„In Zukunft deutlich flexibler“: Einzug in neue Kita vor den Sommerferien geplant

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Weit fortgeschritten: Der Rohbau für die neue Kindertagesstätte an der Nonnenwaldstraße ist fertig, hier aus der Vogelperspektive. Jetzt läuft der Innenausbau. © IB FEY

Der Rohbau für die neue Kita in Penzberg ist fertig. Jetzt läuft der Innenausbau. Noch vor den Sommerferien sollen die ersten Kinder einziehen, und zwar aus zwei Container-Standorten.

Penzberg - In der neuen Kindertagesstätte neben dem Karl-Wald-Stadion entsteht auf zwei Etagen Platz für vier Krippengruppen, drei Kindergartengruppen und für die Frühförderstelle der „Kinderhilfe Oberland“, die zugleich Träger der neuen Kita sein wird. Angela Haslinger, die bei der Stadt Penzberg für die Kita-Koordination zuständig ist, erzählt, dass die Räume so flexibel geplant sind, dass je nach Bedarf aus ein oder zwei Krippengruppen auch ein oder zwei Kindergartengruppen werden können. Es werde bei der Einrichtung darauf geachtet, zum Beispiel, was die Sanitäreinrichtungen betrifft, erklärt sie. Krippe und Kindergarten hätten relativ ähnliche Anforderungen. Die Stadt will so auf die Anmeldezahlen reagieren können. „Wir sind in Zukunft deutlich flexibler“, sagt Bürgermeister Stefan Korpan (CSU) bei einem Ortstermin auf der Baustelle.

Penzberg - Kinderhaus Kindertagesstätte Nonnenwaldstraße Baustelle - Helles Holz: die Innenansicht der neuen Kita; hier mit (v.l.) Bürgermeister Stefan Korpan, Projektleiterin Sabine Porsch, Bauleiter Simon Oberwieser und Holger Fey. 12/2025
Helles Holz: die Innenansicht der neuen Kita; hier mit (v.l.) Bürgermeister Stefan Korpan, Projektleiterin Sabine Porsch, Bauleiter Simon Oberwieser und Holger Fey. © Wolfgang Schörner

Geplant ist die Fertigstellung für kommenden Juli. Insgeheim will die Stadt jedoch deutlich früher fertig werden. Jedenfalls sollen, so die Hoffnung, noch vor den Sommerferien die ersten Kinder einziehen. Dabei handelt es sich laut Haslinger zum einen um die zwei Krippen- und die zwei Kindergartengruppen aus der integrativen Kita an der Birkenstraße, deren Träger ebenfalls die „Kinderhilfe Oberland“ ist. Zum anderen wären dies die zwei Kindergarten-Gruppen aus der Container-Kita am Daserweg, deren Trägerschaft dann vom „Spatzennest“ zur „Kinderhilfe“ wechselt.

Weil ein Großteil der Kindergartenkinder aus den beiden Einrichtungen in die Schule kommt, so Haslinger, werden die drei Kindergartengruppen in der neuen Kita noch nicht voll sein. Das gilt auch für die zwei Krippengruppen, die zuerst einziehen. Aufgefüllt werden die freien Plätze dann im September mit jenen Kindern, die neu angemeldet werden.

Der Standort der Kita-Container an der Birkenstraße – die Stadt hat sie gemietet – wird laut Bürgermeister Korpan künftig für die „nachschulische Betreuung“ von Grundschülern genutzt, also für die Ganztagsbetreuung, für die ab September schrittweise ein Rechtsanspruch eingeführt wird. Dem gleichen Zweck werden ihm zufolge vermutlich auch die Container am Daserweg dienen, die der Stadt gehören.

Auf der Baustelle an der Nonnenwaldstraße herrscht derzeit Weihnachtspause. Nach Heiligdreikönig soll es dort weitergehen. Der Rohbau in Holzbauweise mit Stahlbeton-Treppenhäusern und Aufzug ist fertig. Auf dem Dach sind die Solarmodule der Photovoltaik-Anlage zum Teil installiert und die Substratschicht für die extensive Dachbegrünung aufgebracht. An der Fassade wird noch die Holzverschalung montiert, berichtet Bauleiter Simon Oberwieser. Im Gebäude sei der Estrich fertig, die Rohinstallationen und die Trockenarbeiten stünden vor dem Abschluss. Im neuen Jahr geht es mit den Malerarbeiten weiter, gefolgt von den Fliesen und Bodenbelagarbeiten und der Endmontage, zum Beispiel von Waschbecken, Lichtschaltern und Lampen. Wann die Außenanlagen fertig werden, hängt indes vom Wetter ab.

Möblierung bis Ende Mai über die Bühne?

Bleibt die Einrichtung: Die Möbel nehme man aus den bestehenden Einrichtungen, die in der Kita einziehen, erklärt Projektleiterin Sabine Porsch. Der Rest werde dazugekauft. Dies soll ihr zufolge bis Ende Mai geschehen. Dann wäre das Haus bereit für den Einzug.

Nichts geändert hat sich daran, dass der Bau im Kostenrahmen von 15,69 Millionen Euro liegt, wie es kurz vor Weihnachten beim Ortstermin hieß. An Fördermittel fließen 2,86 Millionen Euro. Wie berichtet, ruhte die Baustelle von Sommer 2023 bis Frühjahr 2025. Die Stadt hatte sich vom Architekten getrennt, weil das Konstruktionsprinzip nach ihrer Ansicht wirtschaftlich nicht umsetzbar war. Es kam zu einer Neuplanung.