Millionen Rentner können sich freuen: 2026 winkt eine kräftige Rentenerhöhung. Das bedeutet spürbar mehr Geld im Portemonnaie.
München – Deutschland steht vor einer erfreulichen Entwicklung für Millionen Rentner. Nach aktuellen Berechnungen des Bundesarbeitsministeriums können sich 21 Millionen Rentner und Rentnerinnen auf eine deutliche Rentenerhöhung freuen. Ab dem 1. Juli 2026 soll die Rente um 3,73 Prozent steigen – ein Plus, das deutlich über der erwarteten Teuerungsrate liegt.
Die Grundlage für diese positive Entwicklung bildet vor allem die Steigerung der Bruttolöhne je Arbeitgeber um 3,6 Prozent, wie Alexander Gunkel, Vorsitzender des Bundesvorstands der Deutschen Rentenversicherung, im November bei einer Veranstaltung in Würzburg erklärte. Die Zahlen stammen aus dem Rentenversicherungsbericht des Bundesarbeitsministeriums von Mitte November, sind jedoch noch vorläufig.
Renten-Erhöhung 2026: Diese Auswirkungen hat es für die Altersvorsorge
Die Rentenerhöhung macht sich konkret bemerkbar: Eine Rente von 1.000 Euro würde mit der Anpassung um 3,73 Prozent rechnerisch um 37,30 Euro steigen. „Sollte die Inflationsrate wie erwartet bei 2,1 Prozent liegen, wird die Kaufkraft der Renten auch im kommenden Jahr spürbar steigen“, sagte Gunkel.
| Ausgangswert Rente | Wert nach Anpassung |
| 800 Euro | 829,84 Euro (+29,84 Euro) |
| 1.000 Euro | 1037,30 Euro (+37,30 Euro) |
| 1.200 Euro | 1.244,76 Euro (+44,76 Euro) |
| 1400 Euro | 1.452,22 Euro (+52,22 Euro) |
| 1.600 Euro | 1.659,68 Euro (+59,68 Euro) |
| 1800 Euro | 1.867,14 Euro (67,14 Euro) |
| 2000 Euro | 2.074,60 Euro (74,60 Euro) |
Bereits seit dem 1. Januar ist mit der Aktivrente eine weitere Neuerung in Kraft getreten. Diese ist eigentlich keine Rente, sondern ein Steuervorteil. Ältere Beschäftigte dürfen monatlich bis zu 2000 Euro hinzuverdienen, ohne darauf Steuern zahlen zu müssen. Die Regelung soll einen Anreiz für Ältere bieten, dem Arbeitsmarkt länger zur Verfügung zu stehen.
Flexiblere Beschäftigungsregeln für Rentner
Parallel dazu wurde das Verbot gestrichen, Arbeitnehmer nach Erreichen des Rentenalters ohne Sachgrund befristet weiterzubeschäftigen. Diese Details sind für Rentnerinnen und Rentner wichtig, da sie mehr Flexibilität im Übergang zwischen Erwerbs- und Ruhestandsphase ermöglichen.
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Die endgültige Rentenerhöhung wird im Frühjahr 2026 beschlossen, wenn alle Daten zur Lohnentwicklung vorliegen. Damit läge die Rentenanpassung auf demselben Niveau wie im Jahr 2025 mit 3,74 Prozent. (Quellen: dpa, AFP, Bundesministerium für Arbeit und Soziales) (mbr/tt)
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