Über 3400 Euro verloren: Vater und Kind durch Mietbetrug obdachlos

In der englischen Stadt Gloucester wurden Adam und sein 12-jähriger Sohn Archie Opfer eines Mietbetrugs. Als sie ihre neue Wohnung betreten wollten, stellten sie laut der BBC fest, dass dort bereits jemand lebte.

"Man denkt nie, dass so etwas einem selbst passiert"

Der Vater klopfte an die Tür einer Frau, die in der Unterkunft wohnte, und geriet mit ihr in einen Streit. Erst später wurde ihm das volle Ausmaß des Betrugs bewusst, nachdem am selben Tag insgesamt sechs Interessenten dort gewesen waren. Die Familie verlor insgesamt 3000 Pfund (etwa 3438 Euro) durch den Schwindel und somit die finanziellen Mittel, eine neue Wohnung zu mieten.

"Man denkt nie, dass so etwas einem selbst passiert", sagte Adam der BBC. Die Online-Anzeige der Wohnung hatte seiner Ansicht nach seriös gewirkt. Der Engländer erzählte, dass ihm die Unterlagen für das Kautionssicherungsprogramm übergeben wurden und der Mietvertrag scheinbar von einem örtlichen Anwalt unterschrieben gewesen sei.

Später stellte sich jedoch heraus, dass die Unterschrift gefälscht war. Außerdem untersuchte die Polizei die Website gemeinsam mit Adam und erklärte, sie gehöre zu den besten Betrugsseiten, die ihnen je begegnet sei.

Neue Perspektive in YMCA-Unterkunft

Seit September leben Adam und Archie in einer YMCA-Unterkunft, einer Wohltätigkeitsorganisation, die Menschen in Not hilft. Archie kann die Schule besuchen, und Adam erhält Unterstützung.

"Wir sind wie unsere eigene kleine Gemeinschaft, und es gibt immer jemanden, der bei irgendetwas helfen kann", sagte Adam. Archie fühle sich wohl und möchte nicht wegziehen. Trotz der Schwierigkeiten haben sie in Gloucester eine neue Perspektive gefunden.

Wie Sie falsche Immobilienanzeigen erkennen

Auch in Deutschland locken Betrüger mit gefälschten Wohnungsanzeigen. Damit Sie nicht Opfer einer solchen Masche werden, gibt die "Verbraucherzentrale" folgende Tipps:

  • Ungewöhnlich niedrige Preise: Sehr günstige Mieten oder Nebenkosten können auf Betrug hinweisen. Vergleichen Sie den Preis mit dem örtlichen Mietspiegel, um die Seriosität besser einschätzen zu können.
  • Vorsicht bei Vorkasse: Wer vor einer Besichtigung Geld verlangt, ist meist unseriös. Seriöse Vermieter fordern keine Zahlungen im Voraus.
  • Unstimmige Angaben: Prüfen Sie die Anzeige genau und achten Sie auf Unterschiede zwischen Bildern und Text. Vor allem bei Schnäppchen sollten Sie besonders aufmerksam sein.