„So bleibt die Regionalität bestehen“ – Isen fordert gestrichene Windkraft-Fläche zurück

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„So bleibt die Regionalität bestehen“ – Isen fordert gestrichene Windkraft-Fläche zurück

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Im Drei-Landkreis-Eck zwischen Erding, Mühldorf und Ebersberg liegt die Fläche (grün), die Isen gerne für Windkraft reserviert haben möchte. © Regionaler Planungsverband Südostbayern

Der Marktgemeinderat will eine bereits ausgeschlossene mögliche Windkraft-Fläche wieder aufnehmen lassen. In der Nachbargemeinde kommt nämlich eine direkt angrenzende Fläche infrage.

Isen – Was bisher planmäßig weg war, soll wieder zurückkommen. Der Marktgemeinderat Isen ist sich einig: Ein möglicher Windkraft-Standort, der bereits aus dem Regionalplan München ausgeschlossen worden war, soll wieder als Vorrangfläche für Windkraft aufgenommen werden. Diese Fläche auf Isener Flur, die Richtung B12 geht und angrenzend zu Hohenlinden ist, wurde nämlich relativ schnell ausgeschlossen. Der Grund: Die Flugsicherungsanlage im Großhaager Forst sei zu nah.

Nun eröffnete der Regionalplan Südostbayern einen möglichen Standort als Vorranggebiet. Und zwar im Gemeindegebiet Maitenbeth (W74) südlich direkt angrenzend an die auf Isener Seite gestrichene Fläche.

Die Marktgemeinde Isen hält es daher für sinnvoll, diesen Bereich wieder als Vorrangfläche Windkraft in den Regionalplan München mit aufzunehmen. „So bleibt die Regionalität bestehen“, sagte Bürgermeisterin Irmgard Hibler (FW) im Gespräch mit unserer Zeitung.

„Warum sollen das nur die Großen machen?“ – Bürgerenergie Isental will sich bewerben

Nun fordert Isen eine einheitliche Behandlung. Denn auch die Isener Seite erfülle die Kriterien für einen möglichen Windkraft-Standort, wurde am Dienstagabend in der Marktratssitzung argumentiert. Zudem, so Hibler, seien die Bürger sehr engagiert. Ein Beispiel: die Bürgenergie Isental. Die Initiative treibt Windenergie in Isen im Bürgermodell voran.

Als weiteren möglichen Windkraft-Standort in der Marktgemeinde begrüßt der Gemeinderat einstimmig die Aufnahme des Vorranggebiets WE21g im Sollacher Forst, nahe der Mülldeponie, in den Regionalplan München. Auf diesen möglichen Standort will sich die Bürgerenergie Isental auch bewerben, wie eine Sprecherin mitteilt. „Warum sollen das nur die Großen machen?“, sagte sie.

Mögliche Fläche in der Nähe der Waldkapelle St. Leonhard gestrichen

Die Bürger könnten sich an der Finanzierung beteiligen und anschließend sogar damit Gewinn machen. Dafür bietet die Bürgerenergie Isental am Samstag eine offene Fragerunde an, in der zuvor mit Interessierten zwei mögliche Standpunkte abgegangen werden. Treffpunkt ist um 14 Uhr an der Mülldeponie.

Das Vorranggebiet WE21a, das in der Nähe der Waldkapelle St. Leonhard, der sogenannten Müllerbrünnl-Kapelle, liegt, wurde gestrichen. Wegen der Lage sei das ein ungeeigneter Ort für ein Windrad, darin waren sich alle Mitglieder des Marktgemeinderats einig. Stattdessen soll die mögliche Fläche durch die WE21h im Bereich des Kopfsburger Holz in Lengdorf ersetzt werden.