Zyklon walzt durch Italien: Erdrutsch zerreißt Stadt – Geröll verschüttet Tunnel, Sorge um Vermisste

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Die Wetterlage in Italien bleibt angespannt. Zyklon Harry löst schwere Erdrutsche aus, das Extrem-Wetter begrenzt sich nun nicht mehr auf die Küsten.

Niscemi – Zyklon Harry fegt weiter durch die Urlaubsregionen in Italien und löst jetzt auch Warnungen im Landesinneren aus. Für die Inseln Sizilien und Sardinien gilt am Montag (26. Januar) weiterhin gelbe Unwetterwarnstufe, in Kampanien, Venetien und Kalabrien erwartet der Katastrophenschutz ebenfalls intensive Regen, der zu Überschwemmungen, Steinschlag und Erdrutschen führen kann.

Unwetter in Italien: Ein Erdrutsch zerriss die Stadt Niscemi auf Sizilien förmlich, ein anderer verlegte die Straße vor einem Tunnel bei Genua. © Screenshot/X/Vigili del Fuoco

So geschehen in Niscemi auf Sizilien. Ein Erdrutsch hat am Sonntag ein Viertel der 25.000-Einwohner-Stadt getroffen. Am Montag kamen weitere Erdrutsche hinzu. „Die Lage ist dramatisch“, sagt Bügermeister Massimiliano Conti der italienischen Presse. „In der Nacht entstand ein 25 Meter tiefer Einschnitt. Wir arbeiten mit dem Zivilschutz an einer Ausweichlösung. Um die Stadt nicht von der Außenwelt abzuschneiden, könnte eine alternative Straße gebaut werden.“

1000 Menschen wegen Erdrutsch evakuiert – Vermisstensuche vor Tunnel in Italien

Laut dem Sender Rai wurden bis zum Montagvormittag bereits 1000 Menschen aus Niscemi evakuiert, Gemeinde und Präfektur haben einen Krisenstab einberufen. Der Erdrutsch habe viele Anwohner obdachlos gemacht, heißt es von der Gemeinde. Fotos zeigen, wie knapp es für einige Häuser gewesen ist.

Auch Norditalien bleibt nicht vom Unwetter verschont. Ein schwerer Erdrutsch hatte sich am Sonntag auf der Via Aurelia zwischen Arenzano und Genua ereignet. Vor dem Pizzo-Tunnel gingen große Felsbrocken auf beide Fahrspuren ab.

Der Erdrutsch war so gewaltig, dass Teams der Feuerwehr jetzt mit Spürhunden nach möglicherweise vermissten Personen unter den Geröllmassen suchen. Das Gebiet galt schon zuvor als gefährdet.

Zyklon Harry löst heftige Unwetter in Italien aus

Wintersturm Harry hatte bereits in der Vorwoche schwere Verwüstung in Italien hinterlassen, nach ersten Schätzungen der sizilianischen Regionalregierung liegt der Schaden bei über einer halben Milliarden Euro. Ganze Küstenabschnitte wurden förmlich weggerissen, ein Urlauber-Juwel steht vor dem Nichts. (Verwendete Quellen: Dipartimento Protezione Civile, Vigili del Fuoco, Rai) (moe)

Информация на этой странице взята из источника: https://www.merkur.de/welt/italien-unwetter-neue-erdrutsche-evakuierungen-und-suche-nach-vermissten-zr-94139721.html