Elektroauto-Pflicht für Firmen-Flotten? Leser kritisieren Brüssel scharf

Die Pläne der EU-Kommission, ab 2030 nur noch Elektroautos für Firmen- und Leasingflotten zuzulassen, löst in den Kommentaren intensive Diskussionen aus. Viele Leser sehen darin einen tiefen Eingriff in wirtschaftliche Abläufe und persönliche Mobilität. Vor allem Kritik an Bürokratie, demokratischer Legitimation und wirtschaftlichen Folgen prägt die Debatte, während andere die Vorschläge als notwendigen Impuls für Innovation und Klimaschutz einordnen. 

Kritik an EU Bürokratie und Politik

Viele Leser reagieren mit deutlicher Ablehnung auf den Vorstoß der EU-Kommission, Firmen- und Leasingflotten ab 2030 ausschließlich mit Elektrofahrzeugen zuzulassen. Sie empfinden die Pläne als Beispiel wachsender Regulierung und als Eingriff in unternehmerische und private Entscheidungsfreiheit. In den Kommentaren wird der EU vorgeworfen, Kompetenzen zu überschreiten und die Wirtschaft mit immer neuen Vorschriften zu belasten. Manche Leser zweifeln zudem, ob solche Maßnahmen gesellschaftliche Akzeptanz finden. 

"Warum stutzen die EU-Staaten Brüssel nicht wieder zurecht? Für diesen Unsinn und Kompetenzaneignung war die EU nicht gedacht! Die Brüsseler Betonköpfe ruinieren unsere Gegenwart und Zukunft!"  Zum Originalkommentar

"Da sitzen aus ihren jeweiligen Herkunftsländern wegdelegierte Ahnungslose aus Zwergenstaaten, die uns vorschreiben, welche Autos wir zu fahren haben. Das betrifft nicht nur die Autos. Autokratismus pur. Die können wegtreten, alle!"  Zum Originalkommentar

"Links-Grün regiert weiter. Wenn nicht aus Berlin, dann halt aus Brüssel ..."  Zum Originalkommentar

Skepsis gegenüber Legitimität

Ein Teil der Leserschaft verbindet die geplanten Vorgaben unmittelbar mit grundsätzlicher Kritik an der institutionellen Struktur der EU. Bemängelt werden die indirekte Legitimation der Kommission, fehlende Einflussmöglichkeiten der Bürger und ein Entscheidungsprozess, der als zu weit von nationalen demokratischen Strukturen entfernt wahrgenommen wird. Die E-Auto-Pflicht gilt vielen Kommentierenden als Symbol dafür, dass Vorgaben aus Brüssel zu wenig Rückbindung an den Wählerwillen haben. 

"Das ist nicht demokratisch, sondern Sozialismus, es kann doch nicht sein, dass die EU sich überall einmischt ..."  Zum Originalkommentar

"Brüssel, EU, immer immer wieder. Es ist nicht mehr zu ertragen, zehntausende Beamte erfinden immer neue Qualen für mündige Staaten und Bürger. Ich war einmal ein Verfechter Europas, der gemeinsamen Idee, heute bin ich überzeugter Gegner ..."  Zum Originalkommentar

Kritik an wirtschaftlichen Folgen EU-Regelungen

Viele Kommentare konzentrieren sich auf die möglichen wirtschaftlichen Auswirkungen der geplanten Umstellung. Befürchtet werden hohe Restwertrisiken bei Leasingfahrzeugen, steigende Kosten für Unternehmen und Belastungen für Handel und Arbeitgeber. Auch der Wettbewerbsvorteil deutscher Hersteller und Zulieferer wird infrage gestellt. Einige Leser sehen im Vorstoß ein falsches Signal für den Industriestandort, während andere den entstehenden Innovationsdruck als Chance betrachten. Insgesamt zeigt sich eine deutliche Verunsicherung darüber, ob Klimaschutzvorgaben und wirtschaftliche Stabilität ausreichend ausbalanciert sind.

"Nun ja - wenn die Leasing-Restwerte die Bilanzen zerstören, gibt es nur eine Lösung: Die Leasingraten müssen nach oben gehen. Das ist dann ungefähr so genau das, was der kaputte Wirtschaftsstandort Deutschland noch braucht. Noch höhere Kosten für Wirtschaft und Menschen!"  Zum Originalkommentar

"(...) Gerade die Firmenwagen unserer Außendienstler legen jeden Tag große Entfernungen zurück. Das geht am besten mit einem Diesel, weil der die nötige Reichweite hat. Wie sollen die Kollegen ihren dichten Zeitplan einhalten, wenn sie immer wieder Zwangspausen zum Laden machen müssen? Solche Regelungen können sich nur Leute einfallen, die noch nie gearbeitet haben ..."  Zum Originalkommentar

"Der nächste Mittelstand wird von der EU platt gemacht. Wer kein Batterieauto möchte, leiht auch keines. Und als Nächstes dürfte dann das Feuerwerk auf die Verbotsliste kommen und die nächste Industrie ist platt ..."  Zum Originalkommentar

"Die wirtschaftliche Lage der Autobauer wird sich rapide verschlechtern, wenn sie weiter auf Verbrenner setzen. Nur in den USA kann man noch Verbrenner verkaufen, aber da kommen die Zölle und schon ist der Verkauf geplatzt."  Zum Originalkommentar

Kritik an EU Eingriffen in individuelle Freiheit

Ein signifikanter Teil der Leserschaft bewertet die Vorschläge vor allem unter dem Aspekt persönlicher Freiheit. Die geplante Bindung von Firmenflotten und Leasingfahrzeugen an Elektroantriebe wird als Bevormundung verstanden, die Auswahlmöglichkeiten einschränkt und Lebensrealitäten vieler Nutzer nicht berücksichtigt. Im Mittelpunkt steht die Forderung, technologische Entscheidungen nicht durch Verbote vorzugeben, sondern durch Anreize zu ermöglichen. 

"Mal wieder diese übergriffige EU. Ihre Befugnisse sollten begrenzt werden. Das Problem von Mietern, die sich ein E-Auto kaufen würden, ist auf Jahre noch nicht gelöst. Wer nicht zu Hause laden kann, lässt besser die Finger davon."  Zum Originalkommentar

"(...) Wenn selbst schon Mietwagenfirmen weitestgehend abgekommen sind von BEVs, warum soll es nun bei Leasingfahrzeugen und Dienstwagen Pflicht werden? Andererseits ist der asiatische zusammen mit dem südamerikanischen Markt gegenüber dem EU-Markt riesig und da werden Fahrzeuge wie beispielsweise der Suzuki S-Presso verkauft, die bestenfalls Abgaswerte einhalten, die vor 20 Jahren mal von der EU als zu hoch eingestuft wurden."  Zum Originalkommentar

Sonstiges

Ein breites Spektrum weiterer Kommentare verknüpft die Debatte mit allgemeinen Beobachtungen zur europäischen Politik, zu gesellschaftlichen Entwicklungen oder zur Rolle staatlicher Regulierung. Manche Beiträge reflektieren ironisch über Bürokratielasten, andere thematisieren historische Vergleiche oder verweisen auf alltägliche Probleme mit E-Mobilität und Verwaltung.

"Schon wieder sollte man meinen, aber es ist logisch, da über 66% der PKW-NFZ-Fzg-Zulassungen gewerblich erfolgen. Mit gewerblichen Zulassungen wird der PKW-NFZ-Markt total verzerrt dargestellt, denn das sind keine privaten Kunden ..."  Zum Originalkommentar

Zustimmung zur E-Auto Umstellung

Eine kleine, aber klare Gruppe von Lesern begrüßt den Vorstoß aus Brüssel. Die Umstellung großer Flotten auf Elektrofahrzeuge gilt ihnen als wirksamer Hebel für Emissionsreduktion und als notwendiger Schritt, um im globalen Technologiewettbewerb nicht zurückzufallen. Vorteile werden bei Reichweitenfortschritten, sinkenden Betriebskosten und der Signalwirkung für die Industrie gesehen. Gleichzeitig wird anerkannt, dass Infrastruktur und Energieversorgung weiter verbessert werden müssen. Die Zustimmung bleibt pragmatisch, betont aber die langfristige Notwendigkeit des Wandels.

"Ich weiß ja nicht, ob ich zu blauäugig bin oder die Deutschen einfach zu innovationsfeindlich und nur am Meckern? Volvo und Jaguar bauen bereits jetzt schon gar keine reinen Verbrenner mehr. 2030 heißt, ich kann noch 4 volle Jahre einen Verbrenner kaufen (als Neuwagen). Bis dahin will den wirklich keiner mehr, denn die Reichweite steigt ja in der Tag (wenn auch langsamer als gewünscht) ..."  Zum Originalkommentar

"Macht ja Sinn, da diese Autos viele viele km im Jahr gefahren werden. Da ist der CO2-Rucksack eines E schon nach einem Jahr abgebaut und das Ganze klimapositiv."  Zum Originalkommentar

"Der Verbrenner ist doch sowieso schon auf dem Abstellgleis. Die neue Technologie der E-Autos setzt sich immer mehr durch. Manche haben das immer noch nicht verstanden. Die Chinesen sind da schon viel weiter als wir. Die Zukunft ist nicht aufzuhalten."  Zum Originalkommentar

Skepsis gegenüber Ladeinfrastruktur und Alltagstauglichkeit

Ein Teil der Leserschaft zweifelt vor allem an der praktischen Umsetzung. Genannt werden fehlende Ladepunkte, lange Standzeiten und die Belastbarkeit des Stromnetzes. Besonders für berufliche Vielnutzer sehen die Kommentierenden kaum realistische Alternativen zum Verbrenner. Auch Miet- und Wohnsituationen ohne private Lademöglichkeiten bereiten Sorge. Diese Stimmen verweisen auf konkrete alltagsnahe Hürden, die aus ihrer Sicht vor einer verpflichtenden Umstellung gelöst sein müssen.

"Für welche Firmenwagen? Heute wird Besprechung ohne Reisen gemacht. Mit Waren muss man sowieso einen Diesel-Transporter nehmen, weil die Batterie zu schnell leer wird."  Zum Originalkommentar

"Spätestens wenn die ersten Stromnetze zusammenbrechen, wird die E-Euphorie enden."  Zum Originalkommentar

Diskutieren Sie mit: Ist die E-Auto-Pflicht in den Leasingflotten ein überfälliger Fortschritt für Klima und Industrie – oder Einschränkung von Freiheit und wirtschaftlicher Vernunft? Teilen Sie Ihre Sicht – wie sollte die Balance zwischen Klimaschutz, Individualität und Wirtschaft aussehen?

Hinweis: Die in diesem Artikel zitierten Kommentare geben ausschließlich die Meinungen unserer Leser wieder und wurden inhaltlich nicht verändert. Die Analyse, Auswertung und thematische Gruppierung der Kommentare erfolgt automatisiert mithilfe Künstlicher Intelligenz.
EU plant heimlich Elektroauto-Pflicht für Firmen-Flotten und Leasing-Dienstwagen
Jetzt mitreden