US-Präsident Donald Trump hat eine militärische Operation in Venezuela angeordnet, um den dortigen Präsidenten Nicolás Maduro festzunehmen und in die USA zu bringen. Er soll heute in New York vor Gericht gestellt werden.
Die Aktion hat innerhalb der Republikanischen Partei für Unruhe gesorgt. Besonders Trumps Aussage, die USA könnten Venezuela „führen“, stößt auf Kritik. Einige Parteimitglieder sehen darin einen Bruch mit seiner „America First“-Politik, die ihn einst groß gemacht hat.
Kritik aus den eigenen Reihen
Die republikanische Abgeordnete Marjorie Taylor Greene, einst eine enge Verbündete Trumps, äußerte sich deutlich: „Das ist das gleiche Washingtoner Drehbuch, das wir so satt haben. Es dient nicht dem amerikanischen Volk, sondern den großen Konzernen, Banken und Ölmanagern“, sagte sie laut „AP“. Greene kündigte zuvor bereits ihren Rückzug als Abgeordnete an.
Auch der moderate Republikaner Brian Fitzpatrick aus Pennsylvania kritisierte die Pläne des Präsidenten. „Das einzige Land, das die Vereinigten Staaten führen sollten, sind die Vereinigten Staaten“, so sein Urteil.
Gefahr für die Republikaner?
Die Spannungen innerhalb der Partei kommen zu einem denkbar ungünstigen Zeitpunkt. Für die Republikaner steht bei den bevorstehenden „Zwischenwahlen“ viel auf dem Spiel, da sie die Kontrolle über den Kongress verlieren könnten. Zwar bleibt Trumps Einfluss auf die Partei stark, doch in den letzten Monaten gab es vermehrt Widerstand gegen ihn.
Einige Republikaner fordern mehr Transparenz, etwa bei der Freigabe der Epstein-Akten. Andere drängen auf eine stärkere Fokussierung auf wirtschaftliche Themen wie die steigenden Lebenshaltungskosten.
Trumps Vision von US-Dominanz
Trump verteidigt seine Entscheidung und betont, dass die Sicherheit der Amerikaner oberste Priorität habe. Er habe „keine Angst vor Bodentruppen in Venezuela“, erklärte er. Er drohte mit weiteren Schlägen gegen Venezuela, falls Caracas nicht mit den USA kooperiere.
Zudem sprach er von einer aggressiven Strategie zur Sicherung der US-Dominanz in der westlichen Hemisphäre. Trump sieht die Kontrolle über Venezuelas Ölreserven laut „AP“ als Schlüssel für eine stärkere Energiegewinnung.
Republikaner zieht Panama-Vergleich
Die Regierung versucht, Parallelen zu früheren erfolgreichen Einsätzen zu ziehen. Der Vorsitzende des Geheimdienstausschusses im US-Senat, Tom Cotton, verglich die Aktion mit der Entmachtung von Manuel Noriega in Panama 1989 und zeigte sich optimistisch: „Ich glaube, langfristig wird dies auch erfolgreich sein.“
Demokraten kritisieren scharf
Die Demokraten lehnen Trumps Vorgehen ab. Sie werfen ihm vor, einen verfassungswidrigen Krieg zu führen und von innenpolitischen Problemen ablenken zu wollen. Die Abgeordnete Alexandria Ocasio-Cortez schrieb auf X: „Es geht nicht um Drogenkriminalität, sondern um Öl und Regimewechsel.“ Auch der mögliche Präsidentschaftsanwärter Pete Buttigieg kritisierte Trump scharf: „Das ist ein altes Muster – ein unbeliebter Präsident startet einen Krieg, um seine Macht zu sichern.“