Wettrennen der Investoren: Zwei Firmen wollen Batteriespeicher errichten

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Direkt beim Umspannwerk (rot markiert) zwischen Baumarkt Renner und Stadtwerke würden verschiedene Investoren gern Batteriespeicher-Anlagen errichten. © Bayernatlas/mr

Für das vom Bauausschuss befürwortete Projekt, beim Umspannwerk zwischen Weilheim und Deutenhausen eine Batteriespeicher-Anlage zu errichten, gibt es inzwischen schon zwei Interessenten.

Erst vor zwei Monaten hat der Bauausschuss des Weilheimer Stadtrates dem Bau einer großen Batteriespeicher-Anlage zwischen Weilheim und Deutenhausen einhellig zugestimmt: Das anvisierte Areal direkt neben dem Umspannwerk der Bayernwerk AG an der Deutenhausener Straße sei „ideal“ für ein solches Projekt, hieß es in der Sitzung im Oktober (wir berichteten). Ein außerhalb Weilheims ansässiges Unternehmen möchte dort laut Antrag eine Anlage mit rund 20 Containern und einer Anschlusskapazität von 50 Megawattstunden errichten. Solche Einrichtungen sollen Strom, der aus erneuerbaren Quellen gewonnen wird, in Zeiten der Überproduktion für Zeiten der Unterproduktion speichern – was viele als Voraussetzung für eine gelingende Energiewende sehen.

Nun gibt es für fast den gleichen Standort sogar eine zweite Anfrage: Während sich besagter Antrag vor zwei Monaten auf ein Feld östlich des Umspannwerks bezog, würde ein anderer Antragsteller gern nördlich davon eine etwa halb so große Speicheranlage mit einer Kapazität von 25 Megawattstunden errichten.

Ob diese „netzdienlich“ und somit baurechtlich privilegiert wäre, das sei – wie auch beim anderen Antrag – noch unklar, hieß es in der jüngsten Bauausschuss-Sitzung. Denn entsprechende Zusagen, so erklärte das Stadtbauamt, erhalte ein Vorhabensträger erst, wenn die Zustimmung der Kommune oder ein Aufstellungsbeschluss über eine Bauleitplanung vorliegt.

An der Bereitschaft der Stadt Weilheim würde es jedenfalls nicht scheitern. Der Bauausschuss hat jetzt auch der neuen Anfrage einmütig zugestimmt. Die anvisierte Fläche sei ohnehin für Gewerbe vorgesehen und die Erschließung passe, so das Urteil des Gremiums – wie auch beim Antrag vor zwei Monaten.

„Da geht jetzt das Rennen los, wer schneller vom Landratsamt die Zusage bekommt“, mutmaßte Manfred Stork, der Leiter der städtischen Bauverwaltung. Zwei Batteriespeicher-Anlagen werde es dort seiner Einschätzung nach „sicher nicht geben“, sondern nur eine der beiden. Für die Stadt aber sei bezüglich dieses Standorts „eigentlich nur Zustimmung möglich“. Und er wundere sich, so fügte Stork hinzu, „warum ein Netzbetreiber wie die Bayernwerke das eigentlich nicht selber macht“.

„Wir brauchen solche Anlagen“

„Wir bringen es auf den Weg, und das ist wichtig“, kommentierte Alfred Honisch (Grüne) das neuerliche Ja des Bauausschusses. „Wir brauchen solche Anlagen“, betonte Roland Bosch (ÖDP) und war sich darin mit allen Ausschuss-Kollegen einig. Und Horst Martin (SPD) fügte hinzu: „Die Zustimmung ist richtig. Ob es dann ein oder zwei Anlagen werden, ist für uns eigentlich unerheblich.“

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