Lage im Iran: Mullah-Regime reagiert auf Trump-Drohung – Tausende demonstrieren

  1. Startseite
  2. Politik

Kommentare

Trump droht Verbündeten des Mullah-Regimes. In Teheran laufen Vorbereitungen auf eine militärische Konfrontation. Die aktuelle Lage im Iran im Ticker.

Das Wichtigste in
diesem News-Ticker

  1. Aktuelle Lage im Iran nach Protesten in Teheran – Internationaler Druck auf das Mullah-Regime steigt an
  2. US-Regierung reagiert auf Lage im Iran – US-Präsident Donald Trump droht mit Militäreinsatz

Teheran – Nach gut zwei Wochen tödlicher Proteste im Iran ist die Zahl der Toten erneut gestiegen. Wie die BBC und Al Jazeera berichten, sind seit Beginn der Ausschreitungen etwa 500 Demonstranten gestorben. Internationale Medien berichten zudem von etwa 50 getöteten Sicherheitskräften. Iranische Staatsmedien sprechen sogar von mehr als 100 toten Sicherheitskräften.

Nach den Protesten gegen die Regierung im Iran versammeln sich tausende Anhängerinnen und Anhänger des Mullah-Regime zu einer Großdemonstration in Teheran.
Nach den Protesten gegen die Regierung im Iran versammeln sich tausende Anhängerinnen und Anhänger des Mullah-Regime zu einer Großdemonstration in Teheran. © IMAGO/Fatemeh Bahrami

Das Mullah-Regime bemüht sich weiter darum, die Lage im Iran unter Kontrolle zu bringen. Das Internet im ganzen Land ist seit mehr als 100 Stunden blockiert. Präsident Massud Peseschkian warnte vor neuen „Unruhen“ und sagte in einem Fernsehinterview, das von den staatlichen Medien übertragen worden war, dass „Aufrührer die Gesellschaft destabilisieren“ würden. In Reaktion auf die Proteste im Iran versammelte das Mullah-Regime am Montag tausende Regierungsanhänger zu einer Großdemo in der Hauptstadt Teheran.

Aktuelle Lage im Iran nach Protesten in Teheran

Gleichzeitig steigt der internationale Druck auf das Mullah-Regime. Die Lage im Iran beschäftigt sowohl die US-Regierung in Washigton DC als auch die Regierungschefs Europas. US-Präsident Donald Trump drohte der Regierung der Islamischen Republik mit einer erneuten militärischen Intervention, sollte die Gewalt gegen Demonstranten nicht aufhören. Auch die Verbündeten des Mullah-Regimes müssten mit Konsequenzen rechnen, so Trump. Das gelte vorwiegend für China, wie eine Sprecherin des Weißen Hauses gegenüber Medienvertretern klarstellte. Zuvor hatte Trump den Handelspartnern des Iran mit zusätzlichen Strafzöllen in der Höhe von 25 Prozent gedroht.

Bundeskanzler Friedrich Merz wiederum stellte sich noch während seiner Reise nach Indien an die Seite der Demonstranten im Iran. „Wenn sich ein Regime nur noch mit Gewalt an der Macht halten kann, dann ist es faktisch am Ende. Ich gehe davon aus, dass wir jetzt hier auch gerade die letzten Tage und Wochen dieses Regimes sehen“, sagte er laut der Frankfurter Rundschau von Ippen.Media.

Aufgrund der aktuellen Lage im Iran haben die USA alle ihre Bürger zur Ausreise aufgefordert. „Verlassen Sie den Iran jetzt“, war in einer am Dienstag veröffentlichten Meldung der virtuellen US-Botschaft im Iran zu lesen. Man müsse damit rechnen, dass die Proteste weiter „eskalieren und gewalttätig werden könnten, was zu Verhaftungen und Verletzungen führen könnte“. US-Bürger seien einem „erheblichen Risiko von Verhören, Verhaftungen und Inhaftierungen ausgesetzt“.

US-Regierung reagiert auf Lage im Iran

Das Mullah-Regime wiederum zeigt sich trotz der angespannten Lage im Iran weiter unbeeindruckt. Auf die Drohung Trumps reagierte Außenminister Abbas Araghchi in einem Interview mit Al Jazeera. Man bemühe sich weiter um Diplomatie, sei jedoch auf „alle Optionen vorbereitet“. Im Gegensatz zur Situation im letzten Jahr, als die USA die Atomanlagen des Iran mit Luftschlägen stark beschädigten, verfüge der Iran nun über eine „umfangreiche und weitreichende militärische Bereitschaft“.

Aktuelle Lage im Iran: Trump droht mit Militärschlag

Trump hatte am Sonntag erklärt, das Militär befasse sich mit der Lage im Iran und prüfe „sehr drastische Optionen“. US-Medienberichten zufolge war für heute ein Treffen Trumps mit seinem nationalen Sicherheitsteam geplant, berichtete die dpa. Das US-Nachrichtenportal Axios berichtete unter Berufung auf einen Beamten des Weißen Hauses, Trump neige dazu, Ziele im Iran anzugreifen, habe aber noch keine Entscheidung getroffen. (dil) (Verwendete Quellen: Al Jazeera, BBC, DPA, Axios)

Информация на этой странице взята из источника: https://www.merkur.de/politik/lage-im-iran-mullah-regime-reagiert-auf-trump-drohung-tausende-demonstrieren-zr-94120133.html