Mann ersticht Ex-Frau: Baris K. bedrohte und belästigte seit Monaten Tuba P.

In Ingolstadt hat am Freitagabend ein Mann seine ehemalige Partnerin erstochen. Der 49-Jährige habe seine 45-jährige Ex-Partnerin mit einem Küchenmesser angegriffen, teilte die Polizei am Samstagmorgen mit. Die beiden 23- und 17-jährigen gemeinsamen Söhne hätten eingegriffen, um ihre Mutter zu verteidigen, auch die Tochter war am Tatort. 

Ingolstadt: Mann bedrohte Ex-Frau vor Bluttat

Der Angriff ereignete sich in einer Wohngegend im Nordwesten von Ingolstadt, auf der Straße in der Nähe der Wohnung der 45-Jährigen, wie ein Polizeisprecher ausführte. In der Vergangenheit war es demnach bereits wiederholt zu Streitigkeiten mit dem Ex-Partner der Frau gekommen.  Es gab in den vergangenen Monaten verbale Bedrohungen, Belästigungen und kleinere körperliche Angriffe gegen die Frau durch ihren Ex-Mann, sagte ein Polizeisprecher am Sonntag auf Anfrage von FOCUS online. Die Polizei war mehrfach vor Ort. Demnach war das Paar seit Beginn des Jahres geschieden. 

Die Frau hatte über ein Gericht ein Kontaktverbot gegen ihren Ex-Mann erwirkt, wie der Sprecher weiter bekannt gab. Das bedeutet üblicherweise, dass der Betroffene immer eine gewisse räumliche Distanz zu der anderen Person wahren muss. 

Warum und wie genau es zu der Tat am Freitag kam, ist laut Polizei noch nicht klar. Wie die „Bild“ berichtet, will eine Nachbarin einen lauten Schrei gehört haben. „Diesen Schrei werde ich nie vergessen“, sagte die Frau. Der Schrei soll ein Verzweiflungsschrei der Tochter des früheren Paares gewesen sein. 

Söhne schlagen und beschimpfen Vater

Laut „Bild“ kursieren Videos von der Tat in dem Viertel. Die beiden Söhne von Baris K. sind demnach darauf zu sehen und zu hören, wie sie den am Boden liegenden Vater auf Türkisch beschimpfen. Dann habe die Tochter geschrien: „Hört auf!“ Sie sei zum Vater gelaufen, die Söhne hätten sich derweil um ihre leblose Mutter Tuba P. gekümmert. Die Frau wurde nach Angaben der Polizei schwerverletzt ins Krankenhaus gebracht, wo sie kurz darauf starb. 

Auch der 49-Jährige wurde demnach schwer verletzt. Mittlerweile liegt er aber auf einer normalen Station der Klinik und werde dort von Beamten bewacht, sagte der Polizeisprecher. Der Täter ist laut „Bild“ Transportunternehmer. Die Polizei sprach von einer "großen Anzahl von Zeugen, die das Geschehen mitbekommen hatten", und dazu befragt wurden. Unter anderem seien Anwohner von ihren Balkonen aus Zeugen geworden.