DWD ruft höchste Warnstufe aus – in diesen Regionen droht „Gefahr für Leib und Leben“

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Gefrierender Regen, Schnee und Sturm setzen heute viele Regionen unter Druck. Wo Deutschland besonders verwundbar ist, entscheidet ein schmaler Kälte-Gürtel.

Deutschland steht an diesem Wintertag unter ungewöhnlichem Druck. Zwischen Nordsee und Alpen wechseln sich kräftige Schneeschauer und gefrierender Regen ab. Dazwischen fällt scheinbar harmloser Nieselregen, der auf eiskaltem Boden gefriert. Straßenmeistereien, Bahn und Stromnetzbetreiber arbeiten im Dauerbetrieb. Viele Menschen geraten schon beim ersten Schritt vor die Haustür ins Rutschen. Doch in manchen Regionen entlädt sich diese Mischung am gefährlichsten.

Ein Warnschild Schleudergefahr bei Schnee und Regen. Symbolbild.
Während in manchen Regionen nur Schneematsch liegt, entstehen anderswo Eispanzer auf Leitungen und Bäumen. (Symbolbild) © IMAGO / Eibner Europa

Nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes (DWD) trifft die Lage den Nordosten am härtesten. Für Teile der Uckermark und Regionen in Vorpommern gilt die höchste Warnstufe (Violett). Auch auf Usedom und Rügen sprechen die Meteorologen von extremem Unwetter. Auslöser ist langanhaltender gefrierender Regen, der Bäume, Leitungen und Masten mit dicken Eispanzern überzieht. Parallel warnt der DWD in Bayern, Baden-Württemberg, Hamburg und Ostholstein vor Unwettern. Auch in Teilen Osthessens können kräftiger Schneefall und Verwehungen den Verkehr lahmlegen. Diese gleichzeitige Häufung violetter und roter Warnstufen ist außergewöhnlich.

Gefrierender Regen, Schneebruch und Verkehrsrisiken: Das bringt der bisher härteste Wintertag 2026 jetzt

Besonders heikel ist die Lage dort, wo sich Eis auf jede Oberfläche legt. In den Eisregen-Gebieten im Nordosten drohen Bäume und Stromleitungen unter dem Gewicht nachzugeben. Fachleute des Deutschen Wetterdienstes sehen hier ein erhöhtes Risiko für Stromausfälle und blockierte Straßen. Der europäische Warndienst MeteoAlarm hebt die Lage ebenfalls deutlich hervor. Mehrere betroffene Landkreise gelten wegen der Eisbruchgefahr als nur eingeschränkt erreichbar. Wer in diesen Regionen unterwegs ist, sollte Routen und Alternativen sehr sorgfältig planen.

Auch ohne Extremstufen spüren viele Bundesländer die Folgen der Winterlage deutlich. Auf wichtigen Autobahnachsen wie A7, A8 oder A81 reichen wenige Zentimeter Neuschnee. Dann geraten Lastwagen an Steigungen schnell ins Stocken und blockieren die Fahrbahn. In Osthessen, im Harz und im Thüringer Wald sind die Straßen besonders anfällig. Enge Kurven und glatte Fahrbahnen erhöhen dort die Gefahr von Staus und Unfällen. Bahnunternehmen kämpfen parallel mit vereisten Weichen und beschädigten Oberleitungen. An den Flughäfen München und Hamburg verzögern Enteisung und Räumung den Betrieb. Startende und landende Maschinen müssen mit längeren Wartezeiten rechnen.

So sollten Sie sich verhalten, wenn Sie in roten und violetten Warngebieten leben

Violette Zone (Extremes Unwetter – akute Gefahr für Leib und Leben)
Haus nur im Notfall verlassen, Wälder, Parks und Alleen strikt meiden.
Auto stehen lassen, mit blockierten Straßen und Stromausfällen rechnen.
Auf Ausfälle vorbereiten: Lichtquellen, geladene Powerbanks, warme Kleidung bereitlegen.

Rote Zone (Unwetter – hohe Gefahr)
Nicht zwingend nötige Fahrten verschieben, nach Möglichkeit zu Hause bleiben.
Bei unvermeidbarer Fahrt: Decken, warme Getränke, Schaufel, voller Tank ins Auto.
Langsam fahren, großen Abstand halten, ruckartige Manöver vermeiden.

Für alle Warngebiete
Offizielle Warn-Apps (z. B. NINA, WarnWetter) und Lokalradio nutzen.
112 nur bei echten Notfällen wählen.
Zu Fuß kleine Schritte, guter Halt am Schuhwerk, glatte Flächen meiden.

Für viele Menschen bedeutet dieser Tag vor allem eines: Unsicherheit. Die Mischung aus gefrierendem Regen, schwerem Schnee bis zu 25 cm und Dauerfrost ist ein Stresstest ab dem ersten rutschigen Schritt vor die Haustür. Viele fragen sich nun, wann dieser Winter endlich zur Ruhe kommt. In den kommenden Tagen stehen Deutschland laut ersten Prognosen noch strenger Frost bevor. Danach könnte sich jedoch eine spürbare Wetterwende abzeichnen. Sie würde die Kältewelle abschwächen und neuen Niederschlag nach Deutschland bringen.

Информация на этой странице взята из источника: https://www.merkur.de/welt/dwd-verhaengt-aktuell-hoechste-warnstufe-extremwetterlage-in-deutschland-94140302.html