Schock in Wiener Luxus-Heim: Angehörige erheben schwere Vorwürfe – „Auch meine Mama wurde ermordet“

  1. Startseite
  2. Welt

Kommentare

Mord-Vorwurf im Luxus-Heim in Wien: Die Tochter eines ORF-Stars fordert neue Ermittlungen. Es ist der dritte verdächtige Todesfall seit 2018.

Wien – Ein eisiger Schauer durchfuhr Brigitte Schneider, als sie die Nachricht vom neuen Mord im Döblinger Pensionistenheim erreichte. Dort, wo ihre eigene Mutter 2019 starb, wurde am Dienstag eine 87-Jährige tot aufgefunden – ermordet, berichtet unter anderm ORF. Für die Tochter von ORF-Legende Walter Niesner ist das kein Zufall. Der aktuelle Fall weckt böse Erinnerungen: Am 20. Januar entdeckte das Personal der Park Residenz Döbling eine tote Bewohnerin in ihrem Zimmer. Die Obduktion bestätigte Mord durch Ersticken, sogar ein Schmuckstück fanden die Ermittler im Hals der Frau.

Altenheim und Senioren
Ein Luxus-Heim in Wien steht unter einem schrecklichen Verdacht – statt sich um die Bewohner zu kümmern, sollen mehrere Personen umgebracht worden sein. (Symbolbild) © Ute Grabowsky / photothek.net via www.imago-images.de

Für Brigitte Schneider, deren Mutter Inge Niesner 2019 im selben Heim verstarb, sind die Parallelen erschreckend. Die Witwe des berühmten Radiomoderators Walter Niesner war damals 97 Jahre alt und kerngesund, als sie plötzlich tot in ihrem Bett gefunden wurde. Leider kein Einzelfall, auch in Deutschland gab es schon ähnliche Fälle, ein Pfeger erhielt sogar den Spitznamen „Sensenmann“.

Verdächtige Parallelen zwischen den Todesfällen in Österreich: Forderung nach neuer Untersuchung

Als Schneider Kleidung für die Beerdigung holen wollte, machte sie eine schockierende Entdeckung: „Ringe, Uhren, Schmuck waren weg. Der Schaden mindestens 30.000 Euro“, bericht die Tochter dem österreicher Nachrichtenportal heute.at. Sie kämpfte jahrelang um Aufklärung und erhielt 2022 nach einem Gerichtsprozess 15.900 Euro Entschädigung von der Residenz. Doch das reichte ihr nicht: „Ich bin sicher, auch meine Mutter wurde ermordet. Ich fordere eine neue Untersuchung“, erklärt sie entschlossen.

Ihre Vermutung stützt sich auf eigene Beobachtungen: „Sie muss erstickt worden sein. Am Bettzeug habe ich zudem Blutflecken wahrgenommen. Ich bin eine Kämpferin und werde nicht ruhen, bis der Tod meiner Mutter aufgeklärt ist.“ Bereits 2018 gab es einen weiteren mysteriösen Todesfall im selben Heim. Auch dort war der Safe einer verstorbenen 96-Jährigen geplündert worden, Schmuck im Wert von 15.000 Euro verschwand. Schneiders Anwalt fand heraus: In beiden Fällen von 2018 und 2019 hatte dasselbe Personal Dienst. Auch in Deutschland standen kürzlich Pflegekräfte unter schweren Vorwürfen.

Ermittlungen laufen nach myteriösen Todenfällen in Seniorenheim auf Hochtouren

Die Polizei bestätigte dem ORF, dass in zwei der älteren Fälle Diebstähle angezeigt wurden, die bis heute ungeklärt sind. In einem Fall habe die damalige Obduktion einen natürlichen Tod festgestellt, im anderen Fall habe es „keine Bedenklichkeiten“ gegeben. Das Landeskriminalamt ermittelt nun intensiv im aktuellen Mordfall. Derzeit werden Angehörige des Opfers befragt, vor allem die Kinder. Ob aus dem Zimmer Gegenstände entwendet wurden, wird noch untersucht. Die Polizei hält sich mit weiteren Details zurück.

Für Brigitte Schneider ist der neue Mord ein Weckruf: „Schrecklich, was wohl vielen älteren Menschen widerfahren ist.“ Sie hofft, dass die aktuellen Ermittlungen endlich Licht in die dunklen Geheimnisse der noblen Residenz bringen. (Quellen: heute.at, ORF) (kiba)

Информация на этой странице взята из источника: https://www.merkur.de/welt/schock-in-wiener-luxus-heim-auch-meine-mama-wurde-ermordet-zr-94138083.html