Vorsatz für 2026: So können Eltern den Technikkonsum ihrer Kinder reduzieren

In der heutigen Zeit sind Bildschirme aus dem Alltag nicht mehr wegzudenken, doch zu viel kann dem Wohlbefinden von Kindern schaden. Titania Jordan, Expertin für Elternschaft, erklärt gegenüber der US-amerikanischen Familien-Webseite "Parents", welche Schritte Eltern unternehmen können, um ihre Kinder bewusst aus der digitalen Welt zu holen – ideal als Vorsatz für das Jahr 2026.

Mehr Bewegung, echte Kontakte und gesunder Schlaf

Eine einfache Methode sei Bewegung im Freien. Die Expertin empfiehlt, Kinder zu ermutigen, die Bildschirme wegzulegen und klassisch zu spielen. Und wenn der Satz "Mir ist langweilig" fällt, ist das kein Grund zur Sorge. "Langeweile fördert die Fantasie und gibt Kindern Raum, zu erschaffen, Probleme zu lösen und einfach Kind zu sein", sagt Jordan gegenüber "Parents.com".

Auch soziale Fähigkeiten profitieren von bewussten Auszeiten von der Technik. Die Expertin empfiehlt, regelmäßige Treffen mit Freunden zu ermöglichen und Geräte währenddessen beiseitezulegen. "Kinder brauchen persönliche, bildschirmfreie Kontakte, um Selbstvertrauen und soziale Kompetenzen zu entwickeln."

Ein weiterer zentraler Punkt ist ausreichender Schlaf. Smartphones und Tablets stören durch Blaulicht und ständige Benachrichtigungen den natürlichen Rhythmus. Deshalb rät Jordan: "Bitte erlauben Sie keine vernetzten Geräte in Schlafzimmern."

Eltern: Vorbildsfunktion
Gemeinsame Aktivitäten zwischen Eltern und Kindern ohne Bildschirm sind besonders förderlich (Symbolbild). IMAGO / Westend61

Eltern sollten gesunde Vorbilder sein 

Kinder lernen den Umgang mit Technik vor allem durch das Verhalten der Eltern. Wer als Vater oder Mutter selbst ständig auf Bildschirme schaut, vermittelt unbewusst die gleiche Gewohnheit. Bewusste Momente der Präsenz, gemeinsame Aktivitäten ohne Geräte und festgelegte technikfreie Zeiten, zum Beispiel beim Essen, helfen, ein gesundes Vorbild zu sein.

Abschließend ist es laut Jordan wichtig, regelmäßig mit den Kindern über ihren digitalen Alltag zu sprechen. Offene Fragen, Zuhören und gemeinsam Strategien zum Umgang mit Fehlinformationen oder belastendem Inhalt zu entwickeln, stärkt ihre Medienkompetenz. 

Wie Stift und Papier Kindern Vorteile bringt

Auch handschriftliches Schreiben kann Kinder fördern. Studien zeigen, dass das Arbeiten mit Stift und Papier das Gedächtnis stärkt, die Rechtschreibung verbessert und das Lernen erleichtert, da dabei mehrere Sinne gleichzeitig aktiviert werden.

Laut Forschern kann handschriftliches Schreiben bestimmte Hirnregionen stärker aktivieren als Tippen, was das Erinnern und Denken fördert. Deshalb setzen Länder wie Schweden und Norwegen wieder verstärkt auf Handschrift im Unterricht.