Deutlicher Wandel bei deutschen Renten: Bestimmte Zahl bei Witwenrente steigt drastisch

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Hinterbliebenenrente wird vor allem an Frauen gezahlt – doch der Anteil der Männer ist gestiegen. Die Rentenversicherung hat die aktuellen Zahlen.

Berlin – Die traditionelle Rollenverteilung in deutschen Ehen spiegelt sich noch immer in den Hinterbliebenenrenten wider – doch die Zahlen zeigen einen deutlichen gesellschaftlichen Wandel. Im Jahr 2024 wurden nach den jüngsten Daten der Deutschen Rentenversicherung rund 352.000 neue Hinterbliebenenrenten bewilligt, davon 266.000 an Witwen und 86.000 an Witwer.

In Politik und Gesellschaft ist das Thema Rente viel diskutiert.
In Politik und Gesellschaft ist das Thema Rente viel diskutiert. Bei der sogenannten Witwenrente gibt es nun einen deutlichen Trend. (Symbolbild) © Sina Schuldt / dpa

Während diese Verteilung auf den ersten Blick die gewohnten Muster bestätigt, offenbart der Blick auf die Entwicklung der vergangenen zwei Jahrzehnte eine bemerkenswerte Trendwende: Die Zahl der Witwerrenten stieg von 451.000 auf 753.000. Dies ist deutlicher Anstieg, der veränderte Erwerbsbiografien und neue Geschlechterrollen widerspiegeln könnte.

Zahlen zur Witwenrente: Angaben zur durchschnittlichen Rentenhöhe

Die Zahl der an Frauen ausgezahlten Hinterbliebenenrenten ist in den vergangenen 20 Jahren von etwa 5 Millionen auf gut 4,4 Millionen im Jahr 2024 zurückgegangen. Was unter anderem auf eine eigenständige soziale Absicherung der Ehepartner hindeutet. Im Jahr 2024 wurden nach den jüngsten Daten der Deutschen Rentenversicherung rund 352.000 neue Hinterbliebenenrenten bewilligt. Insgesamt erhalten mehr als fünf Millionen Menschen eine Witwen- oder Witwerrente, was rund 20 Prozent aller Rentenzahlungen entspricht. Etwa 898.000 Rentnerinnen und Rentner beziehen ausschließlich eine Hinterbliebenenrente, während 4,1 Millionen sowohl eine eigene Versichertenrente als auch eine Hinterbliebenenrente erhalten.

Der Grundgedanke der Hinterbliebenenrente, wie sie offiziell heißt, ist der Ersatz des Unterhaltsanspruchs gegenüber dem Ehepartner, der bei dessen Tod entfällt. Die Hinterbliebenenrente steht grundsätzlich Frauen wie Männern gleichermaßen zu.

Die durchschnittlichen Rentenhöhen haben sich in den vergangenen zwei Jahrzehnten deutlich entwickelt. Frauen, deren Ehemann gestorben ist, bekamen zuletzt eine durchschnittliche Witwenrente von 793 Euro überwiesen. 2004 mussten Witwen noch mit durchschnittlich 555 Euro an Hinterbliebenenrente auskommen. Für Witwer stieg diese Rente zwischen 2004 und 2024 von durchschnittlich 228 auf 439 Euro.

Reform der Rente: Merz-Regierung will Lebensarbeitszeit prüfen

„Der Tod des Ehe- oder Lebenspartners ist ein schwerer Schicksalsschlag“, sagte der derzeitige Vorsitzende des Vorstands der Deutschen Rentenversicherung Bund, Hans-Werner Veen. „Damit zum persönlichen Verlust nicht auch noch Existenzängste kommen, zahlt die Deutsche Rentenversicherung an hinterbliebene Ehe- und Lebenspartner Renten.“ Der Grundgedanke der Hinterbliebenenrente ist der Ersatz des Unterhaltsanspruchs gegenüber dem Ehepartner, der bei dessen Tod entfällt. Die Hinterbliebenenrente steht grundsätzlich Frauen wie Männern gleichermaßen zu.

Parallel zu diesen Entwicklungen werden grundlegende Rentenreformen diskutiert. Der CDU-Bundestagsabgeordnete Nicklas Kappe sprach sich dafür aus, bei der Rente zwischen verschiedenen Berufen zu unterscheiden: „Wir werden nicht darum herumkommen, zwischen verschiedenen Berufsgruppen zu differenzieren. Ich fange jetzt nicht mit dem sprichwörtlichen Dachdecker an – aber wir müssen schauen, welche Berufsgruppen aus welchen Gründen länger arbeiten können als andere.“

Union und SPD hatten sich darauf geeinigt, dass eine angekündigte Rentenkommission unter anderem eine Verlängerung der Lebensarbeitszeit über 67 hinaus prüfen soll. (Quellen: dpa) (fbu)

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