagne - fest im Griff. Auch dort kam es zu Verkehrsstörungen. 

Ein Lkw steht nach einem unfall auf der A3. Starker Schneefall am Abend sorgte für Unfälle und kilometerlangen Stau auf der A3 bei Montabaur. Auf der A3 zwischen dem Dernbacher Dreieck und der Anschlusstelle Montabaur rutschte ein Lkw in die rechte Leitplanke und stellte sich quer. Es bildete sich rasch ein kilometerlanger Stau in Richtung Frankfurt.
Ein Lkw steht nach einem Unfall auf der A3. Fritz Demel/dpa

Winter-Wetter sorgt für Stau auf A3

9.39 Uhr: Starker Schneefall am Abend sorgte für Unfälle und einen kilometerlangen Stau auf der A3 bei Montabaur. Auf der A3 zwischen dem Dernbacher Dreieck und der Anschlusstelle Montabaur rutschte ein Lkw in die rechte Leitplanke und stellte sich quer. Es bildete sich rasch ein kilometerlanger Stau in Richtung Frankfurt.

Zugverkehr in den Niederlanden liegt still

08.13 Uhr: Der Zugverkehr in den Niederlanden ist durch Winterwetter und eine technische Störung fast völlig lahmgelegt. Bis 10 Uhr werde im ganzen Land kein Zug der niederländischen Bahn fahren, teilte diese mit. Zu zahlreichen Problemen an Weichen durch das heftige Winterwetter kam nach Angaben der Bahn am frühen Morgen noch eine Computer-Störung. 

Internationale Züge seien von der Störung vorläufig nicht betroffen. Auch können andere Verkehrsunternehmen lokal ihre Züge fahren lassen. 

Das Winterwetter sorgt zudem auf den Straßen und am Amsterdamer Großflughafen Schiphol weiter für Probleme. Rund 350 Flüge seien bereits annulliert worden.

Bis zu Minus 17 Grad in der Nacht: Wetterdienst warnt vor gefährlichem Frost, Autofahrer müssen aufpassen

Dienstag, 06. Januar, 06.41 Uhr: Autofahrer müssen sich auf dem Weg zur Arbeit am Morgen in Teilen Deutschlands auf Glätte einstellen - Fußgänger und Radfahrer sollten sich warm anziehen. Laut Deutschem Wetterdienst (DWD) fiel in der Nacht in der Nordwesthälfte gebietsweise etwas Schnee. Mancherorts war auch mit Nebel zu rechnen.

Es ist zudem klirrend kalt. Im Norden, Osten und Westen verzeichnete man Tiefstwerte von Minus 1 bis Minus 10 Grad, in der Südosthälfte bei klarem Himmel sogar bis zu Minus 17 Grad. In Alpentälern könnte es noch kälter werden, hieß es.

Für den Süden Deutschlands und Gebiete im Osten gilt eine amtliche Warnung vor strengem Frost. Es seien erhebliche Frostschäden möglich. Längere Aufenthalte im Freien sollten vermieden werden, hieß es beim DWD.

Am Dienstag zeigt sich der Himmel oft bewölkt, teilweise gibt es ein paar Auflockerungen. In der Nähe der Nordsee sind weiterhin Schneeschauer zu erwarten. Zarte Plusgrade gebe es entlang des Rheins, in Teilen NRWs, im Emsland und an der Nordsee. Die übrigen Landesteile verbleiben laut Wetterdienst im Dauerfrost. 

Düsseldorf: Ein Räumfahrzeug ist bei starkem Schneefall auf dem Flughafengelände im Einsatz. An einigen nordrhein-westfälischen Flughäfen sorgten Schnee und Eis zu Einschränkungen im Flugbetrieb.
Düsseldorf: Ein Räumfahrzeug ist bei starkem Schneefall auf dem Flughafengelände im Einsatz. An einigen nordrhein-westfälischen Flughäfen sorgten Schnee und Eis zu Einschränkungen im Flugbetrieb. Jan Ohmen/dpa

Straßenmeistereien wollen trotz verschneiter Straßen streiken

20.58 Uhr: In Schleswig-Holstein müssen sich die Menschen am Dienstag auf nicht geräumte Straßen einstellen. Wegen eines Streikaufrufs in den 22 Straßenmeistereien des Landes könne es zu einem teils stark eingeschränkten Winterdienst auf den Landes- und Bundesstraßen sowie auf Kreisstraßen kommen, kündigte der Landesbetrieb Straßenbau und Verkehr an.

Zwei Schneemänner sitzen auf einer Parkbank am späten Abend im verschneiten Eimsbütteler Park.
Zwei Schneemänner sitzen auf einer Parkbank am späten Abend im verschneiten Eimsbütteler Park. Marcus Brandt/dpa

Alarmstufe Rot im Norden! Wetterdienst warnt vor starkem Schneefall

19.00 Uhr: Der Deutsche Wetterdienst (DWD) warnt im Norden vor starkem Schneefall mit bis zu 20 cm Neuschnee. Außerdem wird es glatt. Es besteht "Gefahr für Leib und Leben durch geschlossene, hohe Schneedecken und eingeschränkter Mobilität bis hin zu blockierten Verkehrswegen", so der DWD. 

Diese Landkreise sind aktuell betroffen: 

  • Kreis Nordfriesland - Binnenland
  • Kreis Nordfriesland - Küste

 

Auch im Rest von Schleswig-Holstein soll es bis zu 15 cm schneien. Glatte Straßen kann es in ganz Deutschland geben. 

Ein Auto steht verschneit und mit Schneematsch bespritz an einer Straße am Stadtpark.
Ein Auto steht verschneit und mit Schneematsch bespritz an einer Straße am Stadtpark. Christian Charisius/dpa

Bis zu - 17 Grad! Warnung vor strengem Frost im Süden und Osten

18.50 Uhr: Der Winter zeigt sich aktuell vor allem im Süden Deutschlands von seiner besonders rauen Seite. In der Nacht zum Dienstag wird es laut DWD eisig kalt. Im Süden und Osten Deutschlands warnt der Wetterdienst mit der Stufe Orange vor Temperaturen bis zu minus 17 Grad und strengem Frost.

Der DWD warnt im Norden vor Schneefall, im Süden vor strengem Frost.
Der DWD warnt im Norden vor Schneefall, im Süden vor strengem Frost. DWD

Mehrere Flüge am Hamburg Airport gestrichen

18.34 Uhr: Wegen des winterlichen Wetters in Europa sind am Hamburger Flughafen mehrere Flüge gestrichen worden. Die Website des Flughafens listete bis zum Nachmittag sieben entfallene Abflüge und fünf entfallene Ankünfte auf. Zuvor berichtete das "Hamburger Abendblatt". 

Betroffen waren Verbindungen zwischen Hamburg und etwa Flughäfen in Amsterdam, Mailand und Paris, wie aus der Übersicht hervorgeht. Am Amsterdamer Großflughafen Schiphol waren allein am Morgen infolge des Winterwetters rund 450 Flüge entfallen. 

Eine Frau geht bei Schneetreiben an einem zugeschneiten Fahrrad vorbei.
Eine Frau geht bei Schneetreiben an einem zugeschneiten Fahrrad vorbei. Wolf von Dewitz/dpa

Winter-Chaos auf den Straßen, es kracht reihenweise

Im Norden Deutschlands hat der heftige Wintereinbruch vom Wochenende zum Teil zu Chaos auf den Straßen und Schienen geführt. Bei Schnee und Glätte kam es am Wochenende bereits zu zahlreichen Unfällen mit teils schwer verletzten Menschen und Verkehrseinschränkungen. 

Bus rutscht in Straßengraben — Schwerverletzte bei Glätteunfällen

Auf der Bundesstraße 199 zwischen Dorfstraße und Schafflund  im Kreis Schleswig-Flensburg rutschte am Montagmorgen ein Linienbus in den Straßengraben. Der Bus war mit 21 Passagieren besetzt, sechs Mitreisende wurden leicht verletzt.

In Waldbröl (NRW) ist am Sonntagvormittag ein 34-jähriger Mann mit seinem Wagen von einer glatten Straße abgekommen und gegen einen Baum geprallt, teilte die Polizei des Oberbergischen Kreises mit. Seine ebenfalls 34 Jahre alte Beifahrerin sei dabei lebensgefährlich verletzt worden, der Mann schwer. In NRW beschäftigten gleich mehrere Unfälle mit Schwerverletzten die Retter.

Strafanzeigen gegen Drifter

Bereits am Freitag waren am Nürburgring in Rheinland-Pfalz mehrere Strafverfahren gegen Drifter eingeleitet worden. Diese waren mit ihren Fahrzeugen illegal an der Rennstrecke gedriftet und hatten dabei Unfälle verursacht. Beim Driften können die Fahrzeuge schnell außer Kontrolle geraten und andere Verkehrsteilnehmer gefährden. Gegen sie wird wegen Verkehrsunfallflucht ermittelt. Möglicherweise werde ihnen die Fahrerlaubnis entzogen.

Ein Lastwagen ist in Mittelfranken von der Fahrbahn abgekommen und umgekippt. Dabei hat er seine Ladung auf der Straße und im Graben verloren.
Ein Lastwagen ist in Mittelfranken von der Fahrbahn abgekommen und umgekippt. Dabei hat er seine Ladung auf der Straße und im Graben verloren. Tizian Gerbing/dpa

Lastwagen mit Lachs kippt um: Autobahn stundenlang gesperrt

Auch in Bayern krachte es vielfach. Auf der schneebedeckten Autobahn 93 in der Oberpfalz geriet laut Polizei ein mit 20 Tonnen Lachs beladener Lastwagen ins Schleudern und kippte um. Die Ladung verteilte sich demnach auf der Fahrbahn, sieben weitere Autos stießen beim Versuch, dem Unfall bei Wernberg-Köblitz (Landkreis Schwandorf) am Freitagabend auszuweichen, zusammen. Die Autobahn wurde rund zwölf Stunden lang gesperrt.

Bei einem Lastwagenunfall in Mittelfranken ist am Montagmorgen eine Straße mit tonnenweise Rindenmulch überschüttet worden. Der Lkw war inklusive Anhänger bei Leutershausen umgekippt, wie die Polizei mitteilte.

Auf der A9 bei Berlin verunglückte am Freitag ein gasbetriebener Lkw bei Glätte und prallte in die Leitplanke, so die Feuerwehr. Zwei Personen erlitten leichte Verletzungen. Weil der verunglückte Lkw gasbetrieben war, trat Gas aus dem Fahrzeug aus. Eine Gefahr für Menschen, Tiere oder die Umwelt bestand laut Einsatzkräften nicht, die Bergung gestalte sich dadurch jedoch schwierig.

Ebenfalls auf der A93 bei Marktredwitz (Landkreis Wunsiedel im Fichtelgebirge) stießen laut Polizei acht Autos zusammen. Demnach geriet der Wagen eines 50-Jährigen auf der verschneiten Fahrbahn ins Rutschen und drehte sich. Sieben weitere Fahrzeuge konnten nicht mehr rechtzeitig bremsen und fuhren einander auf. Ein Beteiligter kam mit leichten Verletzungen ins Krankenhaus. Bei weiteren Unfällen gab es auch mehrere Schwerverletzte.

Ausfälle bei Bus und Bahn im Norden

Pendlerinnen und Pendler müssen wegen des Schnees weiter mit Verspätungen und Ausfällen im Regionalverkehr im Nordwesten rechnen. Noch bis Mittwoch könnten Regionalzüge in Niedersachsen und Bremen wetterbedingt zu spät kommen oder vereinzelt nicht fahren, wie die Deutsche Bahn (DB) und das Eisenbahnunternehmen Metronom mitteilten. So fahren etwa auf den Strecken zwischen Hamburg und Kiel und zwischen Hamburg und Flensburg weniger Züge, wie NDR 1 Welle Nord berichtet.

Auch im Fernverkehr waren Bahnen betroffen. Unter anderem gab es heftige Verspätungen bei Zügen zwischen Köln und Berlin, hieß es auf der DB-Seite.

In den Stadtverkehren in mehreren Städten fielen viele Straßenbahnen und Busse aus oder waren langsamer unterwegs — so in Kiel, Hamburg und Hannover. Am Montag normalisierte sich die Lage aber wieder weitestgehend.

Flüge starten verspätet wegen Winterwetter

Das Winterwetter wirkte sich auch auf den Flugbetrieb aus. An den Flughäfen Düsseldorf und Dortmund kam es zu zahlreichen verzögerten Abflügen. Einige Flieger starteten mehr als eine Stunde später als geplant. Viele Maschinen seien bereits mit Verzögerung eingetroffen, hieß es. Flugausfälle seien nicht zu befürchten. Am Flughafen BER in Berlin kam es ebenfalls witterungsbedingt zu Verspätungen. Einige Flüge mussten gestrichen werden.

An den Flughäfen war der Winterdienst im Einsatz. Er befreite Start- und Landebahnen, Rollwege und Vorfeld von Schnee und Eis. Zudem wurden Flugzeuge vor dem Abflug enteist. Am Flughafen Münster/Osnabrück traf am Vormittag eine Maschine ein, die ursprünglich am Airport Weeze landen sollte. Dies sei jedoch witterungsbedingt nicht möglich gewesen, sagte eine Sprecherin. Bereits am Samstag hatte das Wetter an einigen NRW-Flughäfen für Verspätungen gesorgt.

Am Rodelhang in Schierke fahren Kinder und Erwachsene mit ihren Schlitten einen Berg hinunter.
Am Rodelhang in Schierke fahren Kinder und Erwachsene mit ihren Schlitten einen Berg hinunter. Die Wintersportbedingungen laden vor allem zum Rodeln ein. (zu dpa: «Rodler nutzen Schneefälle im Harz») Matthias Bein/dpa

Freude im Harz über bestes Rodelwetter

Neben den Einschränkungen brachte der Wintereinbruch aber auch Freude: In Hamburg nutzten viele Menschen die Schneedecke für Freizeitaktivitäten. Besonders im Jenischpark waren zahlreiche Familien und Kinder mit Schlitten unterwegs, auch Spaziergänger zog es in die verschneiten Parks und Grünanlagen.

Im Harz sind die Rodelhänge rund um Schierke nach Angaben der Touristeninformation geöffnet. Im nördlichen Mittelgebirge lagen zum Teil bis zu 40 Zentimeter Neuschnee. Viele Familien mit Kindern kamen bei bereits am Wochenende bei Schneefall in den Oberharz, um das erste Winterwochenende des Jahres auszunutzen, wie Webcams im Ort zeigten. Langlaufloipen waren am Wochenende nach Angaben der Touristeninformation allerdings noch nicht gespurt. Lediglich in Benneckenstein war demnach Skilanglauf möglich. Grund dafür sei der teils starke Wind gewesen, der immer wieder zu Verwehungen geführt hatte. 

Besser sah es dagegen im Westharz aus. Dort standen neben mehreren gespurten Langlaufloipen auch geöffnete Skilifte für Wintersportler zur Verfügung. 

20 Zentimeter Neuschnee auf Winterberger Skipisten

Auf den Winterberger Skipisten in NRW lägen aktuell 20 Zentimeter Neuschnee, hieß es auf wintersport-arena.de. Damit betrage die Schneehöhe auf dem Winterberg 70 Zentimeter. Es seien 39 Lifte geöffnet und sieben Lifte für die Rodelbahnen. Es gebe 37 Kilometer an geöffneten Pisten. 

Der Deutsche Wetterdienst (DWD) rechnet damit, dass es auch in den kommenden Tagen noch winterlich kalt bleibt.