Die FWG Lenggries lädt zum Neujahrsempfang in die Rooftopbar ein. Landratskandidat Ludwig Schmid hofft auf Unterstützung bei der Kommunalwahl.
Lenggries – Vor allem „der Dialog soll im Vordergrund stehen“, sagte Bürgermeister Stefan Klaffenbacher in seiner Ansprache beim Neujahrsempfang der Freien Wählergemeinschaft in der Rooftopbar des Hotels Flesslers. „Wir freuen uns auf viele Gespräche über den Dächern von Lenggries“, hatte auch Ortschef Martin Eimansberger betont. Entsprechend kurz fiel am Donnerstagabend der offizielle Teil aus, damit im Anschluss genug Zeit zum Ratschen blieb.
Mehr Augenmerk auf den Ganzjahrestourismus
Klaffenbacher unternahm einen Streifzug durch Themen, die Lenggries bewegen und bewegen werden. Da die Winter wärmer werden, müsse man ein größeres Augenmerk auf den „Ganzjahrestourismus legen“ und ein alternatives Angebot schaffen. Gemeinsam mit der Bergbahn habe man erste Projekte angeschoben. Impulse gab es auch aus einer Zukunftswerkstatt, bei der sich Bürger einbrachten.
Große Investitionen in die „Isarwelle“ notwendig
Bei der „Isarwelle“ stünden große Investitionen an. Zu stemmen seien die – Kostenpunkt: rund 19 Millionen Euro – nur mit Fördermitteln. Gerade hat sich die Gemeinde um die Aufnahme in ein Bundesförderprogramm beworben. „Drückt uns die Daumen, dass das klappt.“ Doch auch dann bleibe für die Kommune immer noch ein Millionenbetrag zu stemmen.
Klaffenbachers Pläne für das Kasernenareal
Vorangehen soll es mit der Kasernenentwicklung. Klaffenbacher verteidigte den Plan, den Bauhof von Anger ins Kasernenareal zu verlegen. Am jetzigen Standort müsste ein siebenstelliger Betrag investiert werden, es gebe aber keine Erweiterungsmöglichkeit an der Stelle. Daher sei es sinnvoller, das Geld in den Umzug zu stecken und das frei werdende Areal als Gewerbeflächen zu verkaufen. So lasse sich die Investition refinanzieren, zudem decke man die enorme Nachfrage nach Gewerbegrundstücken. Dazu sollen in der Kaserne bezahlbare Wohnungen, eine Kita und ein Multifunktionsplatz entstehen. Darüber hinaus sieht Klaffenbacher noch genug Entwicklungspotenzial – etwa für ein Ärztehaus, Tagespflege, Kunst, Kultur und weitere Ideen, die die Lenggrieser einbringen können.
Landratskandidat: Politik „mit Menschenverstand und Pragmatismus“
FW-Landratskandidat Ludwig Schmid aus Geretsried gab Einblick in seine Familiengeschichte und seine Wurzeln, die in Lenggries liegen. Das Amt des Landrats sei in seiner Lebensplanung nicht vorgesehen gewesen. „Aber ich traue es mir zu. Und vor allem trauen es mir andere zu“, sagte er. Der Landkreis sei in vielen Bereichen nicht schlecht aufgestellt, verfüge über zwei Krankenhäuser, Pflegeeinrichtungen, hochkarätige Museen wie das Franz-Marc-Museum und den Erinnerungsort Badehaus. Zudem sei er ein robuster Wirtschaftsstandort, der breit aufgestellt sei. „Und bei uns ist es schöner als anderswo.“ Das alles falle nicht vom Himmel, sondern müsse aktiv erhalten werden. Die Freien Wähler würden die Themen „mit Menschenverstand und Pragmatismus“ und frei von Dogmen angehen, betonte Schmid. „Wir brauchen keine Parteistrukturen und niemanden in Berlin oder München, der uns sagt, was wir am besten denken sollen.“
Schmid hofft auf Wahlunterstützung aus Lenggries
Der Lenggrieser FWG wünscht Schmid alles Gute. „Ihr habt einen bewährten Bürgermeister und super Listenkandidaten.“ Er hoffe, dass die FWG bei der Kommunalwahl am 8. März mindestens so erfolgreich ist wie bei der letzten. „Und ich habe auch nichts dagegen, wenn Ihr den Leuten sagt‘s: Wählt‘s den Schmid Ludwig.“