Aktuelle News zum Ukraine-Krieg im Ticker: Russlands Verluste steigen weiter. Wladimir Putin lässt weiter die Energieinfrastruktur angreifen – Stromausfälle gemeldet.
Das Wichtigste in
diesem News-Ticker
- Ukraine News: Russland greift Energienetz an – Putins Armee eskaliert Energiekrieg.
- Aktuelle Lage im Ukraine-Krieg spitzt sich zu – Selenskyj spricht von „außerordentlichen Herausforderungen“.
- Russlands Verluste im Ukraine-Krieg steigen – Wladimir Putin verliert 990 Soldaten an einem Tag.
Kiew/Moskau – Die aktuelle Lage im Ukraine-Krieg bleibt weiter angespannt. Die Truppen von Wladimir Putin eskalieren den Energiekrieg immer weiter und nehmen die Versorgung im Nachbarland mit Nachdruck ins Visier. Wie die ukrainische Luftwaffe berichtet, hat Russlands Armee in der Nacht zum 14. Januar erneut einen Großangriff durchgeführt, bei dem drei ballistische Raketen sowie 113 Drohnen eingesetzt wurden. „Treffer von 2 ballistischen Raketen und 24 unbemannten Luftfahrzeugen wurden an 13 Orten registriert, sowie der Absturz von Luftfahrzeugen (Trümmerteile) an 3 Orten“, hieß es in einer Erklärung.
Transparenzhinweis
Die hier verarbeiteten Informationen stammen von Nachrichtenagenturen und internationalen Quellen, aber auch von Kriegsparteien im Ukraine-Krieg. Die Angaben lassen sich nicht unabhängig überprüfen.
Die Luftwaffe betonte, dass der russische Angriff im Ukraine-Krieg andauert und sich noch immer mehrere russische Drohnen im ukrainischen Luftraum befinden. Derweil gab DeepState bekannt, dass russische Streitkräfte in den Gebieten Charkiw und Saporischschja vorrücken sollen. Demnach soll die Armee von Wladimir Putin deutliche Erfolge erzielen.
Ukraine News: Russland greift Energienetz an
Mit Beginn der kalten Jahreszeit ist der Ukraine-Krieg auch zu einem Energiekonflikt geworden. Immer wieder greifen Kiew und Moskau Infrastruktureinrichtungen des Gegners an. Das Stromnetz der Ukraine ist nach den systematischen und zuletzt noch einmal verschärften russischen Angriffen stark beschädigt. Netzabschaltungen sind an der Tagesordnung. Täglich müssen die Ukrainer stundenlang ohne Strom- und Wärmeversorgung auskommen. In der Nacht zum 14. Januar haben russische Drohnen in der Nähe der Stadt Krywyi Rih angegriffen, in der Folge waren 45.000 Menschen ohne Strom.
„Der Feind hat erneut einen großangelegten Shahed-Drohnenangriff auf eine Infrastruktureinrichtung durchgeführt“, erklärte Oleksandr Vilkul, Vorsitzender des Verteidigungsrates von Krywyj Rih, auf Telegram und rief dazu auf, dass Anwohner Wasser horten sollen. „Durch die Notstromausfälle sind mehr als 45.000 Verbraucher ohne Strom und über 700 Gebäude ohne Heizung aus mehreren Heizkraftwerken. Kleinere Heizkraftwerke haben auf Generatoren umgeschaltet“, erklärte er später zu dem Angriff im Ukraine-Krieg.
Auch in Kiew halten die Probleme an. Um 7:30 Uhr Ortszeit teilte Vilkul mit, dass die Einsatzkräfte alle von den Stromausfällen betroffenen Kunden wieder ans Netz angeschlossen hätten. „Die Energiearbeiter haben das nahezu Unmögliche geschafft“, schrieb Vilkul. „Die Kesselanlagen wurden in Betrieb genommen und erreichen bereits die Betriebstemperatur.“ Der Kiewer Bürgermeister Vitali Klitschko sagte, dass die Mitarbeiter der Versorgungsbetriebe weiterhin die durch russische Angriffe beschädigte Infrastruktur wiederherstellen, während die Situation bei der Stromversorgung nach wie vor äußerst schwierig sei.
Inzwischen sei es nach den Angriffen im Ukraine-Krieg gelungen, die Versorgung in den meisten Gebäuden wiederherzustellen. Allerdings sind fast 500 Hochhäuser noch immer ohne Heizung, und die Mitarbeiter der Versorgungsbetriebe setzen ihre Arbeiten fort.
Aktuelle Lage im Ukraine-Krieg spitzt sich zu
Nach fast vier Jahren Krieg spitzt sich die Lage in der Ukraine nach Darstellung von Präsident Wolodymyr Selenskyj immer weiter zu – sowohl an der Front als auch im Hinterland. Am Montagabend erklärte er, dass Russland mit ganzer Härte die Angriffe fortsetzt. „Allein an ballistischen Raketen waren es 18 Stück“, sagte Selenskyj in seiner täglichen Videoansprache. Hinzu kämen Kampfdrohnen und Marschflugkörper.
Die Elektriker seien seit Wochen im Einsatz, um das Stromnetz einigermaßen am Laufen zu halten, sagte Selenskyj. „Das Wetter stellt zusätzliche Herausforderungen – außerordentliche Herausforderungen“, fügte er mit Blick auf die zweistelligen Minustemperaturen hinzu. Probleme gebe es aber auch an der Front, räumte Selenskyj ein: „Überall ist es jetzt schwer – an der Front am schwersten“, sagte er. Trotz des Frosts greife Russland weiter an. Immerhin hält seinen Angaben nach auch die Verteidigung weiter stand. Die Ukraine ist seit Monaten in der Defensive und musste im Osten und Süden des Landes zuletzt weitere Positionen aufgeben.
Russlands Verluste im Ukraine-Krieg steigen
Während die Kämpfe im Ukraine-Krieg weiter anhalten, steigen Russlands Verluste deutlich an. Wie der Generalstab der Streitkräfte der Ukraine bekannt gab, sind in den vergangenen 24 Stunden 990 Soldaten getötet oder verletzt worden. Seit Beginn der Kämpfe am 24. Februar 2022 betragen die Verluste Russlands im Ukraine-Krieg demnach 1.221.940 Kämpfer. Zudem hat Putin 11.550 Panzer, 23.902 gepanzerte Kampffahrzeuge sowie 36.098 Artilleriesysteme verloren. (fbu mit Agenturen)