- Der vollständige Artikel von Leonard F. Wohlfahrt, auf den sich die folgende Kommentar-Analyse bezieht, ist hier verfügbar: Als Reporterin Trump der Lüge bezichtigt, nennt er sie "die widerlichste im Raum"
US-Präsident Trump gerät in die Kritik, nachdem er eine Reporterin scharf angegangen hat, die ihn auf widersprüchliche Aussagen zu einem Militärschlag angesprochen hatte. In unserer Community diskutieren die Leser vor allem das Verhältnis zwischen Politik, Presse und öffentlicher Kommunikation. Viele setzen sich mit Trumps konfrontativem Stil auseinander, andere mit der Rolle des Journalismus und der Frage, wie glaubwürdig politische Aussagen heute noch sind. Immer wieder werden Vergleiche zu deutschen Verhältnissen gezogen und Trumps Einfluss auf internationale Politik eingeordnet
Kritik an Trumps Kommunikationsstil
Viele Leser reagieren mit deutlicher Irritation auf Trumps Auftritt im Weißen Haus. Sie bemängeln seine sprunghaften Aussagen, seine Neigung zu persönlichen Angriffen und die fehlende Bereitschaft seines Umfelds, ihm zu widersprechen. Immer wieder wird auf mögliche Alterserscheinungen hingewiesen, die seine Kontrolle über Botschaften und Tonlage beeinträchtigen könnten. Die User verbinden das Verhalten mit der Frage, wie ein solcher Kommunikationsstil langfristig politische Kultur und demokratische Prozesse beeinflusst.
"Das größte Problem ist, dass man sich nicht auf die Aussagen von Trump verlassen kann. Heute Hü, morgen Hott." Zum Originalkommentar
"Na ja, man kann doch mal was vergessen. Hauptsache, er weiß, wie man sich staatsmännisch verhält! (Ironie) Er spricht ja immer nach dem Motto: Was ich selber denk und tu, trau ich andern Leuten zu!" Zum Originalkommentar
"George Bernhard Shaw hat es auf den Punkt gebracht: Die Sprache macht den Menschen." Zum Originalkommentar
Kritik an Medien und Journalismus
Ein großer Teil der Leserschaft richtet den Blick auf die Rolle der Medien. Die Leser diskutieren, wie mutig, unabhängig oder zurückhaltend Journalisten im Umgang mit Politikern wie Trump auftreten. Der direkte Schlagabtausch im Artikel führt zu Vergleichen mit der Medienpraxis in Deutschland, wo einige kommentierende Leser mehr Konfrontationsbereitschaft vermissen. Zugleich wird die Frage aufgeworfen, welche Verantwortung Medien in polarisierten politischen Umfeldern tragen und inwieweit sie politischen Akteuren Grenzen setzen können.
"Ich frage mich, warum man sich das bieten lässt. Eigentlich müssten alle Journalisten geschlossen den Raum verlassen, schon aus Solidarität." Zum Originalkommentar
"Wann wurde zuletzt von einem Journalisten im TV dem Kanzler direkt gesagt, er habe gelogen?" Zum Originalkommentar
"Kleiner Unterschied zu Deutschland... bei uns sind solche Fragen an den Kanzler unmöglich. Kritische Journalisten, z.B. Reitschuster, Tichy, Nius, sind nicht Bestandteil der Bundespressekonferenz ..." Zum Originalkommentar
Kritik an politischer Glaubwürdigkeit allgemein
Viele Leser nutzen den Vorfall als Anlass, politische Verlässlichkeit insgesamt infrage zu stellen. Trumps widersprüchliche Aussagen werden in einen breiteren Zusammenhang gestellt, der auch deutsche Politik umfasst. Immer wieder fällt der Hinweis, dass unklare oder widerrufene Aussagen keineswegs ein ausschließlich amerikanisches Phänomen seien. Die Kommentierenden fordern mehr Ehrlichkeit, nachvollziehbare Kommunikation und verbindliche Zusagen. Der Diskurs zeigt, wie groß die Skepsis gegenüber politischer Glaubwürdigkeit geworden ist und wie schnell Einzelereignisse zu grundsätzlichen Debatten über Vertrauen und Verantwortung führen.
"Politiker und ihr "Vorher/Nachher"-Problem. In einer PK ein Zugeständnis machen und dann nicht einhalten... ist in meinen Augen weniger problematisch als das, was unser Bundeskanzler macht. Und wie wenig die Presse mit Charakteren wie Trump umgehen kann, zeigt sich auch hier ..." Zum Originalkommentar
"Naja... er hat was gesagt und dann meint er, dass er es so nicht gesagt hätte. Wow. Hier in Deutschland vergessen unsere Politiker nie und nimmer, was sie vorher gesagt oder versprochen haben ..." Zum Originalkommentar
Sarkasmus zur Trump-Berichterstattung
Ein Teil der Leser kommentiert den Vorfall mit deutlicher Ironie. Sarkastische Beiträge nehmen sowohl Trumps Selbstinszenierung als auch die Dynamik der öffentlichen Debatte ins Visier.
"Ist auch egal, ob sie recht hat. Ronald McDonald ist der US-Präsident und der hat immer recht. Er wird deswegen nicht abgewählt. Aber mutig von der Reporterin, es ihm ins Gesicht zu sagen ..." Zum Originalkommentar
Kritik an Trumps politische Haltung
Mit sieben Prozent Anteil richtet eine kleinere Gruppe den Blick vom konkreten Vorfall auf Trumps politische Ausrichtung und seine internationalen Kontakte. Die Kommentare thematisieren einen möglichen Schulterschluss zwischen Trump und Putin und zeigen Befürchtungen in Bezug auf die Folgen für die deutsche Politik. Hier steht der gesamtgesellschaftliche und außenpolitische Kontext der Ereignisse im Mittelpunkt.
"Und dieser Mann setzt sich zusammen mit Putin dafür ein, dass hier in Deutschland die AFD allein regieren soll! Alles klar! Das sagt alles!" Zum Originalkommentar
Diskutieren Sie mit: Fördert Trumps Umgang mit Journalistinnen den offenen Diskurs – oder schadet er dem politischen Klima dauerhaft? Welche Rolle sollten Medien und Politiker bei der Wahrung von Transparenz und Respekt spielen? Schreiben Sie uns Ihre Meinung in die Kommentare.